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Laut Daten von Google Trends ist das Interesse am Metaverse in den letzten Monaten um 83 % gesunken

Laut Daten von Google Trends ist das Interesse am Metaverse in den letzten Monaten um 83 % gesunken

Zuletzt aktualisiert am 28th Jun 2022
Hinweis
  • Die Anzahl der Suchanfragen "Metaverse" erreichte ihren Höhepunkt nach der Umbenennung von Facebook in Meta, ist seitdem aber um 83 % gesunken.
  • Im Vergleich zum Vorjahr ist das Suchvolumen für den Begriff "Cryptocurrency" um 85 % gesunken.
  • Auch das Interesse an NFTs ist drastisch gefallen - die NFT-Blase scheint geplatzt zu sein.

Eine von CryptoMonday.de durchgeführte Analyse der Google-Trends-Daten für verschiedene Suchbegriffe ergab, dass das Interesse am Metaverse seit dem Herbst letzten Jahres um 83 % gesunken ist - und dieser Abwärtstrend zeigt keine Anzeichen einer Erholung.

Der Begriff Metaverse schaffte es im Jahr 2021 nach dem Boom von Kryptowährungen und nicht-fungiblen Token (NFTs) in den Mainstream. Als die Preise von Bitcoin und anderen digitalen Währungen auf ein Allzeithoch stiegen und NFTs für Millionen von Euro verkauft wurden, verlagerte sich die Aufmerksamkeit bald auch auf das Metaverse als neuesten Technologietrend. Die Suchanfragen im Zusammenhang mit Metaverse erreichten im Oktober letzten Jahres ihren Höhepunkt. Der direkte Auslöser war zwar die Umbenennung von Facebook in Meta, aber der allgemeine Boom auf dem Kryptomarkt hat dazu erheblich beigetragen.

CryptoMonday.de wirft einen genaueren Blick auf die Daten, um zu sehen, wie sich das "Interesse" an Kryptowährungen, Metaverse und NFTs in letzter Zeit geändert hat.

Interesse an Krypto um 85 % seit dem Höchststand im Mai 2021 gefallen

Laut den Daten von Google Trends ist die Anzahl der Suchanfragen "Cryptocurrency" im Vergleich zum Vorjahr um 85 % gesunken.

Der Kryptomarkt erlebte im Mai 2021 einen Sturzflug, nachdem China das Mining von Bitcoin und anderen Kryptowährungen im Land verboten hatte.

Es war ein schwerer Schlag für die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung, da ein erheblicher Anteil der für das Aufrechterhalten der Bitcoin-Blockchain erforderlichen Rechenleistung (Hashrate) zu dieser Zeit in China gehostet wurde. Das führte zu ernsthaften Bedenken über die Zukunft der Branche.

Da es keine andere Möglichkeit gab, begannen die in China ansässigen Schürfer, ihre Mining-Anlagen in andere Länder wie Russland und Kasachstan zu verlagern. Die USA eroberte den Spitzenplatz als Land mit dem größten Anteil an der Hash-Rate zurück.

Die Kryptopreise erholten sich in den folgenden Monaten und erreichten später im Jahr neue Allzeithochs. Wenn man aber das Suchvolumen anschaut, stellt man fest, dass das Interesse sich nie vollständig erholt hat und sich seither in einem Abwärtstrend befindet.

Die globalen Märkte haben nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine und anderen Problemen im Zusammenhang mit der steigenden Inflation und Zinserhöhungen einen schweren Schlag erlitten. Die Marktkapitalisierung aller digitalen Währungen ist um etwa zwei Drittel gefallen, was den Anlegern hohe Verluste eingebracht hat. Der Kryptomarkt wird höchstwahrscheinlich schwach und volatil bleiben, bis es positive Entwicklungen im Krieg und bei der Inflationsbekämpfung gibt.

Suchvolumen für "Metaverse" sinkt um 83 % seit dem Höchststand im Oktober 2021

Das Wort Metaverse ist in den Mainstream vorgedrungen, nachdem das größte soziale Netzwerk der Welt Facebook Ende Oktober letzten Jahres in Meta umbenannt wurde.

Der Schritt signalisierte das Interesse des Unternehmens an virtuellen Welten und VR-Technologien. Vor allem der CEO Mark Zuckerberg zeigte sein Engagement für die im Entstehen begriffene Technologie.

