Nach einem aktuellen Bericht der Asia Times heißt es bald Auf Wiedersehen für die drei anonymen Kryptowährungen Monero (XMR), Zcash (ZEC) und Dash (DASH). Die südkoreanische Regierung will demnach noch im ersten Quartal des kommenden Jahres Privacy-Coins verbannen.

Monero, ZCash und Dash sind betroffen

Am 18. November berichtete die Asia Times, dass Südkorea ab dem 21. März 2021 offiziell Kryptowährungen, die einen starken Fokus auf die Anonymität der Nutzer legen, verbieten werde.

Das Verbot soll Monero (XMR), Zcash (ZEC) und Dash (DASH) treffen. Die Initative erfolgt im Rahmen einiger Maßnahmen, die gegen die Geldwäsche im asiatischen Land gerichtet sind.

Ab dem oben genannten Zeitpunkt soll es allen in Südkorea ansässigen Kryptobörsen nicht mehr erlaubt sein, Privacy-Coins wie Monero oder Dash anzubieten.

Als Gründe nennt die Südkoreanische Finanzaufsicht (FSC) die Verwendung von anonymen Kryptowährungen im Zusammenhang mit Ransomware-Attacken oder eben Geldwäscheversuchen. Dabei betont die Aufsichtsbehörde explizit, dass die in den anonymen Kryptowährungen eingebauten Sicherheitsmaßnahmen, es den Behörden fast unmöglich machen, die wahre Identität der Hintermänner zu erfahren.


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Keine Gefahr für Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC)

Auf der anderen Seite besteht keine Gefahr, dass Kryptowährungen wie beispielsweise Bitcoin unter diesen Bann fallen. Hierzu heißt es:

Die Mehrheit der Mainstream-Kryptowährungen wie beispielsweise Bitcoin sind nicht komplett anonym. Immerhin sind die Adresse sowie die Transaktionsmenge einsehbar. Die Behörden können Transaktionen nachverfolgen und den Besitzer der Wallet häufig dann überführen, wenn die jeweilige Kryptowährung auf der jeweiligen Börse landet. Hier entsteht ein Zugriff auf die hinterlegte E-Mailadresse.

Damit erfolgt wohl ein weiterer Tiefschlag für anonyme Kryptowährungen. Immer mehr Behörden und Länder beschließen ein Verbot der Privacy-Coins. Auch in der Europäischen Union wurde die Gefahr von Privacy-Coins betont.

Während Kryptowährungen wie Bitcoin als immer stärker in die klassische Finanzwelt integriert werden, scheint eine Separation der auf Privatsphäre fokussierten Kryptowährungen ein unausweichlicher Trend zu sein.

[Bildquelle: Shutterstock.com]
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.