Betrüger im Cryptomarkt gibt es wie Sand am Meer. Denn aufgrund fehlender globaler Standards und einer begrenzten Regulierung, wird es Betrügern immer wieder leicht gemacht, mit neuen ‚Produkten‘ und ‚Geschäftsideen‘ Millionen von US-Dollar in Bitcoin zu erbeuten. Häufig sitzen die Drahtzieher solcher ‚Firmen‘ in Steuerparadiesen und weit entfernt von jeglicher Gerichtsbarkeit. Ein neuer Bitcoin Scam wurde nun in Indien aufgedeckt – es geht um 67 Millionen US-Dollar.

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Bitcoin Scam: 67 Millionen US-Dollar erbeutet

Die Polizei im indischen Bundesstaat Uttarakhand hat einen massiven Bitcoin-Betrug entdeckt, bei dem die Drahtzieher insgesamt 67,6 Millionen US-Dollar erbeuteten. Die Besonderheit des aktuellen Bitcoin Scam liegt jedoch an der Art und Weise, wie der Betrug ans Licht kam.

Normalerweise beginnt alles mit geschädigten Anlegern und Investoren. Die Hintermänner der jeweiligen Firma verschwinden plötzlich oder Auszahlungen auf einer zugrunde liegenden Plattform werden gestoppt – oft werden solche Auszahlungsstopps von Phrasen wie „Datenbankupgrades“ oder „Serverwartungen“ begleitet. Investoren erhalten anschließend über einen längeren Zeitraum keine Auszahlungen mehr und realisieren langsam aber sicher, dass sie wohl nie mehr an ihr Geld kommen. Die ersten äußern ihre Zweifel und erstatten Anzeige oder melden die Firma an die jeweils zuständige Finanzdienstleistungsaufsicht.

Bitcoin Scam – Eigene Mitarbeiter für Foltertod verantwortlich

Dieses Mal lief es jedoch anders. Denn der Bitcoin Scam kam ans Licht, nachdem der vermeintliche Drahtzieher Abdul Shakoor von seinen eigenen Mitarbeitern ermordet wurde, weil er sie betrogen hatte. Frei nach dem Motto: Scam the Scammers.

Shakoors Leiche wurde nach Medienberichten von 5 Männern, die vom Tatort geflohen waren, zunächst in einem privaten Krankenhaus ‚deponiert‘. Später jedoch konnten die Täter von der Polizei ausfindig gemacht werden; sie werden nun wegen Folter und Mord an Shakoor angeklagt. Dehradun Arun Mohan Joshi, der Leiter der Untersuchung, sagte dazu:

Kryptowährungen im Wert von mehreren Millionen US-Dollarn führten zum Mord an Abdul Shakoor. Die Angeklagten, die alle Mitglieder der ‚Führungsebene‘ von Shakoor waren, folterten ihn brutal in einem Haus in Prem Nagar (am Rande von Dehradun), was zu seinem Tod führte.

Die Entführer versuchten zunächst durch Folter die Passwörter zu Shakoors Wallets zu erhalten. Denn mit dem Zugriff auf die Wallets hätten die Mitarbeiter auch den Zugriff auf die Millionen US-Dollar erhalten. Shakoor verweigerte dies jedoch und zahlte somit einen hohen Preis: das eigene Leben.


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Bitcoin Scam: PlusToken und Co. – die Liste ist lang

Auch wenn der aktuelle Fall ein Extrembeispiel ist, zeigt er doch sehr gut, wie kaltblütig bei solchen Scams vorgegangen wird. Eine Sache darf man hier niemals vergessen: es geht um Millionen (teilweise sogar Milliarden) von US-Dollar. Die Hintermänner solcher Scams werden jedoch nicht immer gefasst – oft bleiben die Opfer ohne Entschädigung und mit einem Totalverlust ihres Investments alleine.

Wir haben uns daher dazu entschlossen in nächster Zeit kritische oder verdächtige Firmen näher zu untersuchen und ihr Geschäftsmodell zu beleuchten. Wir freuen uns hierbei auch über deinen Input!

Aktuelle Beispiele siehst du im Folgenden:

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QUELLEambcrypto.com
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.