Nach einem kurzen XRP Kurs Anstieg auf etwa 0,344$ Mitte Februar diesen Jahres ist Ripples native Kryptowährung inzwischen wieder in den Keller gerutscht. Der nach Marktkapitalisierung viertgrößte digitale Vermögenswert konnte im Jahr 2020 nur um etwa 5% zulegen und wird aktuell bei rund 0,20$ gehandelt.

Damit war es dem XRP Kurs zum Leidwesen der Investoren in keiner Weise möglich, an der Altoin-Party der letzten Wochen teilzunehmen. Sein bescheidener Anstieg verblasst sogar im Vergleich zu anderen führenden Kryptowährungen. Bitcoin konnte Gewinne von etwa 32% verzeichnen, während Ethereum sogar bereits 101% zugelegt hat.

Da sich der XRP Kurs dem positiven Momentum vieler Altcoins nicht anschließen konnte, beginnen wieder zunehmend die Sorgen, ob Ripple und allem voran XRP wirklich die glorreiche Zukunft bevorsteht, wie das weitverbreitete Narrativ vom „Banken-Coin“ verspricht. Oder handelt es sich hierbei doch nicht um mehr als nur eine nette Gute Nacht Geschichte?

Ist Ripple mit XRP orientierungslos?

Das Zahlungsunternehmen in San Francisco besitzt mehr als die Hälfte des gesamten Angebots von XRP und drängt an mehreren Fronten auf die Einführung der Kryptowährung.

Erst gestern haben wir darüber berichtet, dass ersteres auch einen oft angesprochener Kritikpunkt darstellt. Zuletzt wurde die Frage aufgeworfen, warum Ripple nicht einfach alle XRP, die ursprünglich eh verschenkt werden sollten, verbrennen. Genau so hat es nämlich die Stellar Foundation mit ihrem riesigen Vorrat an XLM getan mit positiver Wirkung auf den Kurs.

Nun schlug kürzlich eine Frage eines besorgten Reddit-Users hinsichtlich der Vision von Ripple hohe Wellen. Er stellte die Frage auf, ob Ripple überhaupt eine klare Zielsetzung für XRP vor Augen hat, oder eher ziellos herumirrt, um ihrem Produkt einen Zweck zu geben.

XRP, Ripple
Quelle: Reddit

Einige User machten die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) dafür verantwortlich, dass Ripple mit XRP – wie der Thread-Ersteller schreibt – „ziellos erscheint“ da sie keine klareren Vorschriften erlassen hat, ob es sich bei XRP um ein Wertpapier handelt oder nicht. Sie geben zu bedenken, dass Ripple durch die andauernden Klagen in ihrem Ausbau des Ökosystems rundum XRP regelrecht gelähmt sei.


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Andere wiederum  sind skeptisch, dass tatsächlich regulatorische Faktoren dem Erfolg von XRP im Weg stehen. Sie argumentieren, dass Ripples von XRP angetriebenes Produkt für grenzüberschreitende Zahlungen, die On-Demand-Liquidität (ODL), in Regionen, in denen es regulatorische Klarheit gibt, noch immer nicht in Gang gekommen ist.

Banken und Finanzinstitutionen in Ländern, in denen es regulatorische Klarheit gibt, haben es immer noch nicht eilig, bei ODL an Bord zu kommen. Es wird immer deutlicher, dass niemand wirklich an ODL interessiert ist. Es ist an der Zeit, diese Scheiße auf einen anderen Weg zu bringen, um zu sehen, ob sie Bestand hat.

Deutliche Worte offensichtlich zunehmend frustrierter XRP Investoren.

Die Zukunft wird zeigen, ob die Partnerschaft von Ripple mit dem Finanztitan SBI Holdings ein Zeichen dafür ist, was noch kommen mag. Doch während die Zukunft ungewiss ist, ist bereits heute klar, dass sich bei XRP und Ripple einiges tun muss. Denn aktuell kennt der XRP Kurs scheinbar nur eine Richtung und die zeigt gen Süden.