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Steuern auf Kryptowährungen

Zuletzt aktualisiert am 23rd Aug 2022
Hinweis

Die Besteuerung von Kryptowährungen war in den letzten Jahren eine Art Grauzone. Angesichts des plötzlichen und drastischen Anstiegs der Popularität von Bitcoin und anderen Coins hat das Wissen um die Steuern, die man auf Gewinne eigentlich zahlen sollte, bei vielen nicht ganz mit dem allgemeinen Hype um Kryptowährungen Schritt gehalten. Du musst aber auf jeden Fall Steuern für einige deiner Krypto-Transaktionen zahlen und natürlich kannst du erhebliche Probleme bekommen, wenn du das nicht tust.

Es ist auch wichtig zu wissen, dass eine der wichtigsten Besonderheiten der Blockchain-Technologie ist die permanente Aufzeichnung aller Transaktionen mit der entsprechenden Kryptowährung. Das betrifft auch Transaktionen auf Kryptobörsen wie Binance, und auch Broker wie eToro führen ebenfalls Aufzeichnungen über finanzielle Aktivitäten ihrer Kunden.

Aber nicht alles, was du mit deiner Kryptowährung machst, muss besteuert werden. Deshalb haben wir diesen kurzen und leicht verständlichen Leitfaden erstellt, in dem wir alles auflisten, was du über die Besteuerung von Kryptowährungen wissen musst. Von der Frage, was eine steuerpflichtige Transaktion ist und was nicht. Dabei werden wir einige allgemeine Situationen beschreiben, ohne auf spezifische Fälle einzugehen, wie zum Beispiel Krypto-Steuern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Steuerklassifikationen für Kryptowährungen

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, wie Kryptowährungen in einem steuerlichen Kontext eingestuft werden. Kryptowährungen werden derzeit als digitales Eigentum definiert, was bedeutet, dass sie nach den Gewinnen und Verlusten besteuert werden, die man damit erzielen. Für den Laien bedeutet dies, dass man Kapitalertragssteuern auf die Transaktion zahlen musst, wenn man Kryptowährungen verwendet, um im Allgemeinen etwas anderes zu kaufen oder gegen etwas anderes zu tauschen. Es könnten natürlich auch Fiat-Währungen wie Euro oder US-Dollar, wenn man seine Kryptowährung verkauft.

Das bedeutet also, dass du Steuern auf deine Gewinne zahlen musst. Aber die gute Nachricht ist, dass du die zu zahlenden Steuern von deiner Steuererklärung abziehen kannst, wenn du Verluste gemacht hast. Natürlich möchte niemand von uns beim Krypto-Handel Verluste machen, aber es ist eben ein riskantes Vermögenswert, und Verluste sind oft unvermeidlich. In diesem Fall könntest du wenigstens Geld bei den Steuern sparen.

Es gibt noch eine zweite Klassifizierung, die du beachten musst. Der Zeitraum, in dem du dein Vermögen gehalten hast, wirkt sich auch auf den Steuersatz aus, der auf dieses Vermögen angewendet wird. Zum Beispiel werden lang gehaltene Vermögenswerte als langfristige Kapitalgewinne besteuert und kürzer gehaltene Vermögenswerte als kurzfristige Gewinne. Kurzfristig gehaltene Vermögenswerte werden in der Regel als normales Haushaltseinkommen besteuert, für langfristige Kapitalgewinne gelten jedoch eigene Steuersätze.

Die Tätigkeit, die du ausübst, ist letztendlich ausschlaggebend dafür, welchen Steuersatz du zahlst.

Was muss ich bei der Steuererklärung angeben?

Wenn du Steuern auf Kryptowährungen zahlen willst, musst du dir zunächst darüber im Klaren sein, welche Aktivitäten du mit ihnen durchführst. Davon hängt letztlich ab, ob du steuerpflichtig bist und welche Art von Steuern du zahlen musst.

