Erst vor einigen Monaten veranstaltete Goldman Sachs ein Online-Meeting für seine Kunden, in dem unter anderem auch über Bitcoin als Investment gesprochen wurde. BTC wurde, wie sollte es auch anders sei, als schlechte Möglichkeit sein Geld anzulegen dargestellt. Doch aktuellen Aussagen zufolge scheint die Großbank nicht so „Anti-Crypto“ zu sein, wie man es vermuten würde. In einem Interview spricht ein Goldman Sachs Executive nun darüber, dass die Möglichkeit besteht, dass GS seinen eigenen Token herausbringt. Was bedeutet das für BTC?

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Goldman Sachs‘ „digitaler Fiat-Token“ als BTC Killer?

Während eines Investoren-Calls im Mai sagte Goldman Sachs seinen Kunden, dass sie niemandem empfehlen, in BTC zu investieren. Stattdessen sagte die Bank, die führende Kryptowährung sei keine Anlageklasse.

Nun, ca. 3 Monate später, spricht der Managing Director Mathew McDermott in einem neuen Interview mit CNBC davon, dass die Investmentfirma die kommerzielle Machbarkeit der Schaffung eines eigenen digitalen Tokens untersucht, der an eine Fiat-Währung gekoppelt wäre.

Wir erforschen die kommerzielle Realisierbarkeit der Schaffung eines eigenen digitalen Fiat-Tokens, aber es ist noch in den Anfängen…

Ob Goldman Sachs also tatsächlich eine eigene Kryptowährung an den Start bringen wird, steht noch nicht mit Sicherheit fest. Wir können an dieser Stelle dennoch die etwas provokante Eingangsfrage beantworten, welche Auswirkungen die Einführung eines solchen Token aus BTC hätte: gar keine.

Wie Mathew McDermott im obigen Zitat erwähnt, wäre ein „Goldman Sachs Coin“ ein Stablecoin, wie Tether und Co. Hierin besteht dann wiederum keine bis wenig Gefahr, dass BTC von einem solchen Vorhaben benachteiligt wird. Der USP von BTC ist nämlich nicht nur auf seine Eigenschaften als Zahlungsnetzwerk beschränkt, sondern liegt vor allem in der Zensurresistenz, die ein Stablecoin in der Regel nicht hat.


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Wie Blockchain die Finanzwelt verändern wird

Der 46-Jährige McDermott sagt im Interview ebenfalls, er stelle sich eine Zukunft vor, in der die Finanzanlagen der Welt auf elektronischen Büchern basieren, ähnlich wie Kryptowährungen heute funktionieren. Solch eine Finanzwelt würde weit über BTC und Co. hinausgehen.

In den nächsten 5-10 Jahren könnte man sich ein Finanzsystem vorstellen, in dem alle Aktiva und Passiva aus einer Blockchain stammen und in dem alle Transaktionen in der Kette stattfinden. Was Sie heute also in der physischen Welt tun, tun Sie einfach digital, was enorme Effizienz schafft. Das kann die Ausgabe von Schuldtiteln, die Verbriefung von Wertpapieren oder die Vergabe von Krediten sein; im Grunde genommen haben Sie ein digitales Finanzmarkt-Ökosystem, und die Möglichkeiten sind ziemlich groß.

McDermott verdoppelt nun die Größe seines Teams und stellt Talente aus ganz Asien und Europa ein. Kürzlich engagierte er Oli Harris, den ehemaligen Leiter von JPMorgans Quorum, einer auf Ethereum basierenden Blockchain, die die Dollar-unterstützte Kryptowährung JPM Coin untermauert.

[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.