Heute erreichte Bitcoin ein Monatstief und scheint auf die schlechteste Woche seit einem halben Jahr zuzusteuern. Die ausgedehnte Rallye trieb erst vor kurzem die Gewinne in die Höhe. Jetzt sind Händler aber besorgt, dass die Gläubiger der zusammengebrochenen Kryptobörse Mt Gox ihre Zahlungen liquidieren könnten.

Die größte Kryptowährung nach Marktwert verlor während der asiatischen Handelsstunden 1,6 % und fiel auf 55.980 US-Dollar. Das liegt 20 % unter dem Rekordhoch und ist der niedrigste Stand seit Mitte Oktober.

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Analysten erwarten für Bitcoin weiteren Kursrückgang

Matthew Dibb, COO bei dem in Singapur ansässigen Krypto-Vermögensverwalter Stack Funds, erwartet, dass der Preis von BTC weiter fallen wird, bis er bei etwa 53.000 US-Dollar erreicht. Ihm zufolge gab es Gewinnmitnahmen und Befürchtungen über weitere Bitcoin-Verkäufe, nachdem ein Gericht in Tokio Pläne zur Rückzahlung von Gläubigern von Mt Gox genehmigt hatte. Bei dem Zusammenbruch der Börse im Jahr 2014 wurde eine halbe Milliarde in Bitcoin verloren.

Das sagte er in einem Interview mit Reuters:

Der Verkaufsdruck ist ziemlich konstant gewesen. Die Betroffenen werden eine große Summe an Bitcoin erhalten, wahrscheinlich im ersten oder zweiten Quartal 2022. Das hat dem Markt auf längere Sicht etwas Angst eingejagt.

In dieser Woche hat Bitcoin etwa 14 % seines Wertes verloren. Dennoch beläuft sich die Wertsteigerung in diesem Jahr auf 90 %. Ethereum hat diese Woche ebenfalls 14 % verloren. Das liegt sowohl bei BTC als auch bei ETH daran, dass die globalen Märkte aufgrund von Sorgen über Inflation, Zinssätze und Wirtschaftswachstum eine vorsichtige Haltung einnehmen.

OANDA-Analyst Edward Moya sagte gegenüber Reuters:

Die langfristigen Aussichten von Bitcoin bleiben positiv. Aber in den nächsten Monaten werden die Gewässer rau bleiben. Institutionelle Investoren schauen darauf, ob die Fed gezwungen sein wird, die Zinsen früher anzuheben. Das würde einen breit angelegten Ausverkauf riskanter Vermögenswerte auslösen. Dazu gehört auch Bitcoin.

US-Infrastrukturgesetz trägt zu Preisschwankungen bei

Am Montag unterzeichnete US-Präsident Joe Biden das 1,2 Billionen US-Dollar schwere Infrastrukturgesetz, dessen Klauseln auch Krypto-Investitionen betreffen. Die Regierung Biden schlug auch neue Gesetze zur Regulierung von Stablecoins vor.

Jelena McWilliams, die Vorsitzende der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), erklärte gegenüber Reuters, dass die US-Behörden nach Möglichkeiten suchen, den Banken „Leitlinien“ für die Kryptobestände ihrer Kunden zu geben. Sie sagte:

Wenn wir diese Geschäfte nicht in die Banken bringen, werden sie außerhalb der Banken stattfinden… Die Aufsichtsbehörden werden dann nicht mehr in der Lage sein, sie zu regulieren.

Gemäß der von der Biden-Regierung vorgeschlagenen Gesetzgebung würden Stablecoin-Emittenten denselben gesetzlichen Bestimmungen unterliegen wie Banken. Der erste Bitcoin-ETF wurde letzten Monat offiziell eingeführt und markierte das Debüt von Kryptowährungen an der New Yorker Börse.