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Was bedeutet Proof of Stake? Lies alles über PoS Krypto & Token!

Zuletzt aktualisiert am 28th Nov 2022
Hinweis

Proof-of-Stake (PoS) ist ein Konsensmechanismus, bei dem Validierer ihr Kryptokapital staken, um die Berechtigung zur Überprüfung von Transaktionen zu erhalten. Sie stellen sicher, dass die neuen Blöcke, die über das Netzwerk verbreitet werden, authentisch sind.

Es gibt zwei Konsensverfahren: Proof-of-Work (PoW) und Proof-of-Stake (PoS). Proof of Work gibt es schon seit längerer Zeit und wird beispielsweise von Bitcoin verwendet. Proof of Stake hingegen ist etwas neuer und ist umweltfreundlicher und energieeffizienter zu betreiben.

In diesem Leitfaden beschäftigen wir uns mit den wichtigsten Informationen rund um Proof of Stake, von den Grundlagen bis zu den Top-Plattformen für das Staking.

Wie funktioniert Proof-of-Stake?

Das Ziel eines Konsensmechanismus in einem dezentralen Blockchain-Protokoll ist es, die Überprüfung der neuen Blockchain-Transaktionen zu ermöglichen, sie dem Blockchain-Netzwerk hinzuzufügen, die Validierer zu belohnen und neue Token in den Umlauf einzuführen.

Beim Proof of Stake staken die Validierer ihre Kryptogelder in den Smart Contract, um die Berechtigung zur Überprüfung von Transaktionen im Netzwerk zu erlangen. Ethereum beispielsweise verlangt, dass 32 ETH gestakt werden müssen, bevor man Validierer wird.

Validierer werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, um die zur Überprüfung vorgelegten Transaktionen zu bestätigen. Je höher der im Vertrag gestakte Betrag ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, ausgewählt zu werden, um die Transaktion zu verifizieren und die Belohnungen zu erhalten.

Proof-of-Stake vs. Proof-of-Work

Der Hauptunterschied zwischen PoS- und PoW-Konsensmechanismen besteht darin, dass Proof of Work viel Energie für Rechenleistung verbraucht, während PoS wesentlich weniger Ressourcen verbraucht.

Beide Mechanismen verfügen allerdings über integrierte Konsequenzen, die bösartig handelnde Akteure bestrafen. Miner, die beim Proof of Work falsche Informationen übermitteln, verschwenden ihr Geld für Hardware und Zeit, die sie investiert haben. Beim Proof of Stake verlieren sie einen Teil ihrer gestakten Coins als Strafe. Hier sind einige weitere Unterschiede zwischen den beiden Konsensmechanismen:

Proof of WorkProof of Stake
Weniger energieeffizientEnergieeffizient
Hervorragende Sicherheit durch Netzwerk von MinernSicherheit wird durch Community-Kontrolle und -Governance erreicht
Investoren müssen in Mining-Rigs investieren und verbrauchen EnergieInvestoren müssen Coins kaufen, um diese für Belohnungen zu staken
Miner erhalten BlockprämienStaker erhalten Transaktionsgebühren als Belohnungen

Nachteile von PoW und PoS

Beide Konsensmechanismen bringen auch gewisse Nachteile mit sich, die sich auf ihre Skalierbarkeit, ihr langfristiges Potenzial und ihre Sicherheit auswirken.

PoW Nachteile

  • Eintrittsbarriere: Erfordert teure und leistungsstarke Computer, die in der Lage sind, eine erhebliche Rechenleistung zu verarbeiten, um mathematische Rätsel zu lösen und Transaktionen zu verifizieren.

  • Energieverbrauch: Erfordert viel Rechenleistung und teure Hardware. Im Vergleich dazu verbraucht PoS 99 % weniger Energie und benötigt keine GPUs, um kryptografische Rätsel zu lösen, was es zu einer praktikablen Langzeitlösung macht.

