cryptomonday.de
StartseiteNachrichtenCoinbase-CEO kritisiert US-Regulierungsbehörden wegen Prüfung von amerikanischen Kryptobörsen
Coinbase-CEO kritisiert US-Regulierungsbehörden wegen Prüfung von amerikanischen Kryptobörsen

Coinbase-CEO kritisiert US-Regulierungsbehörden wegen Prüfung von amerikanischen Kryptobörsen

Zuletzt aktualisiert am 11th Nov 2022
Hinweis
  • Armstrong machte die Securities and Exchange Commission (SEC) für die fehlende regulatorische Klarheit im Land verantwortlich.
  • Die Behörde soll der Großteil der Handelsaktivitäten ins Ausland verdrängt haben.

Brian Armstrong bezeichnete die jüngste Entscheidung der US-Regulierungsbehörden als sinnlos. Mehrere Kryptobörsen mit Sitz in den USA, darunter FTX US, Binance US und Coinbase, sollen geprüft werden, berichtet CoinTelegraph.

Laut dem Coinbase-CEO macht es keinen Sinn, gegen in den USA ansässige Unternehmen vorzugehen, weil FTX eine Offshore-Börse ist, die nicht in die Zuständigkeit der US-Regulierungsbehörden fällt.

Mangelnde regulatorische Klarheit trieb den Handel ins Ausland

Der Chef von Coinbase reagierte mit seinen Äußerungen auf die Forderung der notorischen Krypto-Gegnerin, der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren, nach einer "aggressiven Rechtsdurchsetzung" nach der Marktkrise, die durch Enthüllungen über die Kryptobörse FTX ausgelöst wurde.

Armstrong machte die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) für die fehlende regulatorische Klarheit im Land verantwortlich, die seiner Meinung nach den Großteil der Handelsaktivitäten zu Offshore-Börsen trieb. Seiner Meinung nach macht es keinen Sinn, US-Unternehmen dafür zu bestrafen.

Vergleich mit Singapur

Laut Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, dessen Unternehmen von der SEC wegen einer Wertpapierangelegenheit verklagt wird, brauchen die USA mehr Leitlinien. So wie es bei Krypto-Unternehmen in Singapur der Fall ist.

Er stellt fest, dass die Unternehmen in den USA keine Anleitung zur Einhaltung der Vorschriften haben, anders als in Singapur, wo es einen klaren steuerlichen und lizenzrechtlichen Rahmen gibt. Das macht die Einhaltung der Vorschriften viel einfacher. Er sagte:

Vergleicht es mit Singapur, das einen Lizenzierungsrahmen, eine festgelegte Token-Taxonomie und vieles mehr hat. Ihr könnt Kryptowährungen angemessen regulieren, weil sie sich die Arbeit gemacht haben, zu definieren, wie "gut" aussieht, und weil sie wissen, dass alle Token keine Wertpapiere sind (obwohl der Vorsitzende Gensler darauf besteht).

Der FTX-Crash erregte die Aufmerksamkeit der US-Regulierungsbehörden

Als die Probleme bei einer der größten Kryptobörsen der Welt begannen, wurden die US-Aufsichtsbehörden hellhörig. Einem aktuellen Bericht zufolge haben die SEC und das US-Justizministerium eine Untersuchung gegen die US-Tochter von FTX eingeleitet.

Die Aufsichtsbehörden prüfen, ob einige der Krypto-Kreditprodukte der Börse als Wertpapiere eingestuft werden könnten. Sie untersuchen auch die Verbindungen der Börse zur Muttergesellschaft mit Sitz auf den Bahamas.

Rettungsdeal mit Binance gescheitert, aber Justin Sun könnte FTX retten

FTX galt bisher als eine der Erfolgsgeschichten der Krypto-Welt. Die Börse hatte weltweit Millionen von Nutzern. Bis Januar dieses Jahres erhielt sie in zahlreichen Finanzierungsrunden Milliardenbeträge von Investoren. Trotz der extremen Volatilität des Kryptomarktes im zweiten Quartal 2022 überstand FTX die Krise unbeschadet und kaufte sogar die insolventen Krypto-Sparplattformen Voyager Digital und BlockFi auf.

Am Mittwoch hatte der CEO des Konkurrenten Binance erst angekündigt, dass eine Absichtserklärung für den Kauf von FTX unterzeichnet wurde. Aber noch am gleichen Tag ruderte er zurück und teilte mit, dass der Deal doch nicht zustande kommt.

Seit gestern kursieren nun Gerüchte, dass der Tron-Gründer Justin Sun sich an einer Rettung beteiligen würde. Berichten zufolge hat FTX-CEO Sam-Bankman Fried die Investoren um eine Notfinanzierung in Höhe von 8 Milliarden Dollar gebeten.

Daniela Kirova

Daniela Kirova

Die freiberufliche Krypto-Autorin Daniela hat mehr als 15 Jahre Erfahrung im Schreiben und Übersetzen von finanziellen Inhalten. Sie ist Diplom-Psychologin und berichtet ausgiebig über die neuesten Krypto-News und Marktentwicklungen.