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Zinseszins auf Kryptowährungen: Erträge aus Krypto-Investitionen maximieren

Zuletzt aktualisiert am 20th Jan 2023
Hinweis

Der Zinseszins ist ein weit verbreitetes Konzept in der Finanzwelt. Darunter versteht man, dass Zinsen nicht nur auf den ursprünglichen Geldbetrag gezahlt werden, sondern auch auf bereits erhaltene Zinsen. Über einen längeren Zeitraum hinweg kann das zu deutlich höheren Erträgen als bei einer einmaligen Investition führen.

Wie gut funktioniert diese Strategie jedoch bei Kryptowährungen? In diesem Artikel untersuchen wir daher, ob Investitionen in Kryptowährung durch den Zinseszinseffekt maximiert werden können und welche Risiken damit verbunden sind.

Kryptowährungen verzinst anlegen

Kryptowährungen, die auf der Blockchain-Technologie basieren, haben sich inzwischen zu einer beliebten Anlageform entwickelt. Mit der Einführung von Smart Contracts wurde es möglich, verschiedene Operationen mit Kryptowährungen durchzuführen und transparente Plattformen zu schaffen, auf denen man digitale Assets verzinst anlegen kann. Auf diese Weise kann man in Krypto investieren und gleichzeitig durch den Zinseszinseffekt ein passives Einkommen erzielen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um Krypto-Zinsen zu erhalten. Eine der beliebtesten Methoden ist das Halten von Kryptowährungen auf einer Handelsplattform oder Kryptobörse. Viele Börsen bieten Zinsprogramme an, bei denen Benutzer ihre Krypto-Bestände für einen gewissen Zeitraum hinterlegen und eine festgelegte Rendite erhalten können. Das wird auch als Staking bezeichnet.

Staking-Angebote bei der Kryptobörse Binance. Kryptowährungen müssen ggf. für eine Mindestlaufzeit angelegt werden.

Zinsen auf DeFi-Staking

Eine besondere Stelle nehmen die sogenannten DeFi-Plattformen an (kurz für Decentralized Finance). Auch hier kann man Kryptowährungen verzinst anlegen, wobei die Plattformen auf quelloffenen Protokollen basieren und damit sehr transparent sind – was die Risiken für Anleger reduziert. Hier gibt es keine Intermediäre, so wie es beispielsweise bei einer Bank der Fall ist. Gewinne werden erwirtschaftet, indem die angelegte Kryptowährung direkt an andere Nutzer verliehen wird, die dafür ihrerseits einen Zins zahlen.

Bei so genannten Liquidity Pools stellt man zum Beispiel einer dezentralisierten Kryptobörse Liquidität zur Verfügung, damit verschiedene Kryptowährungen getauscht werden können. Für jeden Tausch werden Gebühren erhoben, die dann an Anleger ausgeschüttet werden. DeFi-Plattformen zeichnen sich dadurch aus, dass die Verzinsungsraten oft höher sind. Allerdings können sich diese Raten auch sehr schnell ändern. In der Regel bekommt man für die eingezahlte Kryptowährung eine Sicherheit (Collateral) in Form von einem anderen digitalen Vermögenswert.

Staking-Angebote bei der DeFi-Plattform Sushi. Supply APR ist der Zinssatz für Anleger und Borrow APR für Kreditnehmer.

Zinseszins berechnen

Im Folgenden erklären wir, wie man den potenziellen Gewinn aus einer Krypto-Investition mit Zinseszinseffekt schnell berechnen kann.

Die allgemeine Formel für die Berechnung vom Zinseszins lautet: P(1 + i)^n = F

Dabei ist P der Anfangswert, i der jährliche Zinssatz, n die Anzahl der Jahre und F der Endbetrag.

Angenommen, 1000 Euro werden über einen Zeitraum von 5 Jahren zu 5 % Jahreszins investiert. Die entsprechende Rechnung lautet: 1000*(1+0,05)^5=1276,28. Nach 5 Jahren würde man also 276,28 Euro dazu verdienen.