PoS Nachteile

  • Governance-Probleme: Teilnehmer können einen erheblichen Geldbetrag einsetzen, um ihre Chancen zu verbessern, ausgewählt zu werden und maximale Belohnungen zu verdienen, was mehr Kontrolle über das Netzwerk bedeutet. Dies kann möglicherweise zu einer Zentralisierung der Kryptowährung führen.

  • Schwachstellen: PoS ist aufgrund des potenziellen Zentralisierungsaspekts anfälliger für einen Angriff als PoW. Einzelpersonen, Gruppen oder Unternehmen mit viel Geld könnten das Netzwerk theoretisch nur aufgrund ihres Kapitals besitzen.

Lohnt sich Staking?

Staking bietet die Möglichkeit, mit geringem Risiko Zinsen auf Kryptowährungen zu verdienen. Es kann einen Versuch wert sein, Staking auszuprobieren, insbesondere bei langfristigen Investitionen, da man die Coins in ihrem gesperrten Zustand ohnehin nicht verwenden kann.

Darüber hinaus bieten einige Coins sogenannte Airdops an. Dabei handelt es sich um Belohnungen, die für das Halten einer bestimmten Kryptowährung für einen bestimmten Zeitraum verteilt werden. In manchen Fällen erhält man beim Staking deutlich mehr Airdrops.

Um herauszufinden, ob sich Staking für dich persönlich lohnt, solltest du das Thema im Voraus gründlich recherchieren. Kryptowährungen sind sehr volatil; es könnte also vorkommen, dass du deine Coins sperrst und dann einen Preisfall miterlebst, ohne die Möglichkeit einer Auszahlung zu haben. Daher solltest du nie mehr investieren, als du bereit wärst zu verlieren. Hinweis: Dies ist kein finanzieller Ratschlag.

Vor- und Nachteile von Staking:

Pro

Kein Kauf von Mining-Hardware. Die einzigen finanziellen Kosten sind die anfänglichen Investitionen in die Coins.
Es ist einfach, über Kryptobörsen wie Binance, Kraken und Coinbase zu staken.
Kryptobörsen wie Binance, Kraken und Coinbase machen das Staking mühelos.
Man kann über dezentralisierte oder zentralisierte Börsen teilnehmen.

Kontra

Kryptowährungen sind sehr volatil. Daher kann man Staken und aufgrund eines Preisfalls des Coins einen Verlust erleiden.
Um die gestakten Coins vor einem von der Börse festgelegten Datum zurückzufordern, muss man in der Regel eine Gebühr bezahlen.
Die Belohnungen für das Staking etablierter Coins wie Ethereum sind gering.
Nicht lohnend, wenn man eine kurzfristige Anlagestrategie verfolgt und Coins schnell verkaufen möchte.

Top-Kryptowährungen zum Staken

Es gibt einige etablierte Kryptowährungen, die man staken kann. In der folgenden Tabelle haben wir einige Kryptowährungen zum Staken zusammengestellt und gehen darauf ein, wo man diese kaufen und bei welchen Börsen man sie staken kann.

CoinsSymbolKaufenStaking
EthereumETHEthereum kaufenCoinbase
CardanoADACardano kaufenBinance
PolkadotDOTPolkadot kaufenBinance
AvalancheAVAXAvalanche kaufenBinance
AlgorandALGOAlgorand kaufenCoinbase

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Staking

Als Nächstes schauen wir uns Schritt für Schritt an, wie man sich am Staking an einer Börse beteiligt. Die meisten Plattformen folgen einem ähnlichen Prozess, daher haben wir die Anleitung allgemein gehalten:

  1. Erstelle ein Konto: Wähle zunächst eine Börse aus, die das Staking von den Coins, für die du dich interessiert, unterstützt und melde dich an.

  2. Verifizierung: Gib deine persönlichen Daten wie Name, Alter, Standort und E-Mail an. Verifiziere als Nächstes deine Identität durch das Hochladen eines von der Regierung ausgestellten Ausweisdokuments.

