Bitcoin ist ein Store of Value und das digitale Gold. Phrasen wie diese hört man, gerade im Kontext des aktuellen Handelskonflikts, immer wieder. Bitcoin sei sogar besser als Gold, da es viele Vorteile gegenüber Gold mit sich bringe – beispielsweise die Portabilität oder die Tatsache, dass Bitcoin teilbar ist. Doch Bitcoin ist eben Bitcoin und kein digitalisiertes Gold. Und genau aus diesem Grund hat Paxos sich zu einer ‚Gold-Revolution‘ entschieden und den gold-gedeckten Stablecoin Pax Gold (PAXG) emittiert.

Aber Moment: Wer war nochmal Paxos und warum macht ein Stablecoin auf Goldbasis Sinn? Macht er das überhaupt oder könnte man nicht einfach Bitcoin kaufen? Starten wir mit dem Artikel!

Paxos, Paxos Gold (PAXG) und Stablecoins

Paxos ist der Name der New Yorker Finanzinstitution und als Stablecoin-Emittent bekannt. Der von Paxos emittierte Stablecoin heißt Paxos Standard und ist an den US-Dollar gebunden.

Wie bereits in der Einleitung ersichtlich wurde, geht Paxos nun allerdings neue Wege, indem es ein goldgestütztes Crypto-Asset namens Pax Gold (PAXG) auf den Markt bringt. Bei PAXG handelt es sich um einen ERC20-Token, wobei jeder Token durch eine Unze Feingold gedeckt ist. Die physisch vorhandenen Goldbarren sind im Londoner Tresor von Brink’s gelagert. Außerdem wurde Pax Gold durch das NYDFS (=New Yorker Department of Financial Services) genehmigt.

Und jetzt kommt der (meiner Meinung nach) spannende Part: Da der Token durch Gold gedeckt ist, hat auch jeder Besitzer eines PAXG-Token einen direkten Rechtanspruch auf das physisch vorhandene Gold. Der CEO von Paxos, Chad Cascarilla, sagte dazu Folgendes:

Es ist nicht einfach eine Repräsentation der Ware, es ist der tatsächliche Rechtsanspruch darauf. Das ist nämlich genau der Grund für eine Blockchain – die tatsächliche Sicherheit, dass du nun Assets einfach bewegen und teilen kannst ohne dabei einen physischen Prozess gebunden zu sein.


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PAXG kann in physische Barren getauscht werden

Wie bereits erwähnt, kostet jeder Token dasselbe wie eine Unze Gold. Dementsprechend ist der Preis auch immer vom aktuellen real-time Goldpreis abhängig. Token können außerdem gegen einen physischen Barren bei Paxos‘ Partnerinstitution Bullion Exchange eingelöst werden. Aktuell ist dies jedoch nur in New York und London möglich.

Das dies kein dauerhafter Zustand ist, weiß auch Cascarilla, weshalb er darauf hinweist, dass Paxos seine Liste an globalen Partnern erweitern wird. Das Ziel soll es dementsprechend sein, sicherzustellen, dass Benutzer ‚überall auf der Welt‘ die Möglichkeit haben, echtes Gold zu erhalten. PAXG soll jedoch nicht das letzte Produkt von Paxos sein. Konkret heißt es:

Wir werden mehr Produkte wie diese herstellen. Wir nehmen dafür Vermögenswerte aus dem ‚realen Leben‘ und bringen sie auf die Blockchain.

Bitcoin vs. PAXG – kann der Stablecoin begesitern?

Dennoch bleibt abzuwarten, ob das tokenisierte Gold bei Kryptoenthusiasten Anklang findet. Messari-Mitbegründer Dan McArdle äußert bereits jetzt Zweifel darüber. Seine Begründung? Vermögenswerte, die von zentralisierten Einheiten ausgegeben UND verwahrt werden, können nicht mit der Rolle von Bitcoin als digitales Gold konkurrieren. Wörtlich sagt er dazu Folgendes:

Bitcoin erreicht alle relevanten Eigenschaften von Gold und noch viel mehr. Es ist einfach besseres Gold für die Neuzeit. BTC erreicht seine Eigenschaften gerade deshalb, weil es keine zentralen Anker zur ‚physischen Welt‘ hat. Man kann einfach nicht die vertrauenswürdigen Eigenschaften von Bitcoin erhalten, wenn es eine kleine Gruppe von Personen/Organisationen gibt, die physische Objekte auf einer Blockchain verwalten.

Diese Aussage trifft (in meinen Augen) den Nagel auf den Kopf. Zunächst wird Paxos wohl mit ‚Zentralisierungsvorwürfen‘ zu kämpfen haben. Neben dieser Tatsache ist es aber vor allem auch die fehlende Bekanntheit, der sich PAXG gegenübersieht.


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Ein Resümé – viele offene Fragen bzgl. PAXG

Warum sollte ein Investor aus China beispielsweise bei einer in den USA ansässigen Firma einen Stablecoin kaufen? Und was passiert, wenn der Handelskonflikt sich weiterhin zuspitzt und weitere Embargos oder Boykotts ausgesprochen werden? Weitere Fragen kommen auf: wie lange wird es dauern bis PAXG flächendeckend (und nicht nur in London oder New York) gegen Goldbarren eingetauscht werden kann?

All diese Dinge lassen mich resümieren, dass die Idee hinter PAXG und der damit verbundenen ‚Gold-Revolution‘ zwar interessant ist, dennoch nicht zu hoch gelobt werden sollte. Einer der aktuellen Pluspunkte von PAXG ist wohl derjenige, dass ein tatsächlicher Rechtsanspruch auf das Gold vergeben wird und somit auch die Möglichkeit, Gold weltweit binnen kürzester Zeit zu transferieren. Aber hier sind wir wieder bei der letzten Frage – was bringen mir die PAXG, wenn ich sie nicht gegen Gold eintauschen kann, weil ich in Shanghai und nicht London wohne?

Paxos und die Gold-Revolution. Wie findest du die Idee eines gold-gedeckten Stablecoins? Zukunft oder absolut chancenlos? Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus. Abonniere zusätzlich unseren News Kanal, um keine News mehr zu verpassen.

[Bildquelle: Shutterstock]
QUELLEpaxos.com
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.

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