Seit China den neuen digitalen Yuan (eCYN) eingeführt hat, verzeichnete die Zentralbank des Landes einen starken Anstieg der Nutzerzahlen.

Bis Oktober haben nach Angaben eines Beamten der People’s Bank of China mehr als 130 Millionen Menschen die Wallet für eCYN geöffnet. Dabei wurden über 62 Milliarden Yuan (etwa 9,7 Milliarden US-Dollar) umgesetzt.

Noch im Juli zählte Chinas digitaler Yuan rund 21 Millionen Wallet-Nutzer, die über 5,3 Milliarden US-Dollar an Transaktionen durchführten.

Inzwischen prüfen Zentralbanken in der ganzen Welt Möglichkeiten zur Einführung staatlich regulierter digitaler Währungen. Dadurch will man den Zahlungsverkehr verbessern – und mit beliebten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Dogecoin und anderen konkurrieren.

Digitaler Yuan noch nicht offiziell landesweit eingeführt

China hat regionale Pilotprogramme und Versuche mit der digitalen Währung im ganzen Land gestartet. Laut Mu Changchun, Generaldirektor des Instituts für digitale Währungen der chinesischen Zentralbank, wurde für die Wallet trotz des großen Erfolgs noch kein offizielles Datum für den landesweiten Einsatz festgelegt.

Changchun, der auf der diesjährigen Fintech Week-Konferenz in Hongkong sprach, sagte, dass zwar 140 Millionen Menschen die eCYN Wallet nutzen, aber nur 1,55 Millionen Nutzer Zahlungen und Transaktionen mit der neuen digitalen Währung durchführen können.

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Bislang können Wallet-Nutzer mit dem neuen digitalen Yuan für staatliche Dienstleistungen, Transportmittel und Versorgungsunternehmen bezahlen. Neben individuellen Nutzern wurden fast 10 Millionen eCYN-Konten für Unternehmen eröffnet, die derzeit aktiv sind.

Um die neue digitale Währung massiv zu verbreiten, geht China hart gegen unregulierte Kryptowährungen vor. Diese aggressiven Schritte haben dazu geführt, dass viele Kryptobörsen aus China abgewandert und wenig bekannte Kryptowährungen von der Oberfläche verschwunden sind.

Ein Beispiel dafür ist das von Peking im September verhängte Verbot aller Krypto-Transaktionen. Zuvor wurden schon alle Mining-Unternehmen aus dem Land vertrieben.

JPMorgan sieht Zukunft bei CBDCs

In einem kürzlich erschienenen Bericht erklärte die größte US-Bank JPMorgan, dass globale Unternehmen digitales Zentralbankengeld (Central Bank Digital Currencies – CBDCs) brauchen. Diese staatlich regulierten digitalen Währungen würden ihnen jedes Jahr bis zu 100 Milliarden US-Dollar an Transaktionskosten bei Auslandszahlungen einsparen.

Nach Schätzungen der Unternehmensberatung Oliver Wyman, die den Bericht erstellt hat, werden in einem Jahr grenzüberschreitende Transaktionen im Wert von fast 24 Billionen US-Dollar durchgeführt. Ihre Kosten betragen dabei über 120 Milliarden US-Dollar.

In einer gemeinsamen Erklärung mit Partner Jason Ekberg sagte die Firma, dass CBDCs internationale Zahlungsprobleme mit Leichtigkeit lösen können:

Die Argumente für CBDCs zur Lösung von Problemen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr sind sehr überzeugend.