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Wie viele Ripple gibt es 2022?

Zuletzt aktualisiert am 24th Sep 2022
Hinweis

XRP ist der Token des Ripple-Protokolls und gehört zu den derzeit größten Kryptowährungen. Das Besondere an der Kryptowährung: Sie basiert nicht auf einer Blockchain und verwendet als Konsensalgorithmus weder einen Proof-of-Work- noch einen Proof-of-Stake-Ansatz.

Lies hier alles, was du über das Ripple-Protokoll und die dazugehörige Kryptowährung XRP wissen solltest.

Wie viele Ripple gibt es?

Derzeit befinden sich 49.139.217.191 XRP Token im Umlauf, wobei Ripple begrenzt ist. Das Protokoll wurde entwickelt, um das langsame und teure Korrespondenzbanksystem bei internationalen Zahlungssystemen abzulösen. Es ist also vielmehr ein direkter Konkurrent und eine aktualisierte Version zum aktuellen SWIFT-Verfahren.

(Coinbase)

Die maximale Anzahl an Ripple Coins beträgt 100 Milliarden.

Direkt zu Beginn wurde eine maximale Anzahl für den XRP Token festgelegt. Bisher befinden sich 49% der verfügbaren Token im Umlauf. 80 Milliarden XRP Token gingen zu Beginn an das Unternehmen Ripple Labs. Davon will Ripple 55 Milliarden an die Nutzer des Ripple-Netzwerkes verteilen und die restlichen 25 Milliarden einbehalten. Die ungenutzten Token befinden sich aktuell auf einem Treuhandkonto des Unternehmens.

Andes als bei Bitcoin oder Ethereum kann XRP nicht geschürft werden. Die restlichen Token werden nach und nach von Ripple Labs freigegeben. 2013 verteilte Ripple bereits 200 Millionen XRP an Mitglieder des World Community Grids. In den vergangenen Jahren gingen weitere 7,2 Milliarden Token an verschiedene Projekte. Da Ripple eine maximale Anzahl hat, ist die Kryptowährung nicht inflationär.

(Börse Stuttgart, Wikipedia)

Die Idee zu Ripple entstand bereits 2004.

Ryan Fugger entwickelte das Konzept für Ripple bereits 2004, also sogar noch vor Bitcoin. Der Vorläufer des heutigen Ripple-Protokolls hieß “RipplePay”. Gegründet wurde das eigentliche Netzwerk dann aber erst 2012 unter dem Namen OpenCoin. 2015 folgte dann die Umbenennung in Ripple Labs. Die Idee hinter Ripple ist dabei etwas konträr zu der ursprünglichen Idee von Satoshi Nakamoto, dem Erfinder von Bitcoin.

Mit Bitcoin wollte Nakamoto ein Geldsystem erschaffen, das unabhängig von staatlicher Kontrolle und der Finanzindustrie arbeitet. Das Unternehmen Ripple hingegen bietet zwar eine eigene Kryptowährung XRP an, und die XRP-Anzahl ist begrenzt: Aber Ripple verkauft auch Softwarelösungen an Banken und fungiert als Mittelmann. Dabei nutzen hauptsächlich Banken und Finanzdienstleister Ripple.

Eigentlich ein Widerspruch zur grundsätzlichen Idee dezentraler, digitaler Währungen, die keinen Vermittler benötigen. Ripple selbst bezeichnet sich zwar als dezentral, aber Kritiker zweifeln das an, da es sich bei Ripple nicht um ein Peer-to-Peer-Netzwerk, sondern um ein Unternehmen handelt. Die Ripple-Prognose fällt deshalb bei Experten ganz unterschiedlich aus.

(WirtschaftsWoche)

Ripple arbeitet mit einer Transaktionsgeschwindigkeit von 4 Sekunden extrem schnell.

Das Ripple-Netzwerk führt derzeit rund 1.500 Transaktionen pro Sekunde aus und ist damit um einiges effizienter als Bitcoin. Bitcoin schafft aktuell gerade einmal 7 Transaktionen pro Sekunde. Nach Angaben von Ripple ist das Netzwerk sogar so skalierbar, dass bis zu 50.000 Transaktionen pro Sekunde möglich sind. Damit wäre Ripple genauso effizient wie das Zahlungssystem Visa.

Damit das Netzwerk nicht überlastet und Netzwerkspam verhindert wird, muss für jede Transaktion eine Gebühr gezahlt werden. Diese liegt momentan bei 0,00001 XRP. Die gezahlten XRP werden anschließend zerstört.