Wenn man die gleiche Summe über den gleichen Zeitraum investiert, aber mit einem Zins von 10 %, lautet die Rechnung: 1000*(1+0,10)^5=1610,51. Der Gewinn nach 5 Jahren würde also bei 610,51 Euro liegen. Das ist mehr als das Doppelte im Vergleich zur vorherigen Rechnung, und genau daran sieht man den Zinseszinseffekt.

Auf Krypto-Plattformen wird normalerweise ein jährlicher Effektivzins angegeben (Annual Percentage Yield oder kurz APY), aber die Ausschüttung kann monatlich oder sogar täglich erfolgen. In diesem Fall muss man in der Formel die Parameter i und n entsprechend anpassen, um die Rendite zu berechnen.

Welche Risiken gibt es?

Es ist wichtig zu verstehen, welche Risiken beim Investieren in Kryptowährung mit dem Einsatz des Zinseszinseffekts verbunden sind. Das wohl größte Risiko für Anleger besteht darin, dass die Volatilität von Krypto-Assets nach wie vor hoch ist und ihre Preise ständig schwanken. Es ist also schwer vorherzusagen, ob die Kursentwicklung langfristig positiv sein wird. Selbst eine sehr hohe Rendite würde wenig nutzen, wenn die angelegte Kryptowährung massiv an Wert verliert.

Darüber hinaus bleiben Hacker-Angriffe und Online-Betrüge weiterhin ein großes Risiko für Krypto-Investoren. Man sollte daher immer genau darauf achten, auf welcher Website man die Investition macht und welche Erlaubnisse über die Krypto-Wallet angefordert werden.

Tipps für Anleger

  • Um Risiken durch Volatilität zu vermeiden, kann man auf manchen Plattformen Stablecoins wie USDT oder USDC verzinst anlegen. Ihre Preise schwanken nicht, aber die Rendite kann etwas geringer ausfallen.

  • Beim jährlichen Effektivzins (API), der auf DeFi-Plattformen angegeben wird, handelt es sich um einen Momentanwert, der mit der Zeit schwanken kann.

  • Für Investitionen auf den meisten Krypto-Plattformen gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch keinen Anlegerschutz.

  • Um vom Zinseszins zu profitieren, muss man die ausgeschüttete Rendite in der Regel manuell zu der ursprünglichen Investition hinzufügen. Oft erfolgt die Ausschüttung im nativen Token der Krypto-Plattform; diesen muss man erst über eine Kryptobörse in die gewünschte digitale Währung umtauschen.

  • Man sollte sich im Vorfeld informieren, welchen Ruf die gewählte Plattform in der Community hat und ob es sich nicht um eine Phishing-Website handelt. Wichtig ist auch, zu kontrollieren, welche Erlaubnisse man über die eigene Krypto-Wallet gewährt.

Fazit

Ein Zinseszins auf Kryptowährungen kann ein großartiges Mittel sein, um eine Investition zu vervielfachen. Dabei gilt es aber zu beachten, dass Kryptowährungen einen hohen Risikofaktor beinhalten und man sich daher vor der Investition gründlich informieren sollte. Wenn man allerdings alles richtig macht, kann der Zinseszins auf Kryptowährungen große Renditen bringen und eine gute Möglichkeit sein, mehr Kapital anzuhäufen.

Häufig gestellte Fragen

Wie bekommt man Zinsen auf Krypto?
Wie nutze ich den Zinseszinseffekt bei Kryptowährungen?
Muss ich auf Krypto-Zinsgewinne Steuern zahlen?
Jan Nagir

Jan Nagir

Jan ist schon seit einigen Jahren ein überzeugter Krypto-Fan. Als studierten Wirtschaftsingenieur fasziniert ihn sowohl die Blockchain-Technologie als auch die Wirkung der Kryptowährungen auf die Finanzwelt.