Das Suchinteresse am "Metaverse" erreichte direkt nach der Ankündigung seinen Höhepunkt und ist seither aufgrund der weit verbreiteten Ausverkäufe an den globalen Märkten rückläufig. Angesichts der Überschneidungen zwischen den beiden Technologien ist das Interesse am Metaverse zusammen mit den Suchanfragen für Kryptowährungen zurückgegangen.

Die Krise der Lebenshaltungskosten in den USA und Europa hat die Aufmerksamkeit von spekulativen Investitionen auf grundlegende Bedürfnisse gelenkt. Sobald diese Probleme gelöst sind, könnten die Märkte zu ihrer früheren Überschwänglichkeit zurückkehren.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels zeigen die Daten von Google Trends, das Interesse am "Metaverse" um 83 % gesunken ist, nur 2 % weniger als es bei Kryptowährungen der Fall ist.

Die NFT-Blase ist geplatzt - Zahl der Suchanfragen fällt um 82 % in sechs Monaten

Non-Fungible Token oder NFTs haben die Welt im letzten Jahr im Sturm erobert, als beliebte NFT-Sammlungen Hunderte von Millionen an Einnahmen generierten.

Ein NFT mit dem Titel "Everydays: the First 5000 Days" des Digitalkünstlers Beeple erregte die Aufmerksamkeit der Mainstream-Medien aufgrund ihres 8-stelligen Preises. Das digitale Kunstwerk wurde für 69,3 Millionen US-Dollar verkauft und ist damit das bis heute teuerste NFT.

Die Google-Suchanfragen nach "NFT" erreichten im Januar 2022 ihren Höhepunkt, aber in nur fünf Monaten sind sie um 82 % zurückgegangen. Vor kurzem haben diesen Trend ausführlich analysiert.

Dieser Trend steht auch im Einklang mit einem größeren makroökonomischen Rückgang bei Aktien und Kryptowährungen. In Zeiten der hohen Inflation und Straffung der Geldpolitik durch Zentralbanken denken Anleger zweimal darüber nach, ob sie ihr Geld wirklich in riskante Vermögenswerte wie digitale Token investieren sollten.

Das Interesse an "NFT" ist gesunken, bleibt aber höher als bei "Cryptocurrency" und "Metaverse"

Das Interesse an "NFT" scheint um einen geringeren Prozentsatz zurückgegangen zu sein als es bei den beiden anderen untersuchten Begriffen der Fall ist, wenn auch nur um einen kleinen Betrag.

Wir haben die zeitliche Entwicklung der Suchbegriffe direkt miteinander verglichen, um zu sehen, ob es eine Korrelation gibt. Mit anderen Worten wollten wir herausfinden, wie sie sich im Verhältnis zueinander entwickelt haben. Dabei haben wir Folgendes festgestellt:

  1. Direkt nachdem Facebook in Meta umbenannt wurde, erreichten die Suchanfragen für "Metaverse" ihren Höhepunkt. Das scheint auch ein höheres Interesse an Kryptowährungen ausgelöst zu haben, denn das Suchvolumen für diesen Begriff stieg im Oktober letzten Jahres ebenfalls sprunghaft an.

  2. Im Dezember gab es eine kurze Phase, in der das Interesse am Metaverse das an Kryptowährungen übertraf, doch seitdem ist "Cryptocurrency" der häufiger gesuchte Begriff.

  3. Das größte Interesse haben die Menschen immer noch an NFT, gefolgt von Kryptowährungen und dem Metaverse. Allerdings ist das Interesse an jedem dieser Begriffe um 82 %, 92 % bzw. 97 % seit den Höchstständen zurückgegangen.

Khashayar Abbasi

Khashayar Abbasi

Kash entdeckte Bitcoin im Jahr 2014 und hat seitdem unzählige Stunden damit verbracht, die verschiedenen Anwendungsfälle von Kryptowährungen zu erforschen. Er hat einen Bachelor-Abschluss in International Relations und ist seit fast einem halben Jahrzehnt als Autor in der Finanzbranche tätig. In seiner Freizeit fotografiert Kash gerne, fährt Rad und läuft Schlittschuh.