Monatlich grüßt das Ripple-Tier. Jeden Monat bekommt Ripple einen festen Betrag von 1 Milliarde XRP aus der eigenen Treuhand auf die offizielle Ripple Wallet transferiert. Dem Unternehmen steht es demnach frei die XRP zu verkaufen, zu investieren oder zurück an die Treuhand zu schicken. Für Ripple ist der Verkauf der eigenen XRP aktuell das eigentliche Business-Model, auf dem sich die ganze Unternehmung trägt. Dennoch hat Ripple in den letzten Monaten verhältnismäßig wenig XRP aus der Treuhand für Investitionen und Verkäufe genutzt. Das liegt vor allem an dem Druck der Community, die über den zusätzlichen Verkaufsdruck und den damit einhergehenden fallenden XRP Kurs gar nicht erfreut ist.

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Ripple minimiert seine XRP Verkäufe weiterhin

Pünktlich zum 1. März wurde 1 Mrd. XRP im Gegenwert von ca. 230 Mio. USD von der Escrow Wallet auf die Ripple Escrow Wallet transferiert. Dieser Vorgang wird wohl keinen mehr überraschen, denn es wiederholt sich Monat für Monat. In 2019 hat Ripple noch einen Großteil der XRP genutzt, um in Startups, die nach weiteren Usecases für XRP suchen, zu investieren oder direkt OTC (Over-The-Counter) zu verkaufen.

Das führt automatisch dazu, dass sich die Gesamtmenge auf dem öffentlichen Markt erhöht und somit dem XRP Kurs nach unten drückt. Die Community wollte sich das nicht mehr länger gefallen lassen, wahrscheinlich auch aufgrund des XRP Kurs Einbruches von über 50% in 2019. Daraufhin hat das Unternehmen reagiert und in einem Quartalsbericht gesagt, dass die Verkäufe vorerst minimiert bis eingestellt werden. Tatsächlich wurden dann im darauffolgenden Monat keine XRP mehr von Ripple aus dem Escrow genutzt. Doch wie sieht es diesen Monat aus?

Aktuell wurden wieder insgesamt 900 Mio. XRP wieder zurück an den Escrow transferiert und für 55 Monate gelocked. Somit stehen noch 100 Mio. XRP aus, die aktuell einen Gegenwert von ca. 23 Mio. USD haben. Was damit genau passieren wird, werden wir wohl erst im nächsten Quartalsbericht von Ripple erfahren. Doch es sieht danach aus, dass diese entweder direkt verkauft oder investiert werden. An wen dann das Geld fließen wird, ist aktuell noch unklar.


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XRP Usecase keinen Einfluss auf den Kurs und Abhängigkeit von Bitcoin

Es ist auch schon lange kein Geheimnis mehr, dass das Geschäftsmodell von Ripple auf den Verkäufen der eigenen XRP basiert. Insgesamt besitzt Ripple noch mehr als 55% aller XRP und wird diese versuchen nach und nach auf den Markt zu werfen. Das sollte jedem Investor bewusst sein. Dieser Verkaufsdruck muss auch erstmal ausgeglichen werden. Die Verkäufe haben keinen direkten Einfluss auf den Kurs, aber wirken sich längerfristig sicherlich negativ aus.

Auch die erhöhte Nutzung von XRP innerhalb von On-Demand-Liquidity (ODL) in 2019 konnte den Kurs nicht nach oben bringen. Der Kurs von XRP hängt, wie jeder andere Altcoin auch, an der Bitcoin Kurs Performance. Daher geht man ein erhöhtes Risiko ein, wenn der eigentliche Usecase bis jetzt keinen positiven Einfluss auf den Preis von XRP hatte und man abhängig ist von einem anderen Asset. Das kann sich natürlich in Zukunft noch ändern, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Zudem wird Ripple weiterhin seine XRP verkaufen.

Wir sind dennoch gespannt, ob sich Ripple mit seinen Zahlungslösungen und vor allem mit XRP in der Zahlungsindustrie schlagen kann und wie der Kurs darauf reagieren wird. Wir verfolgen die Entwicklung bei Ripple und ODL mit XRP genauestens und werden euch weiterhin auf dem Laufenden halten.

Wie werden sich die Verkäufe von Ripple längerfristig auf den XRP Kurs auswirken?

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[Bildquelle: Shutterstock]