Während alle auf eine Bewegung vom Bitcoin Kurs warten, nimmt eine andere „Kryptowährung“ an Relevanz zu. Durch die wirtschaftlichen Turbulenzen im Jahr 2020, die nicht nur Bitcoin, sondern auch alle anderen Assets stark getroffen haben, ist die Nachfrage nach Stablecoins um ein Vielfaches gestiegen.

Wir schauen uns in diesem Artikel an, wie stark die Nachfrage nach Stablecoins tatsächlich gestiegen ist und ob Bitcoin davon profitieren kann. 

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Stablecoins sind Dry Powder für Bitcoin und Co.

Wenn wir die aktuellen Daten der verschiedenen Stablecoins hinzuziehen, dann können wir ein enormes Wachstum erkennen. In den letzten sechs Monaten hat sich die Marktkapitalisierung der verschiedenen Stablecoins verdoppelt. Im Durchschnitt sind monatlich etwa 1 Milliarde USD an verschiedenen Stablecoins dazugekommen.

Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung liegt in den weltweiten wirtschaftlichen Problemen. Viele Menschen flüchten in den US-Dollar, weil sie hier immer noch den „sicheren Hafen“ sehen. Dabei sind es oft Menschen, für die der Zugang zum US-Dollar stark eingeschränkt oder sogar verboten wird. Hier sind vor allem Länder wie Argentinien und Venezuela zu nennen. Daher bleibt als Alternative nur noch ein Stablecoin, der mit USD gedeckt ist. „Cash“ ist anscheinend immer noch King.

Dieser Trend könnte letztendlich sehr positiv für Bitcoin sein. Denn die verschiedenen Stablecoins gelten als „Dry Powder“ – so nennt man im traditionellen Finanzmarkt Geld, dass bei professionellen Anlegern eingesammelt, aber noch nicht investiert wurde. Das könnte durchaus der Katalysator für den nächsten Bitcoin Bullrun sein. Vor allem, wenn der US-Dollar endlich die starke Inflation zu spüren bekommt, die durch die Federal Reserve (Zentralbank der USA) in den letzten Monaten bis auf die Spitze getrieben wurde.


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Transaktionsvolumen von Stablecoins übersteigt BTC und ETH

Die sinkende Volatilität von Bitcoin hat auch zu einer Stagnation des Transaktionsvolumens von BTC On-Chain geführt. Dennoch wird im Vergleich zum Jahr 2019 nicht viel weniger On-Chain transferiert. Das Transaktionsvolumen schwank zwar stark aber bleibt mehr oder weniger im Durchschnitt gleich.

Im Juni 2020 war es dann soweit. Das Transaktionsvolumen mit Stablecoins hat zum ersten mal das Transaktionsvolumen von Bitcoin überstiegen. Das ist ein historisches Ereignis und zeigt einen gewissen Trend.

Der Krypto-Daten-Aggregator Unfolded hat auf Twitter einen Chart veröffentlicht, der die Transaktionsvolumina von Bitcoin, Ethereum und Stablecoins über die Zeit darstellt. Im Tweet heißt es: „Im Juni 2020 überstieg der mit Stablecoins transferierte Wert zum ersten Mal den mit BTC transferierten Wert“.

Gebundenes Kapital verzeichnet starken Anstieg in den letzten 6 Monaten

Unfolded hat auch einen Chart bereitgestellt, der das aktuelle Angebot an Stablecoins aufzeigt. Die umlaufende Menge an Stablecoins beläuft sich aktuell auf 12 Milliarden USD. Das ist ein zweifacher Anstieg gegenüber dem Jahresanfang.

Nachdem es 5 Jahre gedauert hatte, bis das gebundene Kapital in Stablecoins 6 Milliarden erreichte, dauerte es nach dem Krypto-Crash vom 12. März nur noch 4 Monate, bis es von 6 Milliarden auf 12 Milliarden anstieg.

Stablecoins Supply

Bitcoin Bullrun durch Stablecoins?

Da die Barriere, um von einem Stablecoin in Bitcoin oder andere Kryptowährungen zu tauschen recht niedrig ausfällt, betrachten viele Investoren die Stablecoins als „Dry Powder“. Demnach könnte dieses „trockene Pulver“ zum Einsatz kommen, sobald der Bitcoin Kurs eine eindeutige Richtung vorgibt. Bis dahin bleibt es vorerst auf der Ersatzbank.

Dennoch werden auch die 12 Milliarden USD in Stablecoins keinen parabolischen Bitcoin Bullrun auslösen. Dafür braucht es weitaus mehr. Es ist eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn der Trend aber beibehalten bleibt, dann wird in Zukunft noch mehr Kapital in Stablecoins fließen und damit für einen noch größeren Impact sorgen, wenn es mit dem US-Dollar bergab geht oder sich gute Chancen beim Bitcoin Kurs ergeben.

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[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.