Vor zwei Tagen, am 17.06.2020, feierte die Exchange Binance ein Jubiläum. Denn vor genau 3 Jahren hatte die mittlerweile weltweit agierende Börse die erste offizielle Version ihres Whitepapers veröffentlicht. Die Geschichte von Binance ist äußerst erfolgreich und zugleich kontrovers. Bereits vor 3 Jahren war der Binance Coin (BNB) ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems.

Massive Kritik erhielt die Exchange nun für ihren Token von einem der bekanntesten Bitcoin-Evangelisten: Tone Vays. Welche Kritikpunkte er nennt, erfährst du in diesem Artikel.

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Binance: Eine dreijährige Erfolgsgeschichte?

Wie ich bereits in der Einleitung erwähnt habe, ist die Geschichte von Binance eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Die Exchange hat sich in den letzten 3 Jahren zu einem der größten, vielseitigsten und wahrscheinlich auch besten Player in der Kryptowelt etabliert.

Die Börse wird von vielen wohl aufgrund ihres breiten Produktangebots, der hohen Liquidität und der reibungslosen Funktionalität geschätzt. Doch bei allen positiven Aspekten, gibt es natürlich auch Dinge an Binance, die man kritisieren kann. Gerade im Rahmen der IEOs wurde der Plattform häufig vorgeworfen, die eigenen Taschen zu füllen und in Pump-and-Dump involviert zu sein.

Unabhängig von all diesen Punkten geht es in der Kritik von Tone Vays primär um den Binance Coin (BNB). Im Rahmen des dreijährigen Jubiläums nannte Binance einige Fakten des Tokens und zelebrierte dessen massives Wachstum. Ein zentraler Punkt hierbei ist der enorme return-on-investment (ROI) von 16.240%.


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Tone Vays mit starker Kritik an Binance Coin (BNB)

So sagte Tone Vays, dass der hauseigene Binance Coin (BNB) eigentlich nur einen Zweck erfülle: die Profite des Binance Teams so hoch wie möglich ausfallen zu lassen. Schauen wir uns seine Kritik an:

Vays moniert die Token Burns von Binance. Im Laufe der Zeit wurden 20.1 Millionen BNB verbrannt, was einem gesamten Gegenwert von 543 Millionen US-Dollar entspricht. Der Analyst Vays argumentiert nun, dass dies lediglich geschehe um den Preis der Token zu erhöhen.

BNB als Best-Practice eines Utility Token oder heiße Luft?

Logischerweise wirkt sich eine drastische Angebotsverknappung bei gleichbleibender Nachfrage positiv auf den Preis aus. Desweiteren sagte Vays, dass BNB „aus dünner Luft“ erschaffen wurde und das Team nach wie vor eine gigantische Menge der Token besitze. Seiner Meinung nach habe der Token keinen wahren Verwendungszweck.

Hierfür wiederum erhielt Vays Kritik und wurde daran erinnert, dass BNB signifikant für die Plattform ist. Stichworte sind hierbei die reduzierten Handelsgebühren oder die Teilnahmeberechtigungen an der Binance Lottery im Rahmen von IEOs. Anders formuliert: BNB ist eine best-practice für Utility Token.

Vays wiederum verneinte dies und blieb bei seiner Ansicht, dass BNB eine reine Spekulation sei. Er sagte, dass es vielmehr eine Art „unregistered security“ sei. Wenn der Sinn und Nutzen dahinter wirklich gegeben sein sollte, so Vays, frage er sich, weshalb große Firmen dann nicht ein ähnliches Modell verwenden?

An dieser Stelle bin ich sehr über deine Meinung gespannt. Offensichtlich gibt es hier zwei konträre Ansichten zu dem hauseigenen Token.

Ist BNB für dich also ein Paradebeispiel eines Utility Tokens oder dient er lediglich der Geldbeschaffung des Teams? – Anders formuliert: Wie gerechtfertigt ist die Kritik von Tone Vays?

[Bildquelle: Shutterstock]

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.