IOTA hat nun fast einen Monat ohne Koordinator hinter sich. Dadurch konnten in dieser Zeit keine IOTA Transaktionen durchgeführt werden, sondern nur non-value Transaktionen. Die Investoren waren sozusagen gezwungen ihre IOTA zu halten. Daher entstand auch die Theorie, dass viele Investoren ihre IOTA auf dem Markt verkaufen, sobald der Koordinator wieder läuft und die Coins transferiert werden können. Das geplante Comeback des Koordinators ist für heute geplant gewesen; der genaue Zeitpunkt blieb jedoch noch offen. Vor kurzem wurde auf Discord seitens der IOTA Foundation kommuniziert, dass der Koordinator um 17 Uhr wieder live geht – die Uhr tickt also.

Wie wird sich der Start auf den IOTA Kurs auswirken? Wird der Preis sich halten können oder gibt es einen Dump? Wir schauen uns die verschiedenen Szenarien kurz an.

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IOTA und das Problem der Zentralität?

IOTA steht schon länger still. Zwar können non-value Transaktionen durchgeführt werden, aber das wohl wichtigste Asset im eigenen Netzwerk kann nicht transferiert werden. Dieser Umstand führte zu einer starken Kritik an der IOTA Foundation (IF), die aufgrund einer Unsicherheit in Form eines Hacks der Trinity Wallet den Koordinator abgeschaltet hat, um die Funds der Nutzer zu schützen. Der Grund ist damit eigentlich nobel, denn er dient dem Schutz der Community. Viele Leute aus der IOTA Community sehen das Abschalten des Koordinators insofern auch weniger kritisch und sind froh, dass IF solche Maßnahmen ergreifen konnte und ergriffen hat. David Sonstebo, einer der Gründer der IOTA Foundation, will zudem die Opfer des Hacks aus seiner eigenen Tasche entschädigen. Ein Happy End?

Man muss zugeben, dass sich die IF auf ganzer Linie von ihrer professionellen Seite gezeigt hat. Die Transparenz im gesamten Prozess war stets gegeben und die Community wurde über alle Updates sofort informiert. Dennoch bleibt der bittere Beigeschmack des „Single Point of Failure“. IOTA ist im aktuellen Stadium durch den Koordinator zentralisiert. Dadurch entstehen mögliche Gefahren, die wir auch bereits vor dem Hack zu spüren bekommen haben.


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IOTA Community ist sich der Problematik bewusst

Dieses ‚Problem‘ der Zentralisierung sollte mittlerweile aber keinen IOTA Investoren mehr vom Hocker reißen. Schließlich weiß die Mehrheit, dass das Projekt noch in den Kinderschuhen steckt und die großen Updates noch bevorstehen. IOTA verfolgt schon länger mit dem eigens dafür erfundenen Begriff des Coordicide das Ziel, den Koordinator langfristig zu entfernen. Dies wäre auch das Ende der Zentralität. Die Investoren glauben weiterhin fest an die IF und das übergeordnete Ziel, einen Standard im IoT-Bereich zu etablieren. Demzufolge sollte es zu keinen starken Kursbewegungen auf den Börsen nach dem Einschalten des Koordinators kommen.

Andererseits ist der gesamte Markt in den letzten Tagen stark abgestürzt. Somit haben vielleicht einige Investoren nicht die Möglichkeit gehabt ihre IOTA auf dem Markt vor den fallenden Kursen zu verkaufen. Was dagegen spricht, ist, dass wir mittlerweile aus etlichen Reports wissen, dass sehr viele Menschen ihre Coins auf den zentralisierten Wallets der Börsen halten. Somit konnten diese Leute auch beim ausgeschalteten Koordinator weiter mit IOTA handeln. Somit hatten diese Investoren die Möglichkeit ihre IOTA zu verkaufen. Dies funktioniert logischerweise nur dann, wenn der eigentliche Handel auf der Börse nicht auf der Blockchain stattfindet. Eine Auszahlung der IOTA von der Börse hingegen war dementsprechend auch nicht möglich.

Die Investoren, die ihre IOTA auf der Trinity Wallet gehalten haben, stehen in der Regel stark hinter dem Projekt und lassen sich durch so eine Situation nicht aus der Ruhe bringen.

Wahrscheinlich keine Auswirkungen auf den Kurs – Tendenz aber in Richtung Abverkauf

Der IOTA Kurs ist seit dem 12. Februar um mehr als 40% in USD gefallen. Vielleicht wurde also der Ausfall des Koordinators im Laufe der letzten Wochen bereits eingepreist. Wahrscheinlicher ist hierbei jedoch wohl eher der Bitcoin Kurs Absturz der letzten Wochen, der fast alle Altcoins zu Boden gerissen hat.

Eine ganz andere Theorie ist, dass der IOTA Kurs nach dem Einschalten des Koordinators wieder steigt. Das ist ein etwas irrationales Szenario aber es ist dennoch möglich. Es könnte als bullishe News gewertet werden, dass IOTA den Bug in der Trinity Wallet behoben hat und Transaktionen wieder möglich sind. Mir persönlich erscheint dieses Szenario ziemlich unrealistisch aber ihr wisst ja, im Crypto Space ist alles möglich.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Einschalten des Koordinator wohl keinen großen Einfluss auf den IOTA Kurs haben wird. Wenn doch, dann ist die Tendenz höher, dass der Preis fällt, als dass er steigt.

Wir freuen uns, dass der Koordinator kurz vor dem Start steht und Nutzer wieder an ihre IOTA kommen. Die Uhrzeit wurde zwar auf 17 Uhr festgelegt, aber es kann sich noch um weitere Stunden verschieben, da die Nodes ein paar Stunden zum Synchronisieren brauchen. Wir werden die Kursbewegung und die Entwicklung bei IOTA weiterhin verfolgen und euch auf dem Laufenden halten. Stay tuned.

Wie wird sich deiner Meinung nach der Kurs nach dem Einschalten des IOTA Koordinators verhalten?

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[Bildquelle: Shutterstock]

Dieser Artikel stellt keine Investment-Beratung dar.