Wie in den letzten Wochen berichtet, arbeitet China seit 2014 an seiner eigenen digitalen Währung namens CBDC. Nach der Analyse von über 50 Patentanmeldungen, die von der People’s Bank of China (=PBoC) eingereicht wurden, ist jedoch klar, dass Chinas Kryptowährung keine wirklich dezentrale Kryptowährung wie Bitcoin, Ethereum oder Litecoin sein wird.

Der stellvertretende Direktor der Zahlungsabteilung der People’s Bank of China, Mu Changchun, kündigte nun an, dass die digitale Währung einer zweistufigen Aufteilung folgen soll. Dabei soll die People’s Bank an der Spitze und die Geschäftsbanken darunter stehen, um die enorme chinesische Wirtschaft und die riesige Bevölkerung des Landes besser bewältigen zu können. Doch trotz der Zweiteilung wird die Währung nicht wirklich dezentral sein.

Schwächt Chinas Kryptowährung Bitcoin und Co.?

Nach Changchuns Ankündigung intensivierten die Verantwortlichen ihre Arbeit an der neuen Währung, nachdem sich der Handelsstreit zwischen China und den USA in den letzten Wochen weiter zugespitzt hat. Das neue digitale Geld könnte dabei für China eine Möglichkeit sein die US-Sanktionen zu umgehen. Dabei ist China nicht das einzige Land, das bemüht ist, US-Sanktionen zu umgehen.

Es gibt jedoch einen Aspekt, den Changchun ansprach und dessen Tragweite niemand zu bemerken scheint. Laut ihm sei  „das zweistufige Emissionssystem hilfreich, um die Forderungen der Öffentlichkeit nach Krypto-Assets zurückzuhalten und die souveräne Währung des Landes zu stärken“.

Damit sagt er indirekt, dass wenn die chinesische Regierung Bitcoin und Co. schon nicht verbieten kann, sie durch ihre eigene „Kryptowährung“ wenigstens dafür sorgen will, dass andere Kryptowährungen so wenig wie möglich genutzt werden, um dadurch ihre Macht beizubehalten.

In diesem Zusammenhang ist es auch interessant, dass Changchun offen ließ, wie genau eine Distributed-Ledger-Technologie in der digitalen Währung integriert sein soll. Ferner ließ er offen, ob die Verwendung für die chinesischen Bürger freiwillig oder verpflichtend sein wird.

Deshalb stellt sich die berechtigte Frage, inwieweit das digitale Währungssystem der PBoC die Merkmale der Blockchain beinhalten wird. Obwohl einige eingereichte Patentdokumente zeigen, dass die Zentralbank zunächst die Idee erforscht hat, ein verteiltes Knoten-Netzwerk zu nutzen über das die Transaktionen laufen, fügte Changchun hinzu, dass die Strategie im Laufe der Jahre stark verändert wurde. Wie viel von der ursprünglichen Idee also übrig blieb, lässt er offen.


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Chinas Kryptowährung: Skalierbarkeit als großes Problem

Bei einem Land in der Größe Chinas, ist das erste und größte Problem in Sachen Blockchain die Skalierbarkeit.

Als Beispiel präsentierte Changchun einen Testlauf, mit dem er zeigen wollte, dass eine Blockchain per se nicht für die Massenadoption gedacht ist:

Unser Zahlungsnetzwerk bewältigte während des letztjährigen Singles‘ Day-Verkaufs in der Spitze 92.771 Transaktionen pro Sekunde. Im Vergleich dazu verarbeitet Bitcoin und Ethereum 7 bzw. 10 bis 20 Transaktionen pro Sekunde. [Facebook’s] Libra, basierend auf seinem kürzlich veröffentlichten Whitepaper, ermöglicht 1.000 Transaktionen pro Sekunde. Für ein so großes Land wie China ist es unmöglich, eine hohe Skalierbarkeit zu erreichen, wenn man sich ausschließlich auf Blockchain verlässt. Deshalb haben wir uns entschieden, technologisch neutral zu bleiben und uns nicht unbedingt auf einen festen technologischen Weg zu verlassen.

Changchun schloss mit der Schlussfolgerung, dass, obwohl Krypto-Assets als natürliches Merkmal die Dezentralisierung haben, Chinas Kryptowährung PBoC relativ zentralisiert sein wird.

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[Bildquelle: Shutterstock]

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