Ethereum hat in den letzten Wochen ein Problem mit den Transaktionsgebühren aufgeworfen. Nach Angaben der ETH-Gas-Station, einer Datenseite, welche die Kosten der Ethereum-Transaktionen verfolgt, haben die Gaskosten aktuell mal wieder einen Stand von rund 200 Gwei erreicht. Dies ist zwar bei Weitem noch kein Höchststand bei den Transaktionsgebühren, da diese letzte Woche noch 350 Gwei betrugen, dennoch ist es für kleinere Transaktionen im Verhältnis schmerzhaft teuer. Insbesondere, wenn man aktive Handeln möchte. Insgesamt sind die Transaktionen mittlerweile 900 Prozent teurer als noch zu Jahresbeginn.

Es wird darüber diskutiert, was genau diesen Anstieg der Gebühren katalysiert. Der unglaubliche Hype, rundum DeFi scheint für viele die nahe liegende Begründung zu sein. Viele sagen aber auch, dass die USDT von Tether dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Im vergangenen Jahr begann das Unternehmen Tether damit, einen Großteil seines USDT-Angebots vom Omni-Netzwerk auf Basis von Bitcoin nach Ethereum zu verlagern. Jetzt basiert die große Mehrheit des Stablecoins auf Ethereum. Als Folge sollen für USDT-Transaktionen in den letzten 30 Tagen ETH im Wert von 6,39 Millionen US-Dollar ausgegeben worden sein – ein stattliches Sümmchen.

Der Stress, den das USDT damit auf die Ethereum-Blockchain ausübt und sich in Form von extrem hohen Gebühren äußert, könnte jedoch bald mit der Einführung von USDT im OMG-Netzwerk ein Ende finden.

Analysten sagen, dass dieser Übergang die Aussichten der so genannten „ETH-Killer“ verblassen lassen könnte, die sich ebenfalls als Smart Contract Plattformen etablieren möchten und deren Verkaufsargument eine oft höhere Anzahl an Transaktionen pro Sekunde ist. Was der Übergang von USDT auf das OMG-Netzwerk damit überhaupt zu tun hat, schauen wir uns jetzt noch etwas genauer an.


Tether und der Bitcoin KursTether – Messias oder Scharlatan: Was steckt hinter dem Aufstieg von USDT in Milliardenhöhe?

Was steckt hinter diesem großen Wachstum von Tether? Werden USDT aus nichts weiter als heißer Luft erschaffen oder steckt mehr dahinter? Jetzt lesen!


Sogenannte „Ethereum Killer“ können einpacken

Es wurde bekannt gegeben, dass das OMG-Netzwerk (vormals OmiseGo) in Kürze seine eigene Implementierung von Tether (USDT) zunächst auf Bitfinex erhalten wird.

Das OMG Network ist eine non-custodial, Second Layer Skalierungslösung für das Ethereum-Netzwerk, welche die Transaktionskosten reduziert und gleichzeitig den potenzielle Verarbeitung an Transaktion steigern und ihre Effizienz erhöhen soll.

In einer Ankündigung des Projekts heißt es:

OMG Network, eine vertrauenswürdige, nicht-verwahrende, Layer-2-Skalierungslösung für den Werttransfer auf Ethereum, freut sich bekannt zu geben, dass Benutzer Tether (USDT) über seine Werttransferschicht bei Bitfinex abheben und hinterlegen können, was dazu beiträgt, die Überlastung von Ethereum und die Gasgebühren mit verbesserten Transaktionsgeschwindigkeiten zu reduzieren.

Laut Ryan Sean Adams von Mythos Capital wird der Schritt USDT, zu einer auf Ethereum basierenden Skalierungslösung zu migrieren, das Potential der so genannten „ETH-Killer“ zerstören.

Der Umzug der Settlements der Stablecoins in die OMG-Layer 2 ist ein enormer Aufschwung für Ethereum. Und es ist bearisch für ETH-Killer. Das bedeutet, dass die ETH-Killer nicht mit Ethereum konkurrieren. Sie konkurrieren mit dem Layer-2 von Ethereum. Sie konkurrieren mit etwas, das bereits durch Ethereum integriert und gesichert ist.

Es ist jedoch nicht klar, inwieweit dieses auf der OMG basierende USDT adoptiert wird. Insbesondere wenn diese Coins nicht auf dezentralisierten Finanzprotokollen verwendet werden können.

Der OMG Kurs hebt ab

Der OMG Kurs hat in jedem Fall positiv auf die Tether-Nachrichten reagiert. Wirklich äußerst positiv! Alleine in den letzten 7 Tagen ist der OMG Kurs um 311,4% in die Höhe geschnellt.

Ethereum, ETH, OMG Kurs, Tether, USDT

Dieser rasante Kursanstieg lies OMG in den Top100 Coins wie eine Rakete nach oben schießen. Aktuell belegt OMG den 25. Platz gemessen an seiner Marktkapitalisierung.

Ethereum (ETH) nach wie vor unterbewertet?

Die aktuellen Geschehnisse verweisen auf einen Umstand, den viele vergessen haben: Das Update auf Proof of Stake und Ethereum 2.0 ist nicht die einzige Skalierungslösung für das Projekt. Das Ökosystem rundum Ethereum wird zunehmend stärker und mittlerweile dürfte klar sein, dass niemand ETH den Rang ablaufen kann. Ethereum ist im Bereich der Smart Contracts, was Bitcoin im Bereich der digitalen Wertanlagen darstellt. Beide sind absolute Platzhirsche in ihrem Bereich und können eigentlich nur noch an sich selbst scheitern.

Als Ergebnis daraus, hat der Ethereum Kurs eine ebenfalls beeindruckende Rallye in den letzten Monaten vollzogen. Viele glauben allerdings, dass ETH nach wie vor unterbewertet ist. Klar ist, dass die Fundamentals von Ethereum so stark sind wie noch nie zuvor.

Daher glauben viele daran, dass der Ethereum Kurs noch sehr viel mehr Wachstumspotential als beispielsweise Bitcoin (BTC) aufweist. Ob das nun so ist oder nicht, da mögen sich mit Sicherheit die Geister scheiden.

Fakt ist in jedem Fall, dass BTC mit seinem derzeitigen Preis von 11.750,04$ rund 40% unter seinem Allzeithoch (ATH) gehandelt wird. Anders ausgedrückt, muss der Bitcoin Kurs weitere 67% steigen, um sein ATH zu erreichen. Der Ethereum Kurs hingegen hat sein ATH erst erreicht, wenn er weitere 257% steigt.

Nun muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, für wie wahrscheinlich er es hält, dass

  1. der Bitcoin Kurs sein ATH erreicht und
  2. wenn dies der Fall ist, wie wahrscheinlich es ist, dass es dann auch dem Ethereum Kurs gelingen wird, sein eigenes ATH zu erreichen.

Die Beantwortung der obigen Fragen obliegt wie immer dem Leser selbst durch seine eigene gewissenhafte Recherche. #DYOR

Ethereum handeln Alle Kryptowährungen

75 % der privaten CFD Konten verlieren Geld. Kein EU-Investorenschutz.