Wer sich mit Kryptowährungen und Blockchain befasst, der kommt an Ripple und XRP nicht vorbei. Da es hier oft zu vielen Missverständnissen kommt, wollen wir euch in diesem Artikel erklären, was Ripple überhaupt ist, welches Kerngeschäft das Unternehmen verfolgt und welche Rolle die Kryptowährung XRP dabei spielt.

Der Ursprung von Ripple und XRP

Die Geschichte von Ripple geht zurück in eine Zeit, in der es Bitcoin überhaupt noch nicht gegeben hat – wir sprechen nämlich vom Jahr 2005. In diesem Jahr hat nämlich der kanadische Entwickler Ryan Fugger RipplePay ins Leben gerufen. Im Wesentlichen handelt es sich um den Vorgänger des heutigen XRP Ledgers. In der Zwischenzeit, hat Jed McCaleb, Vorbesitzer der insolventen Bitcoin Börse MtGox und aktueller Co-Founder und CTO der Stellar Development Foundation, am eDonkey Netzwerk gearbeitet.

(Einige der „älteren“ Generation mögen sich vielleicht noch an die Software erinnern, die auf mehr oder weniger illegale Weise das damalige Spotify und Netflix zugleich war.)

Im Jahr 2011, also zwei Jahre nach der Geburtsstunde von Bitcoin, hat sich McCaleb beruflich umorientiert und seinen Fokus auf die Entwicklung eines digitalen Währungssystems in Zusammenarbeit mit Arthur Britto und David Schwartz (=heutiger CTO von Ripple) gelegt. Das war der Startschuss für den heutigen XRP-Ledger.

XRP als Alternative zu Bitcoin

Die primäre Idee lag in der Erstellung eines Netzwerks, welches Transaktionen durch die Teilnehmer im Netzwerk verifiziert und eine Alternative zum Proof-of-Work System von Bitcoin darstellt. 2012 kam dann Chris Larsen (=Executive Chairman von Ripple) zu McCaleb’s Team dazu und zusammen mit Jessie Powell (=Gründer und CEO von Kraken) haben sie sich mit ihrem neuen Konzept schlussendlich  an Ryan Fugger gewandt.

Nach einigen Verhandlungsrunden mit Fugger und den damaligen Mitgliedern des RipplePay Netzwerks, wurde die Kontrolle von RipplePay an McCaleb und Co. übergeben. Auf Basis von Fuggers Konzepten wurde einige Jahre später ein neues System mit dem Namen OpenCoin aufgebaut. Nach einem knappen Jahr, hat McCaleb das Unternehmen aufgrund von Meinungsverschiedenheiten wieder verlassen.

OpenCoin wurde zu Ripple

OpenCoin zielte darauf ab, den direkten Transfer von Zahlungen zwischen zwei Parteien in jeder Währung zu ermöglichen. Dies sollte die Transaktionsgebühren und Zeitverzögerungen innerhalb der traditionellen Systeme drastisch verbessern. Zu den frühen Investoren von OpenCoin gehörten Andressen Horowitz, Bitcoin Opportunity Fund (=jetzt Digital Currency Group), Roger Ver und Google Ventures. Nach der Gründung der Aktiengesellschaft wurde der Name OpenCoin 2013 in Ripple Labs geändert. Später dann letztendlich zu Ripple.

Ripple fokussiert sich auf den traditionellen Banken- und Finanzsektor. Dabei sollen durch die Softwarelösungen von Ripple die Transaktionsgebühren minimiert, die Transaktionsgeschwindigkeit erhöht und der gesamte Abwicklungsprozess von Zahlungen vereinfacht werden. Bei den Softwarelösungen von Ripple geht es um drei Hauptprodukte: xCurrent, xRapid und xVia. Dazu aber später mehr.

Verbindung zwischen Ripple und XRP

Am interessantesten ist wohl die Verbindung von Ripple und XRP. Viele wissen nicht, dass es sich um zwei verschiedene Dinge handelt. Ripple ist, wie bereits oben beschrieben, ein US-amerikanisches FinTech Unternehmen für Softwarelösungen und XRP ist eine unabhängige Kryptowährung mit einem angeschlossenen Ledger. Daher auch noch mal an dieser Stelle: Ripple hat keine Kontrolle über den XRP-Ledger. Dieser wird auch ohne Ripple weiter funktionieren.

Dennoch besteht ein Zusammenhang zwischen Ripple und XRP, den wir im Folgenden aufzeigen möchten.