Dadurch verringert sich die Ripple-Anzahl mit der Zeit immer weiter und es wird eine künstliche Deflation geschaffen. Da der Betrag jedoch sehr gering ist, wird es einige Zeit dauern, bis eine Reduzierung des Gesamtangebots wirklich spürbar ist.

(Wikipedia, WirtschaftsWoche)

Coinbase und Kraken setzen Handel mit XRP aus.

Der XRP Token kann an vielen großen Börsen wie etwa Binance, KuCoin, Bybit oder Huobi gehandelt werden. Die beiden Kryptobörsen Coinbase und Kraken setzten den Handel mit der Kryptowährung von Ripple am 19. Januar 2021 aus. Grund dafür war eine Klage der SEC gegen Ripple Labs.

Die SEC stufte Ripple als nicht registriertes Wertpapier ein, da sich rund 50% der XRP-Menge im Besitz von Ripple Labs befinden. Bisher wurde die Klage gegen Ripple nicht aufgehoben. Zudem wurde dem Unternehmen irreführende Werbung zu Beginn des Projekts vorgeworfen.

(Bitpanda)

Ripple wird derzeit bei 0,3718 Euro gehandelt.

Zu Beginn war ein XRP Token weniger als einen Cent wert. Erst im September 2013 gelang es Ripple, die 1-Cent-Marke dauerhaft zu überschreiten. Den Ripple-Höchststand erreichte die Kryptowährung XRP schließlich am 7. Januar 2018 bei einem Wert von 3,10 Euro. Seitdem ist der Ripple-Kurs sehr volatil unterwegs. Mit dem derzeitigen Bärenmarkt verlor auch XRP an Wert, konnte sich im vergangenen Monat aber bereits wieder etwas erholen.

Aktuell liegt der XRP-Kurs fast 90% unter dem Allzeithoch. Einige Experten gehen aber davon aus, dass die Kryptowährung trotz der SEC-Klage in Zukunft einen guten Kurs hinlegen könnte. Einige gehen davon aus, dass sich der Ripple-Kurs in Zukunft verzehnfachen wird, andere wiederum gehen von einer Ripple-Prognose 2025 von unter einem US-Dollar aus. Die kommenden Monate werden jedenfalls eine wichtige Rolle für Ripple spielen.

(CoinMarketCap, Börse Stuttgart)

Die Ripple-Marktkapitalisierung beträgt 18.076.238.427,29 Euro.

Die XRP-Marktkapitalisierung ist somit die 7-größte in der Rangliste der größten Kryptowährungen. In der Top 10 hebt sich Ripple vor allem durch den einzigartigen Konsensmechanismus ab, den sonst keine der beliebten Kryptowährungen nutzt. Transaktionen werden hier schnell und günstig über eine Gruppe von Servern validiert.

Zur großen Beliebtheit von Ripple tragen sicherlich auch renommierte Banken wie Santander und UniCredit bei. Die beiden Banken nutzen bereits das Ripple-Netzwerk, um günstig Transaktionen in Echtzeit durchzuführen. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 18 Milliarden Euro hat Ripple (XRP) derzeit eine Marktdominanz von 1,6%.

(CoinMarketCap, WirtschaftsWoche)

Fazit: Ripple könnte sich in Zukunft von anderen Kryptowährungen abheben.

Ripple hebt sich vor allem durch das XRP-Ledger-Konsensprotokoll von den restlichen Kryptowährungen ab. Zwar steht die Kryptowährung noch häufig in der Kritik, nicht dezentral zu sein, doch die Anwendungsfälle, u.a. durch Banken, bestätigen den Erfolg von Ripple.

Ob das Unternehmen in Zukunft wirklich das SWIFT-System ablösen kann, wird sich noch zeigen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, Ripple weiterhin im Auge zu behalten. Es wird sicherlich auch eine wichtige Rolle spielen wie das Ripple-Gerichtsverfahren sich entwickelt. Spätestens im November 2022 wird mit einer Entscheidung gerechnet.

Quellen:

Vanessa Finkler

Vanessa Finkler

Nach ihrem Masterabschluss im Bereich Translation hat sich Vanessa als Übersetzerin und Autorin selbstständig gemacht. Da sie sich bereits seit einigen Jahren in ihrer Freizeit viel mit dem Kryptospace auseinandersetzt übersetzt und schreibt sie am liebsten Texte über Kryptowährungen. Darüber hinaus schreibt Vanessa auch Statistik-Artikel und Berichte über erneuerbare Energien und E-Mobilität.