Bitcoin ist eines der wenigen Vermögenswerte, bei dem die breite Bevölkerung die Möglichkeit hatte (bzw. hat) vor institutionellen Anlegern in das Asset zu investieren. Normalerweise ist dies immer genau anders herum. Doch seit dem letzten Bullrun, der in der Öffentlichkeit erstmals viel Aufmerksamkeit für BTC geschaffen hat, sehen viele Experten die Institutionalisierung als einen Preistreiber eines möglichen nächsten Bullruns.

Doch die Meinungen dazu, wie stark die Institutionalisierung bei Bitcoin bereits fortgeschritten ist und auf welchem Stand sie sich befindet, gehen weit auseinander. Während Coinbase vor einigen Wochen berichtete, dass die Exchange jede Woche mehrere hundert Millionen Dollar für institutionelle Investoren investiert, zeigt das Beispiel Bakkt, dass das Interesse noch zu wünschen übrig lässt. Doch woran liegt das genau?

Bitcoin Markt ist einfach zu klein für Institutionen

In einem Interview mit „The Block“ beantwortete der im Crypto-Bereich geschätzte Tom Lee genau diese Frage. Lee ist Managing Partner und Head of Research beim Finanzdienstleister „Fundstrat Global Advisors“. Laut ihm gibt es vor allem 2 Haupt-Gründe für das Stocken der Institutionalisierung von Bitcoin.

Zunächst einmal sieht Lee schlicht und einfach die Marktkapitalisierung von Bitcoin als Problem für institutionelle Investoren an. Diese liegt laut CoinMarketCap aktuell bei knapp 144 Milliarden US-Dollar und ist für Investoren, die teilweise mehrere hundert Milliarden oder Billionen von Dollar verwalten einfach zu gering.

Tom Lee nimmt in seiner Aussage dabei einige andere Asset-Klassen als Beispiel, um die Marktkapitalisierung von Bitcoin ins richtige Verhältnis zu setzen. Gold, Aktien und Anleihen haben laut ihm je eine Marktkapitalisierung von 9, 66 und 86 Billionen Dollar. Dabei sei Bitcoin „nicht einmal ein halbes Prozent dieser Assets“. Wenn sich institutionelle Investoren nun entscheiden würden nicht einmal 1% ihres verwalteten Vermögens in BTC zu investieren, wäre das schon „dreimal so viel“, wie die gesamte Marktkapitalisierung von BTC aktuell.


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Bitcoin Regulierung und Infrastruktur problematisch

Als weitere Hindernisse für institutionelle Investoren sieht Lee ein Mangel an Infrastruktur rund um Bitcoin. Dabei scheinen auch regulatorische Aspekte für Lee unter den Begriff „Infrastruktur“ zu fallen. Laut ihm gibt es nämlich in den USA einen Mangel an „regulatorischem Schutz“:

Es gibt nicht genug rechtlichen und regulatorischen Schutz für Bitcoin in den USA, um eine Anordnung des Weißen Hauses zu verhindern, die BTC verbietet, so wie nichts heute verhindern würde, dass Bitcoin in den USA verboten wird.

Dies hat zur Folge, dass viele Investoren (abgesehen vom finanziellen Risiko) ein großes Risiko für ihren Ruf sehen, wenn sie in einen Markt wie Bitcoin einsteigen, der wenig bis gar keinen regulatorischen Schutz seitens des Gesetzgebers liefert.

Lee ist jemand der es wissen muss. Er berät bei Fundstrat Global Investoren bei ihren Anlageentscheidungen, auch in Sachen Bitcoin. Seinen Aussagen sind eine mögliche Erklärung für den schwachen Start von Bakkt und es bleibt zu hoffen, dass sich die Hindernisse in den nächsten Monaten und Jahren für institutionelle Investoren verringern. Nur so kann die enorme Kaufkraft dieser den Bitcoin Kurs beflügeln.

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Tom Lee sieht die geringe Marktkapitalisierung und eine fehlende Infrastruktur als Hindernisse für institutionelle Investoren. Stimmst du Lee in diesen Punkten zu? Oder siehst du andere Aspekte als viel problematischer? Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus. Abonniere zusätzlich unseren News Kanal, um keine News mehr zu verpassen.

[Bildquelle: Shutterstock]