Hier haben wir eine Liste der beliebtesten Arten der Nutzung von Kryptowährungen erstellt und dann beschrieben, welche Art von Steuer für dich gilt. Das ist jedoch eine Verallgemeinerung, daher solltest du deine eigene Due Diligence durchführen, um sicherzustellen, dass du deine Kryptowährungsaktivitäten richtig klassifiziert hast.

Steuerpflichtig (Kapitalgewinne)

Krypto-Handel

Der Krypto-Handel ist wahrscheinlich die beliebteste Aktivität unter den Nutzern, wenn es um Krypto-Währungen geht. Das bedeutet, dass du beim Tausch oder Verkauf von digitalen Vermögenswerten in Kryptowährungen Kapitalertragssteuer zahlen musst.

Zum Beispiel, wenn du deine Bitcoins gegen Shiba Inu eintauschen willst, dann zahlst du eine Steuer auf alle Gewinne, die deine BTC in der Zeit seit dem Kauf gemacht haben.

Verkauf von Kryptowährung

Wenn du Kryptowährungen in deiner Wallet/auf deinem Konto hältst, wirst du sie wahrscheinlich irgendwann verkaufen wollen. Wenn du deine Kryptowährungen gegen Bargeld verkaufst oder sie sogar in eine andere Kryptowährung umtauschst, musst du auf diese Gewinne Kapitalertragssteuern zahlen.

Zum Beispiel, wenn ich mich jetzt entscheide, meine Bitcoins für USD zu verkaufen, um sie auf mein Bankkonto zu überweisen, dann muss ich Steuern auf die erzielten Gewinne zahlen.

Kauf von Waren und Dienstleistungen

Der Kauf von Waren und Dienstleistungen ist dem Verkauf und Handel mit Kryptowährungen sehr ähnlich - zumindest in den Augen der Steuerbehörden. Wenn du eine Ware oder eine Dienstleistung mit einer Kryptowährung kaufst, die seit ihrem Kauf Gewinne erzielt hat, unterliegen diese Gewinne der Kapitalertragssteuer.

Zum Beispiel, wenn ich Bitcoins besitze, die im letzten Jahr Gewinne gemacht haben, und ich diese BTC verwende, um einen Urlaub zu kaufen, muss ich diese Gewinne versteuern.

Handel und Kauf von NFTs

Nicht-fungible Token (NFTs) können als dasselbe wie Kryptowährungen betrachtet werden; sie sind digitales Eigentum und daher musst du jedes Mal, wenn du einen dieser Trades handelst oder verkaufst, Kapitalertragssteuern darauf zahlen.

Steuerpflichtig (gewöhnliches Einkommen)

Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen

Wenn du für die Bereitstellung von Waren oder Dienstleistungen in Kryptowährungen bezahlt wirst, musst du dies als normales Einkommen melden, um der Einkommensteuer zu unterliegen. Auf diese Weise kannst du Kryptowährungseinkünfte genauso betrachten wie jede andere Art von regulärem Einkommen.

Zum Beispiel, wenn du eine Veranstaltung für eine Privatperson organisierst und sie dich in Kryptowährung bezahlen möchte, würde dies der normalen Einkommenssteuer unterliegen.

Gehalt in der Krypto-Industrie

Ebenso muss jedes Gehalt, das du aus deinem Job oder Beruf in Kryptowährung verdienst, als allgemeines Einkommen gemeldet werden, damit es der normalen Einkommenssteuer unterworfen werden kann.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ich für eine Kryptobank arbeite und 30 % meines Gehalts in Krypto verdiene, dann ist das einkommensteuerpflichtig.

Krypto-Mining

Mining würde auch als eine Art von allgemeinem Einkommen eingestuft werden, so dass du alle Einkünfte deiner zuständigen Steuerbehörde melden musst.

