Das Bitcoin Halving ist nun seit mehreren Wochen vorbei und es sind immer noch Auswirkungen zu spüren. Dabei geht es nicht nur um die Blockzeit, die immer noch über dem Durchschnitt von 10 Minuten pro Block liegt, sondern um die Miner, die aktuell anscheinend mehr BTC verkaufen, als sie generieren.

Was an der Geschichte genau dran ist und welche Auswirkungen das auf den Bitcoin Preis haben kann, klären wir in diesem Artikel.

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Bitcoin Miner verkaufen aktuell mehr als sie erwirtschaften

Laut dem On-Chain Analyseportal ByteTree verkauften Bitcoin Miner letzte Woche 11% mehr BTC als sie in der selben Zeit erwirtschaftet haben. Das Unternehmen analysiert regelmäßig die Bewegungen von sogenannten Coinbase Transaktionen, um herauszufinden, ob Miner aktuell unter einem Verkaufsdruck leiden oder nicht. Eine Coinbase Transaktion stellt den Block Reward dar, die die Miner für das Finden eines validen Blocks bekommen. Das ist sozusagen der Geburtsort der neuen Bitcoins.

Nach der Analyse von ByteTree wurden in den letzten 7 Tagen 6.608 BTC zum ersten Mal versendet. In der selben Zeit wurden hingegen nur 5.888 BTC generiert. Das sind umgerechnet 12,2% mehr.

Ein ByteTree Sprecher sagte hierzu:

Die Wallet eines Miners kann einer Einzelperson, einem Unternehmen oder einem Miningpool gehören. Wenn die Coins von den Minern generiert werden und in der Wallet des Miners erscheinen, werden sie als ‚Generation‘ gezählt. Diese Coins können sich dann für Tage, Monate, Jahre oder für immer in den Wallets der Miner befinden. Es obliegt dem Inhaber dieser Wallet, zu entscheiden, wann er die Coins bewegen möchte.

Wenn diese Coins von einem Minerpool generiert werden, werden die Coins entweder an die Pool-Teilnehmer verteilt (d.h. in BTC bezahlt) oder zu einem bestimmten Zeitpunkt an eine Börse geschickt, um die FIAT-Kosten des Betriebs zu decken.

Ist die Miner Kapitulation nun bereits im Gange?

Es ist aktuell schwierig von einer Bitcoin Miner Kapitulation zu sprechen. Denn in den letzten Wochen ist die Hashrate bereits extrem gefallen, was auf das Ausschneiden einiger Miner hindeutet. Ob die jeweiligen Miner nur kurzzeitig den Betrieb gestoppt haben, bis sich die Difficulty wieder nach unten anpasst, ist aktuell noch nicht ganz klar. Wir werden es spätestens bei der nächsten Difficulty Anpassung in 3 Tagen erleben. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass die Difficulty um weitere 6-10% fallen wird.

Auch ein Twitter Nutzer hat die Statistik von ByteTree aufgegriffen, dass Miner wohl vor einer letzten Kapitulation stehen könnten. Er sagte zudem, dass es aktuell ein starkes Zeichen ist, dass obwohl die Miner aktuell mehr verkaufen als sie generieren, sich der Preis über der 9.000 USD Marke halten kann.

Miner geben nicht auf

Thomas Heller, der Global Business Director bei F2Pool (einer der größten Bitcoin Mining Pools), sagte, dass Miner ihre Maschinen eher in Gebiete verlagert oder verkaufen, wo der Strom günstiger ist, als das Mining komplett aufzugeben. Selbst in Zeiten einer erhöhten Difficulty und einer drohenden Unrentabilität.

Heller sagte:

Da es nicht mehr rentabel ist, die älteren Maschinen zum Strompreis in China, Kanada, den USA oder Europa zu betreiben, landen sie schließlich an anderen Orten, wie Kasachstan, Russland, dem Nahen Osten und Südamerika.

Bislang gab es im Jahr 2020 nur sehr wenige Fälle, in denen Mining-Unternehmen ihr Geschäft aufgeben mussten.


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Nachwirkungen des Bitcoin Halvings

Durch das Bitcoin Halving gab es einige Veränderung in den letzten Wochen. Die Hashrate ist um mehr als 30% gefallen. Das führte dazu, dass Miner weiterhin unter einer erhöhten Schwierigkeit minen mussten. Somit wurden Blöcke langsamer gefunden und es konnten in der selben Zeit weniger Transaktionen durchgeführt werden. Dadurch erhöhten sich die Transaktionsgebühren und automatisch die Einnahmen der Miner. Nach der nächsten Difficulty Anpassung sollte sich die Lage aber wieder normalisieren.

An dieser Stelle sei noch gesagt, dass man nicht genau weiß, ob die bewegten Bitcoins der Miner wirklich verkauft wurden oder nur auf andere Wallets verschoben wurden. Demnach lässt sich hier nicht abschließend sagen, ob Miner aktuell unter so einem hohen Verkaufsdruck stehen, dass sie ihre angesparten Bestände an Bitcoins verkaufen müssen. Den Bitcoin Kurs scheint es aber nicht zu interessieren. Das könnte natürlich auch an einer erhöhten Nachfrage liegen, die wir aktuell durch private und institutionelle Investoren erleben.

Wir sind gespannt wie sich die Lage nach der nächsten Difficulty Anpassung in wenigen Tagen entwickeln und wie sich der Bitcoin Kurs dazu verhalten wird.

Wie wird sich deiner Meinung nach der Bitcoin Kurs nach der nächsten Difficulty Anpassung verhalten?

[Bildquelle: Shutterstock, Cointelegraph, ByteTree]