Es gibt eine Sache auf dieser Welt, die man BTC wohl nicht vorwerfen kann: und zwar, dass er langweilig ist. Denn nachdem BTC in der vergangenen Wochen binnen weniger Minuten um 500 US-Dollar gefallen ist, stieg die Nummer Eins der Kryptowährungen in weniger als 24 Stunden um mehr als 42 Prozent. Als einer der Hauptgründe wurde hierbei der chinesische Präsident Xi Jinping und dessen Aussagen zur Relevanz der Blockchain genannt.

Wir möchten einen genaueren Blick auf den Inhalt der Aussagen sowie das kommende chinesische Gesetz zu Kryptographie werfen. Denn genau genommen hat Xi Jinping kein Wort über BTC oder Kryptowährungen im Allgemeinen verloren. Etwas ketzerisch formuliert: Können viele Investoren also nicht zwischen Blockchain und Bitcoin unterscheiden?

BTC und Xi Jinping – China treibt Blockchain Entwicklung weiter voran

Nachdem chinesische Medienportale die Nachrichten verbreiteten, dass Xi Jinping sich im Rahmen einer Arbeitssitzung zum Thema „Entwicklung und Trend der Blockchain Technologie“ erneut positiv zur Anwendung von Blockchain geäußert hatte, kannte der BTC Kurs kein Halten mehr und schoss zwischenzeitlich um bis zu 42% in die Höhe. Dies war der viertgrößte Zuwachs in der nun mehr als 10 jährigen Historie Bitcoins und wohl einer der Gründe für den Rekordanstieg von Bitcoin.

Denn wenn sich der Präsident der zweitgrößten Volkswirtschaft weltweit wohlwollend zu Blockchain äußert, müsse dies schließlich auch gut für BTC sein – oder? Doch was genau hat Xi Jinping überhaupt gesagt?

Xi Jinping bekennt sich zur Blockchain Technologie

Zunächst sagte Xi relativ allgemein, dass China die Entwicklung der Blockchain Technologie weiterhin fördern und nach vorne treiben sollte. Seiner Meinung nach, wird die Fokussierung auf die Blockchain Technologie Chinas (weltweiten) Einfluss erhöhen und dessen Rolle als globaler Entscheidungsträger und politischer Gestalter weiter ausbauen. Des Weiteren sieht er Blockchain als essentielle Komponente für die Gestaltung von sogenannten Smart Cities; zu deutsch also intelligente Städte. In seiner Rede betonte der chinesische Staatspräsident insbesondere die Vorteile der Blockchain aus wirtschaftlicher Sicht: durch Blockchains können Daten vertrauensvoll geteilt, Geschäftsprozesse optimiert sowie Betriebskosten reduziert werden.


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Laut Xi könne China bereits eine gute Basis vorweisen, was das technische Know-How im Blockchain Bereich angehe. Nun sei es jedoch notwendig, die Entwicklung zu beschleunigen und insbesondere aktiv die Adoption voranzutreiben. Konkret heißt das für ihn Blockchain in ökonomischen und gesellschaftlichen Bereichen anzuwenden. So forderte Xi beispielsweise eine Symbiose von Blockchain mit weiteren aktuellen Themenfeldern wie künstlicher Intelligenz, Big Data und dem Internet der Dinge (engl. Internet of Things, IoT).

Bitcoin, China und Xi Jinping – Zusammenhang bleibt unersichtlich

Während Xi also über das Potential der Blockchain Technologie sprach und dieses insbesondere im wirtschaftlichen Sektor hervor hob, war zu keiner Zeit von Kryptowährungen die Rede. Im Gegenteil: in den vergangenen Jahren hat China eher eine Strategie gefahren, die sich als „Blockchain ja, Bitcoin nein“ interpretieren lässt. Während die Kommunistische Volkspartei sowie deren Vorsitzender Xi Jinping immer wieder das Potential der Blockchain betonten, ist die Ablehnung gegenüber Kryptowährungen seit 2017 besonders zu spüren – denn 2017 forcierte die chinesische Regierung die Schließung lokaler Crypto-Exchange und verbot außerdem die Durchführung von ICOs.

Wir können konstatieren: auch wenn Xi Jinping bereits im vergangenen Jahr Blockchain als „bahnbrechende Technologie“ bezeichnet hat, ist die Vorstellung, wie Blockchain konkret angewandt werden soll, weit entfernt von der Anwendung als Medium für ein dezentrale und nicht-konfiszierbare Währung. Auch die Einführung der eigenen Digitalwährung Chinas, hat wenig Gemeinsamkeiten mit Bitcoin selbst. Außerdem liegt es auf der Hand, dass die kommunistische Regierung Chinas wohl niemals eine Konkurrenz zur eigenen Währung etablieren würde (und will). So war es zwar schön zu sehen, dass der Bitcoin Kurs derart positiv auf die Äußerungen von Xi reagierte, dennoch sollte man zu keine großen Hoffnungen damit verbinden. Denn eigentlich lautet das Motto der chinesischen Regierung: Blockchain ja, Bitcoin nein.

War die BTC Kurs Reaktion auf die Aussagen Xi Jinpings zu voreilig? Wie interpretierst du dessen Aussagen und siehst du darin dennoch einen positiven Zusammenhang zu Bitcoin?

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[Bildquelle: Shutterstock]

 

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.