Krypto-Staking

Alle Einnahmen, die du durch das Staken bestimmter Coins oder sogar NTFs erzielst, müssen ebenfalls gemeldet werden, da sie der allgemeinen Einkommensteuer unterliegen.

Krypto-Airdrops

Auch bei Cryptocurrency Airdrops ist Vorsicht geboten. Obwohl sie kostenlos sind, musst du sie für die allgemeine Einkommenssteuer melden.

Nicht steuerpflichtig

Kryptowährung kaufen

Der Kauf einer Kryptowährung, zum Beispiel um langfristig zu investieren, sind in keiner Form steuerpflichtig. Es kann also von Vorteil sein, den Verkauf deiner Vermögenswerte hinauszuzögern, aber denk daran: Sobald du sie verkaufst oder mit ihnen handelst, werden sie zu steuerpflichtigen Vermögenswerten.

Kryptowährung spenden

Wir raten dir, dich über die spezifischen Bestimmungen der von dir gewählten Wohltätigkeitsorganisation zu informieren, aber im Allgemeinen musst du keine Steuern zahlen, wenn du Kryptowährung an eine Wohltätigkeitsorganisation spendest; zumindest solltest du in der Lage sein, eine Art Ermäßigung zu beantragen.

Kryptowährung verschenken

In den USA gibt es ein Limit von 15.000 US-Dollar für nicht steuerpflichtige Geschenke an Freunde, Verwandte oder Partner. Alles, was diesen Betrag übersteigt, muss bei deiner zuständigen Steuerbehörde gemeldet werden.

Welche Krypto-Steuervorschriften gelten für mich?

Wenn du mit Kryptowährungen handelst oder es beabsichtigst, solltest du dich gründlich darüber informieren, welche spezifischen Steuervorschriften für dich gelten. Wir haben einige sehr allgemeine Regeln skizziert, die hauptsächlich für Länder wie die USA gelten. Falls Steuern auf Kryptowährungen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zahlen musst, können etwas andere Vorschriften gelten.

Vergewissere dich zunächst, ob Kryptowährungen in deinem Land als digitales oder nicht-digitales Vermögen eingestuft werden, und suche dann nach den entsprechenden Informationen für diese Arten von Vermögenswerten.

Fazit

Die Besteuerung von Gewinnen ist eines der wichtigsten Aspekte, die man beim Handel mit Kryptowährungen beachten sollte. In den letzten fünf Jahren gab es zahllose Geschichten von Menschen, die nicht wussten, dass sie Steuern auf ihre Gewinne zahlen mussten und sowohl finanziell als auch mit den Aufsichtsbehörden in Schwierigkeiten gerieten.

Alle mit Kryptowährungen erzielten Gewinne müssen versteuert werden, was vor allem den Verkauf und Handel betrifft. Auch der Kauf eines digitalen Vermögenswerts kann ggf. mit einer Steuerzahlung verbunden sein. (Das ist auch bei NFTs der Fall).

Denke also daran, dir bewusst zu machen, welche Gewinne du mit deinen Vermögenswerten erzielst und wie die Steuervorschriften in deinem Land lauten. In jedem Land gelten andere Regeln, deshalb ist es wichtig, dass du dich auf dem Laufenden hältst und über alle Informationen verfügst, die du haben solltest.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Mining?
Was ist Staking?
Was ist ein Airdrop?
Joshua Sherrard-Bewhay

Joshua Sherrard-Bewhay

Josh ist ein technischer Redakteur für Finanzen und Blockchain mit Erfahrung in Projektdesign, Beratung und Berichterstattung. Er ist erfahren in Whitepaper-Design, Blog-Erstellung und freiberuflichem Journalismus. Seine akademischen Qualifikationen liegen in Internationalen Beziehungen, Umweltgesetzgebung und Völkerrecht. In seiner Freizeit arbeitet er als Nachhaltigkeitsanalyst für ein FinTech-Startup Oxari und als privater Englischlehrer."