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Sam Bankman-Fried Vermögen 2022 nach FTX-Pleite

Zuletzt aktualisiert am 24th Nov 2022
Hinweis

Sam Bankman-Fried gehörte als Gründer der Kryptobörse FTX zu den einflussreichsten Personen in der Kryptowelt und hatte im Laufe der Zeit ein beträchtliches Vermögen angehäuft. Sein Vermögen wollte der Unternehmer nicht für sich allein behalten, sondern den Großteil davon spenden.

In diesem Artikel erfährst du alles, was du über den Sam Bankman-Fried Net Worth, seinen Werdegang und die FTX-Pleite wissen solltest.

Wie groß ist das Vermögen von Sam Bankman-Fried?

Im November 2021 betrug das Privatvermögen von Sam Bankman-Fried (SBF, wie ihn die Community auch gerne nennt) rund 20,5 Milliarden US-Dollar. Damit landete er auf Rang 32 der reichsten US-Amerikaner. Zuletzt betrug sein Vermögen etwa 17 Milliarden US-Dollar. Nach dem rekordverdächtigen Absturz seiner Kryptobörse FTX verlor der CEO geschätzte 95% seines gesamten Vermögens.

(Forbes, Wikipedia)

Sam Bankman-Fried studierte Physik am MIT.

Das Leben von SBF begann eigentlich relativ normal. Als Sohn zweier Juraprofessoren studierte er zunächst Physik am MIT und nahm anschließend einen Job an, bei dem er mit ETFs handelte. Schon damals spendete er einen Teil seines Geldes für wohltätige Zwecke. 2017 entdeckte Sam Bankman-Fried Kryptowährungen für sich und widmete sich dem Handel mit digitalen Assets. Im selben Jahr gründete er das Handelsunternehmen Alameda Research. Nur zwei Jahre später, im Jahr 2019, launchte er zudem seine eigene Kryptobörse mit dem Namen FTX.

(Forbes)

Bereits 2 Jahre nach der Gründung war FTX 18 Milliarden US-Dollar wert.

Sam Bankman-Fried ist mittlerweile, ähnlich wie Vitalik Buterin (Gründer von Ethereum) oder Changpeng Zhao (Gründer der Kryptobörse Binance), ein Krypto-Milliardär. Sein hohes Vermögen verdankt er vor allem dem Erfolg seiner Kryptobörse FTX. Nach nur 2 Jahren erreichte sein Unternehmen im Juli 2021 eine Bewertung von 18 Milliarden US-Dollar. Schon wenige Monate später, im Oktober, belief sich die Bewertung auf 21 Milliarden US-Dollar. Nach weiteren Investitionsrunden wurde die Kryptobörse sogar auf 32 Milliarden US-Dollar geschätzt und lag damit sogar vor traditionellen Institutionen wie der Deutschen Bank (knapp 20 Milliarden US-Dollar).

(MarketCap, TrendingTopics)

FTX: Die Kryptobörse von Händlern für Händler.

Die 2019 gegründete Kryptobörse FTX ermöglichte den Handel mit unterschiedlichen digitalen Assets. Die Plattform hatte mehr als 1 Million registrierte Nutzer und bot auch privaten Investoren eine Handelsplattform. Das tägliche Handelsvolumen von FTX lag bei 1.777.559.296,22 Euro. Investoren hatten auf der Kryptobörse die Möglichkeit, mehr als 300 Kryptowährungen zu handeln. Außerdem bot FTX Aktien an, wenn auch nur tokenisierte Aktien, sowie Derivate und verschiedene Volatilitätsprodukte. Das Unternehmen hat seinen Sitz auf den Bahamas. Einschränkungen gab es lediglich für Investoren aus den USA. Denn die konnten auf der Kryptobörse nicht handeln. Stattdessen gab es eine zusätzliche FTX.US-Börse mit eingeschränkten Funktionen und weniger Token.

(CoinMarketCap)

Der 29-Jährige Sam Bankman-Fried spendete 2021 50 Millionen US-Dollar.

Obwohl SBF zu den Superreichen gehörte, gehörte für Sam Bankman-Fried nach eigenen Angaben Altruismus zu den wichtigsten Eigenschaften. Das bedeutet, dass er nach eigenen Angaben uneigennützig bzw. selbstlos handelt. Der Unternehmer spendete also tatsächlich einen Teil seines Vermögens an wohltätige Zwecke. Mit dem Spenden fing der FTX-Gründer bereits früh an und gab einen Teil seines ersten Einkommens beim ETF-Handel ab. Allein im vergangenen Jahr spendete er 50 Millionen US-Dollar zur Bekämpfung der Pandemie in Indien und für den globalen Klimaschutz. Allgemein lebt Sam Bankman-Fried scheinbar eher bescheiden. Statt mit teuren Anzügen und schicken Sportwagen zu protzen, trägt er T-Shirts und fährt einen Toyota Corolla. Er besitzt auch keine eigene Wohnung, sondern wohnt gemeinsam mit 10 anderen Mitbewohnern in einer WG.

(Bloomberg)

Sam Bankman-Fried: Robin Hood der Kryptowelt behält nur 1% seines Vermögens.

