Bitcoin, die aktuelle Nummer 1 aller Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung (Coinmarketcap), behauptet seinen Platz an der Spitze nun schon seit über 10 Jahren. Viele Kryptowährungen, die danach ins Leben gerufen wurden, haben versucht dem Kings’s Coin seinen Platz streitig zu machen. Egal, ob Ethereum, Ripple oder Litecoin, keiner dieser Token hat es bis jetzt auch nur annähernd an die Marktkapitalisierung von Bitcoin heran geschafft. Doch wird das auch so bleiben? Manche sagen dem digitalen Gold düstere Jahre bevor. Einige spekulieren sogar auf dessen Tod.

In diesem Artikel wollen wir erklären wieso Bitcoin immer wieder kritisiert wird und welche Vorteile die bekannteste Kryptowährung bietet.

Bitcoin Markt-Dominanz auf der Überholspur

Anfang 2009 war Bitcoin die einzig existierende Kryptowährung überhaupt. Erst im Laufe der Jahre kamen weitere hinzu. Dementsprechend hoch war die Bitcoin-Dominanz zu Beginn des rasanten Aufstiegs des digitalen Coins vor 10 Jahren.

Nachdem immer mehr Token wegen des ICO Hypes 2016/17 auf den Markt kamen, sank die Markt-Dominanz 2017 auf ein Allzeit-Tief von unter 40%. Der Fokus der meisten Investoren lag auf schnellem Geld durch Altcoins und nicht auf fundamentalem Wert wie bei Bitcoin. Nicht nur die neuen Anwendungsfälle für Kryptowährungen machten Bitcoin den Rang als Nummer 1 streitig. Auch die Verbesserung der Technologie macht viele Altcoins auf dem Papier zunächst besser und leistungsfähiger als Bitcoin. BTC hat aufgrund seines Alters nun einmal zugleich den Vor-, aber auch den Nachteil eines First-Movers.

Nachdem der ICO Hype Anfang 2018 zu Ende ging, konnte Bitcoin bis heute wieder an Stärke gewinnen. So erkämpfte sich der Coin seine Markt-Dominanz von unter 40% auf aktuell knapp 70% wieder. Es gibt zwar heutzutage mit über 2650 Coins immer noch sehr viele verschiedene Kryptowährungen, doch die Leute erkennen immer mehr, dass Altcoins technologisch doch nicht immer besser sind und den versprochenen Zielen nicht gerecht wurden. Dies verdeutlicht auch der folgende Chart sehr gut:

Bitcoin Dominanz

Bitcoin First Mover Advantage ist zugleich auch First Mover Disadvantage

Trotz der Verdopplung der Dominanz seit Anfang 2018 und der Wiedererstärkung Bitcoins sehen einige in der Krypto-Community die Zukunft von BTC sehr kritisch. Grund dafür ist hauptsächlich die scheinbar veraltete Technologie des digitalen Golds. Wie im letzten Abschnitt erwähnt ist BTCs größter Vorteil auch sein größter Nachteil. Der First Mover Advantage ist zugleich auch ein First Mover Disadvantage. Doch Gott sei dank arbeiten jeden Tag tausende von sehr begabten Entwicklern an der technischen Weiterentwicklung Bitcoins. Es ist das aktuell größte Open-Source Projekt.

Bitcoin basiert auf der Blockchain Technologie mit einem Proof-of-Work (PoW) Konsensus-Algorithmus. Genau diese Technologie war 2008/09 das, was BTC so neu und außergewöhnlich gemacht hat. Nur ist es nun einmal so, dass die Zeit genauso schnell vergeht, wie die technologische Evolution voranschreitet. Mittlerweile ist die Technologie der Blockchain schon 10 Jahre alt und es gibt dementsprechend viele Weiter- und Neuentwicklungen. Um hier einige Beispiele zu nennen: Tangle (DAG) von IOTA oder der Proof-of-Stake (PoS) Konsensus-Algorithmus, wie er bei Ethereum eingeführt werden soll.

Doch was ist jetzt genau der Nachteil in der Technologie, die BTC verwendet? 2010 legte Satoshi Nakamoto höchst persönlich im Code fest, dass die maximale Block-Größe 1 MB betragen kann, was dann auch für 7 Jahre so blieb. Durch das „Segwit“ Update 2017 wurde diese dann auf theoretisch 4 MB erweitert. Das bedeutet, dass jeder Block, der neu gemint und in die bereits existierende Blockchain eingebaut wird, höchstens 4 MB groß sein kann. Dementsprechend ist die maximale Anzahl der Transaktionen, die in einen Block von BTC Platz finden kann auf schätzungsweise 4.000 begrenzt, wobei die tatsächliche Anzahl bei ca. 2.500 liegt, da manche Transaktionen größer als üblich sind.


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Bitcoin: bringt die begrenzte Skalierbarkeit BTC ins Grab?

Die Begrenzung der maximalen Anzahl an Transaktionen, die pro Block eingebaut werden können und die Tatsache, dass nur ca. alle 10 Minuten ein Block gefunden wird, sorgt beim aktuellen Stand der BTC Technologie für eine limitierte Skalierbarkeit. Um diese zu erweitern, gibt es zwar einige interessante Konzepte, die sich auch schon in der Umsetzung befinden, allerdings sind diese noch nicht ausgereift und deren Erfolg deshalb nicht garantiert. Die Rede ist zB. von Bitcoin Lightning.

