David Schwartz, Chief Technology Officer von Ripple, sprach kürzlich über das Management der massiven XRP-Bestände des Unternehmens, welche oft Gegenstand massiver Kritik sind.

Mitten in einer Debatte auf Twitter sagt Schwartz, dass das Payment-Startup versucht habe, seinen Fundus von 55 Milliarden XRP zu verschenken. Es wurde allerdings als zu schwierig empfunden, dies zu tun, nachdem die Kryptowährung auf dem offenen Markt verfügbar und handelbar war.

 

Vergleicht man die Verwaltung von XRP durch das Start-up aus San Francisco mit der Handhabung des digitalen Assets Stellar Lumens (XLM) durch die Stellar Development Foundation (SDF) bleiben allerdings einige Fragen offen.


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Stellar macht Ripple vor, wie es richtig geht

Der Mitbegründer von Ripple, Jed McCaleb, startete Stellar 2014. Beide Vermögenswerte sollen die Geschwindigkeit und die Kosten grenzüberschreitender Zahlungen erhöhen und senken. Im vergangenen Jahr verbrannte die SDF 55 Milliarden XLM-Token in ihrem Besitz.

Die Stiftung erklärte, dass sie über mehr als genug Mittel verfüge, um XLM weiter zu entwickeln und dass sie die Milliarden von XLM nicht mehr benötige, um ihre Mission fortzusetzen.

Tiffany Hades macht in ihrem Tweet darauf aufmerksam, dass der Umgang der Foundation mit XLM in einem krassem Gegensatz zu der Art und Weise steht, wie Ripple mit ihren XRP-Beständen umgeht.

Ripple legte hingegen seine 55 Milliarden XRP Ende 2017 auf ein Treuhandkonto und verkaufte jeden Monat Teile seiner Bestände. Allerdings hat das Unternehmen aufgrund wachsender Kritik seine Verkäufe von XRP in den letzten Quartalen dramatisch verlangsamt, während sich der Gesamtbetrag der hinterlegten XRP um insgesamt etwa 6 Milliarden verringert hat.

Schwartz sagt, dass Ripple unabhängig von der Höhe des XRP-Bestands keine Kontrolle über das XRP-Ledger habe. Er merkte an, dass es die Transaktionen wie gewohnt weiter bearbeiten werden würden, wenn Ripple das Geschäft aufgeben würde. Über ein solches Szenario sprach der CTO in Beantwortung einer Frage auf der Q&A-Plattform Quora.

Ripple besitzt zwar einen Teil von XRP, aber es gibt uns keine Kontrolle über das Netzwerk. Unsere Transaktionen müssen von den Validatoren genehmigt werden, genau wie die aller anderen.

An der Frage, ob XRP als native Kryptowährung von Ripple ein gutes Investment ist oder nicht haben sich schon viele Geister geschieden. Erst vor kurzem äußerte der bekannte Anthony Pompliano seine Meinung, dass der Erfolg von Ripple nur wenig mit dem XRP Kurs zusammenhängt. Wenn es nach dem CTO des Finanzunternehmens geht, ist XRP sogar so ein gutes Investment, dass er das Asset auch kaufen würde, wenn er nicht bei Ripple arbeiten würde.

Warum Ripple allerdings nach wie vor an dem Verkauf de XRP festhält und nicht dem Beispiel von Stellar folgt und ihren Bestand einfach vollständig verbrennt, bleibt offen.

Wie denkst du über den Umgang mit den XRP-Beständen im Besitz von Ripple? Sollten sie dem Beispiel von Stellar folgen und alle XRP verbrennen?

[Bildquelle: Shutterstock]