  3. Einzahlung: Nimm eine Einzahlung auf dein Konto vor – entweder mit einer Kryptowährung oder einer Fiat-Währung. Hast du eine Fiat-Währung eingezahlt, nimm einen Spot-Trade vor, um die Coins zum Staking zu erwerben.

  4. Staking: Öffne den Investmentbereich und wähle „Staking“. Jetzt kannst du den Coin auswählen, den du staken möchtest.

  5. Menge: Gebe abschließend ein, wie viele Coins du staken möchtest und drücke dann auf „staken“.

Staking-Risiken

Im Allgemeinen wird das Staking von Kryptowährungen als eine kluge Investitionsentscheidung angesehen, da man „kostenlose“ Belohnungen erhält, die auf der Grundlage des angebotenen effektiven Jahreszinses quantifiziert werden. Es gibt jedoch auch einige Risiken, die mit dem Staking verbunden sind, über die man Bescheid wissen sollte, bevor man sein Kapital einsetzt.

  • Gesperrtes Staking

Börsen können Staking-Assets bereitstellen, bei denen man seine Token für eine bestimmte Zeit sperren muss. Sollte der Preis des Coins in dieser Zeit drastisch beeinflusst werden, kannst du keine Abhebung vornehmen, sondern musst warten bis die Staking-Periode endet. Staking ohne Sperrfrist ist eine Möglichkeit, dieses Risiko zu mindern, aber die Belohnungen sind meist wesentlich geringer.

  • Marktvolatilität

Da Preise ständig steigen und fallen, ist die Marktvolatilität das größte Risiko. Es könnte beispielsweise der Fall sein, dass du zu Beginn eines Jahres mit positivem Staking beginnst, aber am Ende mit - 50 % abschließt. Daher sollte man die Kryptowährungen, die man zum Staking nutzen möchte, strategisch auswählen.

  • Hacking und Diebstahl

Geld an einer Börse zu lassen bedeutet immer ein potenzielles Risiko, da diese ein großes Ziel für Hacker sind. Im Idealfall sollte man über eine dezentralisierte Börse (DEX) staken, da man hier seine privaten Schlüssel besitzt.

  • Liquiditätsrisiko

Aufgrund ihres großen APY sind kleine Altcoins attraktiv zum Kaufen und Staken. Allerdings können Liquiditätsprobleme auftreten, wenn es sich um eine Micro-Cap-Kryptowährung handelt. Dies bedeutet, dass nicht genügend Handelsvolumen und Liquidität zum Verkauf vorhanden sind. Wirf einen Blick auf Websites wie CoinMarketCap, um derartige Informationen offenzulegen und vor dem Staking eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Abschließende Gedanken

Proof-of-Stake ist ein Konsensmechanismus zur Validierung von Transaktionen auf der Blockchain. In Bezug auf Energieverbrauch und Skalierbarkeit ist es effizienter als Proof-of-Work. Es hat jedoch potenzielle Zentralisierungsprobleme, wenn eine teilnehmende Partei mehr staked als der Rest der Community.

Staking ist ein brillanter Teil des PoS-Konsensmechanismus, mit dem Anleger Zinsen auf ihre Kryptowährungen verdienen können. Indem man seine Coins einem Staking-Pool zuweist, unterstützt man das Netzwerk, validiert Transaktionen und verdient Belohnungen. Beachte, dass die Höhe der Belohnung davon abhängt, wie viele Coins man dem Staking-Pool zuweist.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Pos-Systeme?
Was ist Staking?
Wo kann ich meine Kryptowährungen staken?
Sind Risiken mit dem Staken von Kryptowährungen verbunden?
Kann ich über eine dezentrale Börse staken?
Lohnt es sich, an gesperrtem Staking teilzunehmen?

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Miriam Strohe

Miriam Strohe

Miriam liebt Semikolons, Gedankenstriche und Et-Zeichen. Sie lebt seit über zehn Jahren in London und verbringt ihre Zeit mit Schreiben, Übersetzen und Korrekturlesen in den Bereichen Theater, Kunst, Kultur, Sport und Finanzwesen.