Heute Morgen erlebten die Aktienkurse der Kryptofirmen einen enormen Absturz, nachdem die chinesischen Behörden angekündigt hatten, dass sie ihr Vorgehen gegen die Kryptobranche verschärfen. Inmitten dieses Absturzes begannen sich die wichtigsten Kryptowährungen jedoch zu erholen, darunter auch Bitcoin.

Die Aktien von Huobi Tech (1611.HK), einer einer der größten Kryptobörsen der Welt, fielen nach der Markteröffnung um mehr als 30 %. Die Tech-Firma ist eine Tochtergesellschaft von Huobi Global. Am Sonntag erklärte diese, dass sie keine neuen Kunden aus China mehr annimmt. Auch alle bestehenden Konten von chinesischen Kunden sollen bis Ende 2021 schließen. Das Unternehmen hat diese Entscheidung getroffen, um die lokalen Gesetze und neue Vorschriften einzuhalten.

Am Freitag, den 24. September, verschärften die chinesischen Regulierungsbehörden das harte Vorgehen gegen Kryptowährungen. In einer Ankündigung auf der Website der People’s Bank of China untersagten die Regulierungsbehörden Krypto-Transaktionen sowie Mining. Sie gaben auch bekannt, dass ausländische Börsen ihre Dienste nicht mehr über das Internet für Anleger in China anbieten dürfen. Die Aufsichtsbehörden erklärten auch, dass gegen alle in China ansässigen Mitarbeiter von ausländischen Kryptobörsen ermittelt wird.

Eine weitere Aktie, die unter der Ankündigung litt, war OKG Technology Holdings Ltd (1499.HK). Es handelt sich dabei um ein Fintech- und Bauunternehmen im Besitz von Xu Mingxing (dem Gründer der Kryptobörse OK Coin). Der Aktienwert des Unternehmens fiel um mehr als 20 %.

Kryptowährungen erholen sich wieder

Trotz des Rückgangs der Börsenkurse erholten sich viele Kryptowährungen am Montag stetig. Das scheint daran zu liegen, dass nach dem harten chinesischen Durchgreifen die Anleger aktiv Kryptowährungen kauften. Am Montagmorgen waren die Spekulanten am Zug, die auf den Kursrückgang spekulierten.

Bitcoin stieg um 2,4 % auf 42.500 $, nachdem er inmitten der Ankündigung vom Freitag unter 41.000 $ gefallen war. Ether erholte sich ebenfalls um 3 % und stieg auf 3.163 $, womit er die Verluste vom Freitag wieder wettmachen konnte.

Es scheint zwar, dass die großen Währungen wieder auf die Beine kommen. Aber Chinas hartes Durchgreifen gegen Kryptowährungen könnte eine große Veränderung sowohl in der Mining- als auch in der Krypto-Handels-Szene verursachen. Es sind chinesische Schürfer, die einen Großteil der Erzeugung verschiedener Token, wie z.B. Bitcoin, ausmachen. Einem im April von der Universität Cambridge veröffentlichten Bericht zufolge machen chinesische Kryptoschürfer 45 Prozent des gesamten Anteils an Bitcoin-Mining aus.

Da ein so großer Teil der Mining-Industrie von Chinas Aktionen betroffen ist, könnte es einige Zeit dauern, bis die Auswirkungen der Ankündigung vom Freitag nicht mehr spürbar sind.

Avatar
Autor
Ruby ist seit 2 Jahren eine professionelle Autorin für den Bereich persönliche Finanzen und Investitionen und baut derzeit ihr eigenes Portfolio an Altcoins auf. Gleichzeitig studiert sie Psychologie an der University of Winchester mit Schwerpunkt auf statistische Analysen.