SBF hat also relativ große Beträge gespendet. Doch damit ist für den FTX-Chef wohl noch nicht Schluss. Denn sein angebliches Ziel war es, nahezu sein gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke zu spenden (dies hat sich nun nach seiner Pleite erledigt). Dabei wollte er lediglich 1% seines gesamten Vermögens für sich selbst behalten. Das entspricht in etwa 100.000 US-Dollar jährlich, um seinen Lebensunterhalt zu decken. Neben den wohltätigen Zwecken steckte er allerdings auch eine nicht geringe Summe in Investitionen, die seinem Unternehmen zugutekommen. So investierte er beim vergangenen Superbowl etwa 30 Millionen US-Dollar in einen Werbespot. Doch Milliardäre, die helfen wollen, kommen nicht bei allen gut an. Einige kritisieren Sam Bankman-Fried für seine scheinbare Großzügigkeit und sehen die Spenden lediglich als Mittel zum Zweck, um die Reichen als die Guten darzustellen.

(BusinessInsider)

FTX war an einer Übernahme der Kryptobörse Coinbase interessiert.

Um das Wachstum des Unternehmens weiter zu steigern, war FTX-CEO Sam Bankman-Fried immer wieder auf der Suche nach neuen Investitionen. Zuletzt kaufte FTX beispielsweise die kanadische Kryptobörse Bitvo auf. Anschließend schien Sam Bankman-Fried Coinbase ins Auge gefasst zu haben. Die Kryptobörse Coinbase war einer der größten Konkurrenten von FTX und hat rund 20-mal so viele Nutzer wie FTX zu seinen besten Zeiten. Die hohe Anzahl aktiver Nutzer könnte für FTX von Vorteil sein, weswegen SBF auf einer Konferenz des Wall Street Journals nicht ausschloss, Coinbase irgendwann zu übernehmen. Nach der Insolvenz von FTX könnten nun möglicherweise viele Anleger zu Coinbase wechseln.

(BusinessInsider)

2017 gründete SBF ebenfalls Alameda Research.

Neben der Kryptobörse FTX gründete Sam Bankman-Fried noch ein weiteres Unternehmen: Alameda Research. Dabei handelt es sich um ein Handelsunternehmen, das mithilfe intern entwickelter Technologie den Handel mit digitalen Assets ermöglicht. Mittlerweile hat sich Sam Bankman-Fried allerdings als CEO zurückgezogen und verwaltet nur noch Vermögenswerte über das Unternehmen. Den CEO-Posten übernahm Caroline Ellison, die bereits seit 2018 im Unternehmen beschäftigt war. Seit November 2022 ist die Website https://www.alameda-research.com/ nicht mehr erreichbar. Es kommt nur die Meldung, dass die Website zurzeit privat ist.

(Alameda Research, LinkedIn)

Update: FTX kündigte Insolvenz an und Sam Bankman-Fried verlor sein gesamtes Vermögen.

Anfang November gab es vermehrt Schlagzeilen rund um Sam Bankman-Fried und seine Kryptobörse FTX. Denn FTX stürzte ab und meldete schließlich Insolvenz an. Grund für den Absturz waren Zweifel an den Kapitalreserven der Kryptobörse. Denn scheinbar bestanden die Reserven fast ausschließlich aus FTT Token, der nativen Kryptowährung der Börse. Daraufhin zogen zahlreiche Investoren ihre Gelder aus der Börse zurück. Zunächst plante Binance eine Übernahme der Kryptobörse FTX, zog dieses Angebot dann allerdings doch zurück. Schließlich fror die Wertpapieraufsicht der Bahamas Vermögenswerte von FTX ein. Auch sein erstes Unternehmen Alamada Research war von dem Zusammenbruch betroffen.

Zusätzlich zu dem Zusammenbruch der Kryptobörse wurde FTX nach eigenen Angaben gehackt. Seitdem brodelt die Gerüchteküche. Sam Bankman-Fried soll mehrere Milliarden US-Dollar von FTX zu Alamada Research transferiert haben und angeblich von den Bahamas geflohen sein. Nach den Ereignissen der vergangenen Woche wird FTX nun auf einen Wert von 1 US-Dollar geschätzt. Zuvor lag die Bewertung bei 32 Milliarden US-Dollar.

(Manager Magazin, Spiegel)

Fazit: Der Gründer Bankman-Fried - erst zur richtigen Zeit am richtigen Ort / dann die FTX-Pleite

Mit der Gründung der Kryptobörse FTX wurde Sam Bankman-Fried zum Krypto-Milliardär und verfügte über ein Vermögen von mehr als 17 Milliarden US-Dollar. Im Gegensatz zu vielen anderen Superreichen zeigte er sein Vermögen jedoch nicht nach außen hin, sondern lebte eher bescheiden und zurückhaltend. Zudem plante er, einen Großteil seines Vermögens zu spenden oder in Investitionen für sein Unternehmen zu stecken.

Für die Zukunft hatte Sam Bankman-Fried auch in Bezug auf FTX noch einiges vor. So schloss er beispielsweise eine Übernahme einer der größten Kryptobörsen, Coinbase, nicht aus. Mit den aktuellen Entwicklungen rund um FTX und Alamada Research ist dieser Zug nun abgefahren. Ob und wie Sam Bankman-Fried in der Kryptowelt wieder Fuß fasst, bleibt abzuwarten.

Quellen:

Vanessa Finkler

Vanessa Finkler

Nach ihrem Masterabschluss im Bereich Translation hat sich Vanessa als Übersetzerin und Autorin selbstständig gemacht. Da sie sich bereits seit einigen Jahren in ihrer Freizeit viel mit dem Kryptospace auseinandersetzt übersetzt und schreibt sie am liebsten Texte über Kryptowährungen. Darüber hinaus schreibt Vanessa auch Statistik-Artikel und Berichte über erneuerbare Energien und E-Mobilität.