Nehmen wir einmal, dass die Bitcoin Adoption weiter zunimmt und es BTC schafft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu einem anerkannten digitalen Asset, das aus der Finanzwelt nicht mehr wegzudenken ist (wenn es das nicht heute schon ist), zu werden. Dieses Vertrauen und eine erhöhte Adoption würde natürlich für mehr Nutzer und dementsprechend auch für mehr Transaktionen sorgen.

Zeit und Geld für eine Transaktion als kritische Punkte

Wie aber bereits erwähnt ist die Anzahl an Transaktionen, die im Bitcoin Netzwerk pro Sekunde, Minute oder Stunde verarbeitet werden kann begrenzt. Die Transaktionen, die noch nicht verarbeitet wurden, werden im Netzwerk in einer Liste gesammelt und „warten“, bis sie an der Reihe sind (Mempool). Je mehr Nutzer, desto mehr Transaktionen gibt es und desto länger wird diese Liste und damit auch die Zeit, bis eine Transaktion verarbeitet ist.

Gleichzeitig ist es möglich, dass sich Transaktionen in der „Warteschlange vordrängeln“. Es werden die Transaktionen von den Minern bevorzugt, an denen sie eine hohe Transaktionsgebühr verdienen können.

Diese beiden Faktoren, Zeit und Kosten für eine Transaktion, sind augenscheinlich die bedeutendsten Vorteile für Kryptowährungen allgemein und damit auch für Bitcoin. Wenn diese nun wegfallen, warum sollte man dann überhaupt BTC als Zahlungsmittel benutzen?

Was ist eigentlich der Existenz-Grund für Bitcoin?

Auch, wenn die oben beschriebenen Skalierungs-Schwierigkeiten bei BTC tatsächlich existieren, sind sie noch lange kein Grund für schnelle Panik-Verkäufe. Die limitierte Skalierungsfähigkeit von BTC ist nicht neu und trotzdem schafft es das digitale Asset anscheinend seine Dominanz gegenüber den Altcoins zurückzugewinnen. Woran liegt das?

Zum einen suchen die Entwickler natürlich nach Lösungen für das Problem. Hier spielt besonders das Lightning Netzwerk eine entscheidende Rolle, das sich aktuell noch in der Entwicklungsphase befindet. Zum anderen sind im Gegensatz zum Glauben vieler die Schnelligkeit und die geringen Kosten einer Transaktion nicht die einzigen und entscheidenden Existenz-Gründe für Bitcoin.

Dezentralität und Sicherheit machen BTC einzigartig

Doch was gibt dem digitalen Gold dann seine Existenzberechtigung? Ganz einfach: Dezentralität und Sicherheit. Damit ist Bitcoin zensurresistent und trustless. Wer schnelle Zahlungen ohne Kosten haben möchte, kann auch einfach auf Paypal gehen und einem Freund das Geld senden. Die Zahlung ist sofort da und kostet exakt Null Transaktionsgebühren. Doch was ist, wenn Paypal dein Konto sperrt und du nicht mehr an dein Geld kommst? Oder die Zahlung aus anderen Gründen abgelehnt wird?

Genau da kommt der Hauptvorteil von BTC ins Spiel. Das Zahlungsnetzwerk ist dezentral und wird von keinem einzelnen Unternehmen oder Privatperson kontrolliert. Jeder kann daran teilnehmen und Zahlungen tätigen. Solange es dem allgemeinen Konsensus entspricht, wird die Zahlung durchgeführt. Ganz im Gegensatz zu Paypal oder einem anderen zentralen Zahlungs-Dienstleister. Genau das ist die eigentliche Macht hinter Bitcoin: du kannst zu 100% selber über dein Geld verfügen und es ohne eine Third-Party (Drittpartei) versenden.

Hinzu kommt, dass durch den PoW Konsensus-Algorithmus Bitcoin als sehr sicher und nicht manipulierbar gilt. Im Gegensatz zu PoS findet so eine geringere Vermögenskonzentration statt und lässt alle um die neuen Bitcoin „kämpfen“. Die Punkte Dezentralität und Sicherheit sind also die beiden entscheidenden Vorteile von BTC.

Bitcoin als digitales Gold und Safe Haven

Aus diesen Hauptvorteil und dem deflationären Charakter von BTC (es können laut Protokoll maximal 21 Mio. Bitcoins gemint werden) ergibt sich auch der Grund, warum der Coin auch als digitales Gold und Safe Haven bezeichnet wird. Nur im Gegensatz zu seinem physischen Bruder können Bitcoin in wenigen Minuten um die ganze Welt geschickt werden.

Auch, wenn die Skalierbarkeit immer wieder ein heißes Diskussions-Thema im Crypto-Space ist, müssen BTC Investoren nicht panisch werden. Erstens arbeiten viele sehr begabte Entwickler an Lösungen für die bekannten Probleme. Und zweitens sehen viele Bitcoin heute, wie auch in Zukunft nicht als alltägliches Zahlungsmittel, sondern als Store of Value. Der Höhenflug der Bitcoin Markt-Dominanz dürfte Grund genug sein sich auf die spannende Zukunft rund um das digitale Asset zu freuen.

Wie siehst du die Skalierbarkeit von Bitcoin? Was ist deiner Meinung nach die Existenzberechtigung von BTC? Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus. Abonniere zusätzlich unseren News Kanal, um keine News mehr zu verpassen.

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[Bildquelle: Shutterstock, CoinmarktCap]

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