Auf dem XRP-Ledger wurden alle XRP im Vorfeld erstellt (eng: premined). Die maximal verfügbare Anzahl an XRP wurde hierbei auf 100 Milliarden XRP gesetzt. Die drei Hauptentwickler des XRP-Ledgers, Jed McCaleb, Aurthur Britto und Chris Larsen, haben damals 80% aller XRP-Bestände an Ripple gespendet und die verbliebenen 20% unter sich aufgeteilt. Diese Tatsache führte schon oft zu negativen Schlagzeilen und erforderte auch einen zusätzlichen Vertrag zwischen Ripple und den XRP-Hauptentwicklern.


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Verträge zwischen Ripple und den drei XRP Entwicklern

Die Verträge sollen die drei Persönlichkeiten insbesondere daran hindern, zu große Mengen an XRP direkt auf den Markt werfen zu können und damit einen möglichen XRP Kurs-Crash zu verursachen. Aber auch die Reserven von Ripple selbst liegen in einer Treuhand und werden monatlich zu einem bestimmten Betrag freigesetzt.

Seit dem Bullrun in 2017, haben Ripple und XRP stark an Reichweite dazugewonnen und eine sehr große Fangemeinde um sich herum gebildet. Die Meisten der XRP-Investoren glauben daran, dass XRP der zukünftige Bankencoin wird und alle Banken irgendwann dazu genötigt sein werden, XRP in ihr Bankensystem zu integrieren, um dem Konkurrenzdruck standhalten zu können.

Ripple steht in Kontakt mit den bekanntesten Banken. Vor allem in Japan werden die Software-Lösungen von Ripple von den Banken seit einigen Jahren getestet. xCurrent erfreut sich dort bereits größerer Beliebtheit. Und auch xRapid findet im Zuge des xCurrent4.0 Upgrades und beim Finanzdienstleister MoneyGram ersten Anklang.

Ripple’s xCurrent, xVia und xRapid

Im Folgenden möchten wir nochmals einen Einblick in die grundlegende Funktionsweise der einzelnen Produkte geben.

xCurrent ermöglicht es Banken, ihre Transaktionen mit anderen Mitgliedern des RippleNet mit erhöhter Geschwindigkeit, sowie mehr Transparenz und Effizienz abzuwickeln. xCurrent basiert auf dem Interledger Protocol (ILP); einem offenen, neutralen Protokoll, das die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ledgern und Zahlungsnetzwerken ermöglicht. Die Lösung bietet einen kryptographisch sicheren, durchgängigen Zahlungsfluss mit Transaktions-Unveränderlichkeit und Informationsredundanz. xCurrent ist sozusagen die nächste Generation von SWIFT. Man könnte sagen, SWIFT GPI mit einem angeschlossenen Interledger. Bei xCurrent wird XRP nicht benötigt.

xVia ermöglicht Zahlungsinstituten und Unternehmen den Zugriff auf die Leistungsfähigkeit von RippleNet mit einer einzigen, standardisierten API, die eine reibungslose Kommunikation mit den jeweiligen Partnerbanken ermöglicht. Es handelt sich hierbei eher um ein Interface für xCurrent und xRapid.

xRapid ist für Zahlungsdienstleister und andere Finanzinstitute, die die Liquiditätskosten minimieren wollen. Da Zahlungen in Schwellenländer oft vorfinanzierte lokale Währungskonten auf der ganzen Welt erfordern (=Nostro-Konten), sind die Liquiditätskosten dementsprechend extrem hoch. xRapid senkt den Kapitalbedarf für Liquidität drastisch. Dabei wird XRP als Brückenwährung genutzt, um Geld von einem Ort zu einem anderen sekundenschnell zu verschicken. Seit dem xCurrent Update 4.0, kann darüber auch direkt xRapid abgerufen werden.

XRP Transaktionsgebühren werden teilweise für immer zerstört

Bei jeder Transaktion wird ein bestimmter Teil der Gebühren, welche direkt in XRP gezahlt werden, für immer zerstört (engl. burned). Das bedeutet, dass nach 100.000 Transaktionen insgesamt 1 XRP für immer vernichtet wird. Bei einem weitläufigen Einsatz von xRapid, könnte sich der Burning-Prozess irgendwann bemerkbar machen. Damit wird auf Dauer die Anzahl aller XRP verringert.

Jetzt solltest du die Grundlagen zu Ripple und XRP beherrschen und verstehen wo Mehrwerte und mögliche Missverständnisse liegen.

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[Bildquelle: Shutterstock]

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