Nach einer wochenlangen Rallye gerät der Ethereum Zug ins Stocken. In den letzten Monaten konnte ETH sich deutlich von Bitcoin absetzen und BTC klar outperformen. Decentralized Finance (DeFi) galt wochenlang als Treibstoff dieser Rallye und befeuerte das Projekt, während es gleichzeitig die Schwächen der Ethereum Blockchain offenbarte.

Doch gerade in den letzten Tagen sehen wir eine Trendwende bei Ethereum. Welche Gründe gibt es hierfür und hat SushiSwap das Kurspotenzial von ETH zunächst zum Erliegen gebracht?


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Ethereum und DeFi: Freund oder Feind?

Werfen wir einen Blick auf die nackten Zahlen. In den letzten vier Monaten ging es für Ethereum (ETH) konstant in Richtung Norden. Die Kryptowährung stieg dabei seit Mai um rund 93% an. Dabei sehen wir jedoch auch, dass die wirkliche Rallye erst Mitte Juli eintrat. Der Zeitraum, in dem der „Knall“ stattfand, ereignete sich also in den letzten 6 bis 8 Wochen. In dem selben Zeitraum kletterte Bitcoin „gerade einmal“ um 40% nach oben.

Ethereum und Bitcoin Kurs seit Mai 2020

Dabei gibt es einige Stimmen in der Kryptowelt, die Ethereum und Decentralized Finance als Treiber für die Kursrallye benannten. So sei nicht Bitcoin, sondern viel mehr Ethereum für das bullishe Marktsentiment verantwortlich gewesen. Ein Beispiel hierfür war (und ist) die sinkende Bitcoin Dominanz.

Weniger Beachtung fanden hierbei jedoch die größten Gefahren von Decentralized Finance: Programmiercode, der nicht auditiert wurde und teilweise anonyme Gründerteams, die durch Listings auf dezentralen Exchanges schnell an Liquidität und Aufmerksamkeit kamen.

Vergangene Woche kam dann so etwas wie Unsicherheit und Überhitzung in den Markt. Makroökonomisch betrachtet sahen wir einen fundamentalen Wechsel in der Geldpolitik der USA und eine Korrektur am Aktienmarkt. Dabei fragten sich wohl auch viele im Kryptospace, wie lange die Goldgräberstimmung rund um DeFi noch weitergehen kann.

Als Konsequenz dessen startete ein nicht gerade marginaler Verkauf von ETH und der Preis fiel.

SushiSwap als Symbol für Risiko bei DeFi

Dass Decentralized Finance ein klarer Preistreiber für Ethereum (ETH) war, ist wohl unbestritten. Die Notwendigkeit ETH zu besitzen, um mit Smart Contracts zu interagieren und DeFi zu nutzen, erhöht logischerweise die Nachfrage und wirkt sich positiv auf den ETH Preis aus.

Daher musste man auch kein Nostradamus sein, um vorherzusehen, dass DeFi Anzeichen einer Blasenbildung hat und sich irgendwann (die Frage ist normalerweise wann genau) einer Korrektur unterziehen muss. Anders formuliert: Wann endet die Party?

Exit Scam vs. finanzielle Sicherheit und Fokus auf Projekt

Aktuell ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Party sich zumindest einer kurzfristigen Pause unterziehen darf. Als Grund hierfür ist SushiSwap und dessen raketenhafter Aufstieg.

Zur Erinnerung: SushiSwap zog mit seinem Governance Token $SUSHI Liquidität von UniSwap ab. Der anonyme Gründer Chef Nomi erschuf damit einen der heißesten DeFi-Tokens, der binnen 2 Wochen (!) seine Marktkapitalisierung von 600.000$ auf 285 Millionen Dollar erhöhte.

Trotz der Versprechen, dass Mr. Nomi seine Dev-Anteile in Höhe von 10% nicht verkaufen würden, kam es dann vergangenen Samstag in einer Transaktion zu dem großen Knall. Während viele Investoren aufgrund ihres blinden Vertrauens in eine unbekannte Person damit wohl einige Dollar verbrannten, sicherte sich Chef Nomi wohl seine Rente, indem er ETH im Wert von 12.5 Millionen USD verkaufte.

Der Entwickler äußerte sich auch selbst zu dem Verkauf. Er verglich sich dabei mit Charlie Lee und argumentierte, dass die finanzielle Sicherheit dazu beitrage, sich zu 100% auf das Projekt konzentrieren zu können und dass er weiterhin für alle Fragen und die Belange der Community zur Verfügung stehe.

Abkühlung für Ethereum und Decentralized Finance

Damit markierte SushiSwap und die Handlung des Chef Nomi eine Zäsur im Bereich DeFi. Nach dem massiven Kurseinbruch von SushiSwap fragten sich wohl viele Investoren, ob das blinde Vertrauen und Investieren zu voreilig und wohlmöglich auch zu gierig gewesen sei.

Somit hat SushiSwap wohl einen wunden Punkt getroffen. Auch Ethereum ist von dieser Zäsur betroffen. Eventuell zunehmende makroökonomische Unsicherheiten in Kombination mit dem bitteren Beigeschmack, den SushiSwap auf DeFi gebracht hat, werden sich wohl viele Anleger zukünftig überlegen, ob sie weiterhin in Decentralized Finance Projekte investieren sollen.

Eine Abkühlung ist hierbei keineswegs als komplett negativ zu verstehen. Im Gegenteil: Ethereum könnte von einer solchen ruhigen Phase der Korrektur profitieren und gestärkt hervorkommen. Schließlich zeigten sich zuletzt die massiven Probleme der Blockchain hinsichtlich Skalierbarkeit und Transaktionskosten.

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Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.