Seit einigen Monaten ist es nun schon bekannt, dass sich bei Ethereum einiges verändern wird. Man könnte fast von einer Art Neuanfang sprechen, denn mit Ethereum 2.0 steht das größte Update in der Geschichte von Ethereum (ETH) bevor und in diesem soll der Konsensmechanismun von Proof-of-Work auf Proof of Stake umgestellt werden. Phase Null von ethereum 2.0 soll nun offiziell am 3. Januar 2020, also in sieben Monaten, beginnen. Mit dem Update wird das gesamte System um einiges skalierbarer, effizienter und schneller ablaufen.

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Ethereum 2.0 Launch als Hommage an Bitcoins Genesis-Block

Ein offizieller Launch am 3. Januar 2020 wäre wohl symbolträchtig, denn das wäre genau 11 Jahre nach dem Start des Genesis-Blocks von Bitcoin am 3. Januar 2009. Justin Drake, ein Eth 2.0-Developer, nennt das 11. Jubiläum von Bitcoin auch als tatsächlichen Grund für das gewählte Datum – eine schöne Hommage.

Natürlich äußerte sich Drake aber nicht nur zum Datum, sondern vor allem zum aktuellen Projektstatus und der technischen Entwicklung. So sagte er, dass die Entwicklung nach Plan laufe und sie auf Kurs seien. In etwa zwei Wochen, am 30. Juni, soll die Vorbereitung auf die Phase-Null kommen. Phase Null ist der Name der ersten Stufe der Ethereum-Transformation von Proof of Work (PoW) zu Proof of Stake (PoS).

Ethereum 2.0: zwei Meilensteine gilt es noch zu überwinden

Laut Drake gibt es noch zwei Meilensteine, die es umzusetzen gilt. Erstens soll die Möglichkeit geschaffen werden, Deposits zu hinterlegen. Dies muss logischerweise vor dem Genesis-Block gestartet werden, damit (spätere) Validatoren Einlagen tätigen können.

So wird seitens Ethereum erwartet, dass mindestens 2 Millionen ETH eingezahlt werden. Offiziell soll dieser Prozess mit einer Art Zeremonie bei der Devcon in Japan stattfinden. Mit dieser offiziellen Zeremonie soll eine von allen anerkannte Adresse für Depots geschaffen werden, so dass auch Betrugsdelikte verhindert werden.

Der zweite Meilenstein ist der Start des Genesis-Blocks am 03. Januar – dem Tag, an dem auch Satoshi Nakamoto den Genesis-Block erschuf. Somit wäre der Launch von Ethereum 2.0 kurz nach Weihnachten und nach dem Jahreswechsel, was wiederum einen Neuanfang für Ethereum symbolisiert.

Demnach ergebt dies einen Zeitraum von drei Monaten (bis zur Devcon nämlich) um ETH zu akkumulieren und ca. sieben Monate Zeit – beginnend beim heutigen Tag – damit mindestens zwei Clients den ‚production status‘ (dt. Produktionsreife/-stand) erreichen.

TestNet, Fuzzing und Sicherheitsaudits sollen Qualität sicherstellen

Auf die Frage was er unter dem Begriff ‚production status‘ verstehe, erklärte Drake folgendes: Produktionsstatus heißt, dass es bereits ein längerfristiges Cross-Client-Testnetz gegeben hat. Dieses müsse diversen Kriterien genügen: Zum einen müsse es ein Sicherheitsaudit durchlaufen haben. Außerdem muss es Fuzzing (Anmerkung: Fuzzing ist eine Testtechnik für Software, um Sicherheitslücken aufzudecken) bestehen. Des Weiteren müssen Teile des Systems formale Verifizierungen durchlaufen und last but not least: das System muss eine längere Zeit ohne größere Probleme stabil laufen.

Ethereum Gründer Vitalik Buterin fasste dies auf seine eigene Art und Weise zusammen: Eth 2.0 werde genauso ablaufen wie die Einführung von Eth 1.0. Ein lang erprobtes Testnetz, Sicherheitsüberprüfungen, Fuzzing als Testmechanismus und keine Fehler für eine angemessene Zeit.


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Offizieller Launch von Phase 0 soll Anfang Oktober sein

Alles deutet also darauf hin, dass Ethereum 2.0 sich in den letzten Schritten vor der Veröffentlichung befindet. Dieser Launch wird dann wahrscheinlich im Rahmen der Devcon vom 8. bis 10. Oktober stattfinden. Mit diesem Launch wird dann aller Voraussicht nach der Wechsel von PoW auf PoS umgesetzt werden; damit wird zunächst geprüft werden, ob Transaktionen und Deposits durch Validatoren regelkonform bestätigt werden.

Phase eins wird anschließend die Zwischenphase darstellen. Mit diesem Schritt soll Storage-Sharding getestet werden und somit initial die Kapazität und Leistungsfähigkeit des Netzwerks erhöhen. Eine vollständige Implementierung von Sharding wird voraussichtlich erst in Phase 2 erfolgen. Phase 2 soll in etwa zwei Jahren beginnen, wohingegen Phase 1 bereits im Verlauf des nächsten Jahres abgeschlossen werden soll.

Letztendlich bleibt noch die Frage bestehen, was mit Eth 1.0 passieren wird? Diese Frage ist aktuell noch nicht zu Ende diskutiert. Der anfängliche Vorschlag war, Eth 1.0 in einen Smart Contract zu packen und es als eine Art Teilstück zu nutzen. Laut Drake sei dies aber „eine erhebliche technische und Governance-Arbeit“, so Drake. Also fragt er sich:

Die native Integration (von Ethereum 1.0 in Ethereum 2.0) sollte mit deutlich günstigeren mittelfristigen Alternativen verglichen werden. So kann beispielsweise eine zweiseitige Brücke zwischen ETH 1 und ETH 2 mit Hilfe eines ‚light clients‘ gebaut werden.

Ethereum 1.0 vs. Ethereum 2.0

Eine weitere Frage, die in diesen Zusammenhang häufig aufkommt ist die Frage, ob 1 ETH1 = 1 ETH2 sein wird, wenn es keine technische ‚Brückenlösung‘ gibt. Gäbe es eine Schnittstelle respektive Möglichkeit ETH1 in ETH2 zu tauschen, gäbe es auch die Möglichkeit Arbitrage zu betreiben. Läge eine solche Möglichkeit allerdings nicht vor, gäbe es auch keine Arbitragemöglichkeit. Gäbe es keine Arbitragemöglichkeit würde dies wohl auch dazu führen, dass die Bepreisung von ETH1 und ETH2 unterschiedlich wäre.

Unklar ist auch welche Änderungen (falls es überhaupt welche geben wird) am aktuellen Blockreward vorgenommen werden. Denn die ‚Schwierigkeitsbombe‘ (Difficulty Bomb) sollte um die Zeit des geplanten Genesis-Launches wieder losgehen, so dass dies zu einigen Änderungen von ETH1 führen könnte.

Einer der Vorschläge lautete beispielsweise die Belohnungen im PoW-System von aktuell 2,0 ETH auf 0,6 ETH fallen. PoS-Validatoren hingegen sollen 0,22 ETH pro Block erhalten. Dies wäre effektiv gesehen eine Art „Halvening+“. Zur Wiederholung: dies ist ein Vorschlag, der noch nicht final bestätigt wurde.

Was zusammenfassend also deutlich wird, ist, dass Ethereum bald mit dem wohl größten Upgrade einer öffentlichen Blockchain seit deren Erfindung vor einem Jahrzehnt beginnen wird.


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[Bild: Shutterstock]
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.

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