Während Bitcoin sich gerade in einer Phase der Seitwärtsbewegung befindet, blicken viele Investoren auf die Altcoins. Gerade im Bereich der DeFi-Token gibt es einige Outperformer, aber auch im klassischen Bereich der Alts wie beispielsweise bei Chainlink (LINK) zeigt sich, dass die Altcoins noch lange nicht tot sind. Trotz der Verschiebung der Aufmerksamkeit sollte man nicht den Fehler machen und Bitcoin aus dem Auge verlieren.

In diesem Artikel möchten wir dir nämlich 4 bullishe Gründe aufzeigen, die auf einen Bitcoin Bullrun hindeuten.

Grund 1: Bitcoin und die Verfügbarkeit auf Exchanges

Betrachten wir zunächst eine Metrik, die auch als Bitcoin Exchange Net Flow bekannt ist. Sie stammt aus dem Hause Glassnode und drückt aus, ob mehr BTC auf eine Exchange ab- bzw. geflossen sind. Dadurch erhalten wir einen direkten Eindruck über das verfügbare Angebot auf Börsen.

Bitcoin Exchange Net Flow

Die oben stehende Grafik zeigt dabei deutlich, dass es jüngst erst einen massiven Abfluss an Bitcoin gab. In Folge dessen erhöht sich die Knappheit auf den Börsen und bei gleichbleibender Nachfrage wird sich dies auch positiv im Preis widerspiegeln.

Grund 2: Miner-Kapitulation? – Hashrate auf ATH

Als zweiten Grund schauen wir uns einen Fundamentalwert an: Die Hashrate des Bitcoin Netzwerks. Noch vor wenigen Monaten, nämlich zu Zeiten des Halvings, wurde wild über eine eventuelle Kapitulation der Miner spekuliert. Szenarien wie eine drohende Abwärtsspirale kamen hier zur Diskussion auf.

Bitcoin und die Hashrate

Die nachfolgende Grafik zeigt uns jedoch deutlich, dass – trotz kurzfristiger Rücksetzer – die Hashrate erst vor wenigen Wochen ein neues Allzeithoch erreichte. Die Fundamentalwerte sehen somit gut aus und die Miner erwarten damit langfristig eine Preissteigerung.

Grund 3: Die Waffe gegen Inflation

Wir berichteten vor Kurzem darüber, dass immer mehr institutionelle Anleger in die Kryptowährung investieren. Dabei bedient Bitcoin das Narrativ einer inflationssicheren Währung, die gerade in den aktuellen Zeiten gesucht wird.

Durch die Covid-19 bedingte Erhöhung der Geldmenge und Fortführung der expansiven Geldpolitik setzen mittlerweile auch Hedgefonds auf Bitcoin. Hierbei gilt, dass die Zeit grundsätzlich auf „unserer“ Seite ist. Fest steht nämlich, dass sich an der aktuellen Geldpolitik auf absehbare Zeit nichts ändern wird.

Grund 4: Bitcoin und Stablecoins

Kommen wir nun zum vierten und somit letzten Grund. Hier blicken wir wieder auf eine Metrik der Analysefirma Glassnode. Dieses Mal geht es um Bitcoin und Stablecoins.

Bitcoin Stablecoin Ratio SSR

Wir schauen uns hierfür insbesondere die sogenannte Stablecoin Supply Ratio (SSR) an. Diese lässt sich wie folgt definieren: SSR ist das Verhältnis zwischen dem Kapital, das in BTC fließt und dem Kapital das in Stablecoins fließt.

Wir sehen hier aktuell einen niedrigen Wert, sodass also mehr Geld in Stablecoins als direkt in BTC fließt. Was zunächst nicht bullish klingen mag, ist durchaus ein positiver Grund. Denn Stablecoins gelten als Brücke zu BTC und werden häufig vor einem Kauf der Kryptowährung akkumuliert. Ein Anstieg im Supply von Tether beispielsweise führte in der Vergangenheit häufig zu einer zeitverzögerten Kurssteigerung bei Bitcoin.

Fazit: Bullishes Momentum spricht für BTC

Wenn wir all diese Punkte nun zusammenfassen, sehen wir, dass es viele bullishe Gründe für Bitcoin gibt. Auch wenn die Kryptowährung sich gerade in einer Art „Energiesparmodus“ befindet, sollten Investoren nicht mit einer langfristigen Ruhephase rechnen. Im Gegenteil: Nach einer langen Akkumulationsphase und Seitwärtsbewegung sind die Bewegungen der Kryptowährung meist umso intensiver.

Falls du die anstehende Volatilität nutzen möchtest, um Bitcoin zu kaufen und dabei sowohl auf fallende als auch steigende Kurse setzen willst, achte unbedingt auf die Auswahl der richtigen Börse. Dein Geld und deine Coins sind nämlich nur so sicher, wie der Partner, dem du dabei vertraust. Nach unseren eigenen Tests können wir dir deshalb u.a. wegen der Möglichkeit auf steigende und auf fallende Kurse zu setzen, eToro als Anlaufstelle empfehlen.

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Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.