Cardano (ADA) hat in den letzten Wochen nicht nur durch den enormen Kursanstieg von sich hören lassen, sondern auch durch etliche Updates. Viele sehen in Cardano den Ethereum Killer, der die größte und bekannteste Smart Contract Plattform in den Schatten stellen soll. Doch so einfach, wie es sich manche vorstellen, ist es nicht.

In diesem Artikel will ich über die Chancen und Risiken bei Cardano sprechen und ob ADA es schaffen kann ETH von der Spitze der Smart Contracts zu verdrängen.

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Cardano der nächste Ethereum Killer?

In den letzten Wochen ging es bei Cardano heiß her. Der ADA Kurs ist seit März diesen Jahres bis heute um fast 600% gestiegen. Viele springen auf den Staking Zug auf und sehen darin eine gute Möglichkeit sich ein passives Einkommen zu generieren. Der Hype wurde durch die Ankündigung vom Shelley Update und weitere News zusätzlich befeuert. Unter anderem, dass Cardano 100x dezentraler sein soll als Bitcoin. Das Marketing läuft auf Hochtouren und viele sehen bereits ADA als den nächsten Ethereum Killer.

Doch was muss überhaupt gegeben sein, um Ethereum abzulösen? Einige würden sagen, dass eine bessere Technologie ausreichen würde, um langfristig die Konkurrenz in den Schatten zu stellen. Doch bei dezentralen Netzwerken mit einem nativen Coin ist das nur die Spitze des Eisbergs. Technologie ist im Krypto-Raum bei Weitem nicht alles. Hier spielen Vertrauen, Track Record, Grad der Dezentralisierung, Netzwerkeffekte und Dokumentation eine viel wichtigere Rolle. Hier hat Ethereum die Nase vorn und zwar mit einem großen Abstand.

Netzwerkeffekt, Track Record und Dokumentation von ETH mit großem Abstand

Ethereum gibt es bereits seit 2015. In den letzten 5 Jahren hat die Plattform viel Erfahrung gesammelt und festgestellte Probleme gelöst. Der Grad der Dezentralisierung ist zwar nicht so hoch wie bei Bitcoin aber dennoch weitaus höher als bei anderen Projekten. Der Netzwerkeffekt spricht ebenfalls für sich, vor allem bei Entwicklern, die auf einer öffentlichen Blockchain entwickeln wollen. Die Dokumentation ist mittlerweile massiv und ein Einstieg in Ethereum dadurch weitaus einfacher als auf anderen Plattformen.

Auch in Bezug auf die Anzahl an verschiedenen Wallets gibt es einen massiven Unterschied. Fast jede Wallet unterstützt Ethereum aber nicht jede Wallet unterstützt Cardano. Zwar wirkt das auf den ersten Blick nicht so wichtig aber ein Entwickler will sich ganz sicher keine Gedanken mehr über die richtige Verwahrung der Kryptowährungen machen, sondern sich um eigene Dinge kümmern. Der Abstand in allen aufgeführten Bereichen wird von Tag zu Tag größer und es gibt kaum eine Möglichkeit, dass sich das in Zukunft ändert.


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Ethereum kann nur durch sich selbst scheitern

Dennoch gibt es ein Szenario, wo Ethereum massiv an Einfluss verlieren könnte. Wenn es beim bevorstehenden Wechsel von Proof-of-Work (PoW) zu Proof-of-Stake (PoS) zu erheblichen Problemen kommen sollte und das Netzwerk nicht mehr funktionsfähig oder sicher genug ist, dann werden Entwickler auf alternative Plattformen zurückgreifen. Hier würde vielleicht auch wieder Cardano ins Spiel kommen. Aktuell ist aber die Nische der Smart Contracts mehr oder weniger besetzt, auch wenn es noch ein großes Wachstumspotential innehält.

Zudem ist der Status Quo von Cardano nicht so vielversprechend wie es scheinen mag. Es gibt noch keine einzige Applikation die auf ADA läuft. Zwar gibt es bereits viele Partnerschaften und anscheinend auch großes Interesse aber letztendlich läuft aktuell auf Cardano nichts. Auch hier werden im Laufe der Zeit Probleme auftauchen, die erstmal gelöst werden müssen. Es handelt sich hier nämlich um teils komplexen Code, der auch menschliche Fehler mitbringt, die erst im Betrieb auffallen.

Cardano hat also noch eine lange Reise vor sich aber bereits jetzt schon von einem Ethereum Killer zu sprechen, ist einfach viel zu früh. Vorher muss sich ADA erstmal beweisen und Ethereum seine Probleme nicht beheben können. Erst dann gibt es eine Möglichkeit Ethereum vom Smart Contract Thron zu stoßen. Bis dahin sollte man sich nicht unnötigen hypen lassen und erstmal abwarten. Wir sind gespannt wie es weiterlaufen wird und halten euch wie immer auf dem Laufenden.

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[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.