Eines ökonomisches Gesetzt lautet: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Und wenn man sich die letzten Monate anschaut, sieht man, dass die Nachfrage nach Bitcoin deutlich spürbar war (und ist).

Selbst mit der aktuellen Bitcoin Kurs Korrektur von rund 20% ist der Bitcoin Preis in diesem Jahr immer noch um über 160% gestiegen. Dieses Wachstum wird zukünftig wohl weiter beschleunigt werden, wenn die Zentralbanken nicht aufhören, ihre eigenen Währungen im Rahmen des Handelskonflikts abzuwerten.

Die zunehmende und permanente Abwertung von Nationalwährungen führt zu einer erhöhten Inflation. Für die Einwohner eines Landes bedeutet dies einen Verlust der Kaufkraft. Als Reaktion darauf wenden sich immer mehr Menschen Bitcoin zu, erhöhen dessen Nachfrage und treiben somit den Bitcoin Preis nach oben. Werfen wir einen Blick auf die aktuellen Ereignisse in China und Japan.

Bitcoin Preis durch Zentral- und Großbanken (positiv) beeinflusst

Die Nachfrage und Begeisterung für Bitcoin ist in Asien am größten – man denke hierbei an Länder wie Südkorea, Japan, Taiwan, Singapur und China. Und so ist der Handel an den Märkten besonders dann aktiv, wenn die „asiatische Zeitzone“ gerade nicht schläft. Oft wird die Stimmung des gesamten Tages sogar von deren Aktionen mitbestimmt. Nehmen wir nun als Beispiel die Volksrepublik China.

China ist einer der führenden Akteure in der „BTC-Handelsarena“ – und das, trotz der anhaltenden Bemühungen Pekings, Bitcoin (Mining) zu zerschlagen, um den Finanzfluss der eigenen Bevölkerung bestmöglich zu kontrollieren. Das dieses Vorhaben jedoch weniger gut gelingt, sagte jetzt ein Experte der chinesischen Bitcoin Association.

China und People’s Bank of China stimulieren Bitcoin Nachfrage

Denn nach seinen Aussagen, ist das Volumen der Bitcoin Käufe in China alleine im vergangenen Quartal um 50% gestiegen. (Da es dazu keine offiziellen Statistiken gibt, ist dies jedoch schwer zu verifizieren). Hier wird jedoch bereits deutlich, dass der Bitcoin Preis von solch einer Nachfrage-Explosion profitieren wird. Auch Äußerungen chinesischer Medien, die Bitcoin als „Safe Haven“ bezeichneten, tragen ihren Teil hierzu bei.

Laut dem Experten soll der Auslöser des Nachfrage-Booms an dem Tag eingeläutet worden sein, an dem die chinesische Zentralbank (People’s Bank of China, kurz PBoC) bestätigte, dass sie eine eigene Digitalwährung einführen wird.

Ein weiterer (enorm) wichtiger Faktor ist die Abwertung des chinesischen Yuan. In dem Artikel Bitcoin Run in China? Handelskrieg mit USA treibt Chinesen in BTC & Co habe ich dazu ausführlich Stellung bezogen und insbesondere den Wechselkurs USD/CNY analysiert. Du erfährst dort außerdem, welche Auswirkungen eine weitere Abwertung des chinesischen Yuan für die Wirtschaftslage in China haben wird.


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Kapitalabflüsse sind eine Bedrohung für chinesische Wirtschaft

Die Regierung ist eindeutig besorgt über Kapitalabflüsse und hat daher bereits Maßnahmen ergriffen, um diese einzudämmen. So gibt es beispielsweise klare Deckelungen was die Entnahme und den Transport von Geld in Orte außerhalb Chinas betrifft. Die PBoC betrachtet Kryptowährungen eindeutig als Bedrohung für ihre „eigene Herrschaft über die Finanzen“.

Diesbezüglich sagte ein Chefökonom, der ungenannt bleiben möchte, aber für eine große internationale Bank arbeiten soll, folgendes:

Nur eine Zentralbank hat das Recht Geld zu drucken. Sie [die chinesische Regierung + Zentralbank] verteidigt nur das eigene Monopol.

Insofern kommt es der chinesischen Regierung wohl auch nicht gelegen, dass die in Hongkong ansässige Firma Tether nun einen Stablecoin emittieren möchte, der mit dem chinesischen Yuan gedeckt ist. Not amused wird China auch über die allgemeine Situation in Hongkong sein. Denn dort protestieren zehntausende von Menschen unter anderem für mehr Unabhängigkeit von China.

Positive Regulierung am Beispiel Japans

Das die Dinge auch anders laufen können, zeigt uns Japan. Denn das bei Weitem nicht so autokratisch regierte Land hat eine völlig andere Sichtweise auf digitale Assets. Nehmen wir als Beispiel die Aussage eines ranghohen Beamten der Bank of Japan – dieser kommentiert die aktuellen Geschehnisse in China und insbesondere die Reaktion der PBoC:

Weil sie Angst vor Kapitalabflüssen haben, sieht China jede Art von finanziellem Asset als Gegner. Wir jedoch haben keine Angst vor Kapitalabflüssen, denn wir lieben die Technologie hinter Kryptowährungen und sind in regem Austausch mit der Tech-Community. Wir promoten Bitcoin, tun dies aber nur in einem regulierten Umfeld.

Und so gab es bereits in der Vergangenheit einige Nachrichten, die zeigen, dass das Interesse an Kryptowährungen und Bitcoin in Japan hoch ist. Auch die japanischen Regulierungsbehörden tragen hierzu ihren Teil bei, indem sie als Beispiel attraktive Besteuerungsmodelle für Kryptowährungen etablieren.

Bitcoin Preis und Zentralbanken – ein Fazit

Die Zentralbanken tragen eindeutig zum Bitcoin Preis und der Nachfrage bei, indem sie ihre eigenen Währungen abwerten, um ihre Wirtschaft zu stimulieren. Eskalierende Handelskriege verschärfen diese Probleme nur noch, da damit verbundene protektionistische Maßnahmen das (Gesamt-)Wachstum überall hemmen.

US-Präsident Donald Trump hat öffentlich gedroht, den Dollar abzuwerten, als Reaktion auf die Bemühungen der Chinesen, seine Handelszölle zu untergraben. Auch wir haben mehrfach darüber berichtet, dass immer mehr Chinesen unter den aktuellen Umständen Bitcoin akkumulieren.

Sowohl die Europäische Zentralbank als auch die US-Notenbank haben deflationäre Maßnahmen ergriffen – eine Abkehr von dieser Geldpolitik ist in absehbarer Zeit sehr unwahrscheinlich. Anders formuliert: wir befinden uns in einer wirtschaftlichen Schieflage, denn weder die weitere Senkung noch eine ordentliche Erhöhung des aktuellen Zinsniveaus hätte positive Folgen für die Wirtschaft. Was für die Weltwirtschaft also ein echtes Dilemma ist, ist umso besser für Bitcoin. Denn Nachrichten wie diese sorgen durch eine erhöhte Nachfrage für einen steigenden Bitcoin Preis – den Zentralbanken sei Dank!

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QUELLEasia.nikkei.com
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.