Auf die Frage, was Bitcoin genau ist, haben 10 verschiedene Menschen in den meisten Fällen 100 verschiedene Antworten. Das ist kein Wunder, denn das digitale Asset ist zusammen mit der Blockchain Technologie eine „neuartige“ Erscheinung, die gerade einmal 10 Jahre alt ist. Dabei bezeichnet „Bitcoin“ sowohl das digitale Asset, als auch das zugrundeliegende Zahlungsnetzwerk. Einmal abgesehen von dem disruptiven Potential, interessieren sich die meisten Crypto-Fans sehr für den Bitcoin Kurs.

Der Bitcoin Kurs zeigt aufgrund des noch kleinen Marktes enorme Schwankungen (Volatilität) und macht BTC deshalb für Spekulationen sehr interessant. Schön wäre es also, wenn man den Preis für BTC vorhersagen könnte. Anders als bei Aktien, aber ähnlich wie bei Gold, lässt sich ein „fairer Preis“ für einen der digitalen Taler nur schwer ermitteln. Vorhersagen, ob das Asset nun über- oder unterbewertet ist, sind so interpretationsfähig. Ist die Netzwerkaktivität die Lösung?

Bitcoin Kurs und Stock-to-Flow

Bei der Analyse von Aktien Kursen ziehen Analysten bekanntlich eine Vielzahl von Indikatoren heran. Ein Beispiel dafür ist das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis). Diese Zahl setzt den Aktien Kurs und den Gewinn des Unternehmens je Aktie ins Verhältnis. Des Weiteren stehen Börsen Spekulanten eine Vielzahl an Fundamentaldaten des Unternehmens wie Bilanzzahlen und Gewinn- und Umsatzentwicklung zur Verfügung.

Bei Assets, die keinen Cash Flow schaffen, sondern beispielsweise lediglich als „Store of Value“ oder „Medium of Exchange“ dienen, gibt es alle diese Indikatoren meistens nicht. Kein Wunder also, dass Crypto-Fans andere Indikatoren heranziehen müssen, um zu schauen, ob der aktuelle Bitcoin Kurs gerechtfertigt ist oder nicht. Eine Möglichkeit davon ist das Stock-to-Flow-Modell, welches wir bereits vor wenigen Tagen erklärt haben. Kurz gesagt, setzt dieses Modell (ähnlich wie das KGV) den Bestand (Stock) eines Assets und dessen Zufluss (Flow) ins Verhältnis.

Bitcoin Kurs = Wert des Netzwerks = Aktivität des Netzwerks?

Neben dem Stock-to-Flow Modell gibt es noch eine eher technische Möglichkeit auf den Bitcoin Kurs zu schauen. Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei Bitcoin nicht nur um ein Asset, sondern auch um ein (Zahlungs-) Netzwerk. Wie bei Facebook und Co. steigt der Wert eines Netzwerkes mit der Anzahl seiner Nutzer und dem Nutzungsgrad. Je mehr Menschen und Firmen am Netzwerk partizipieren, desto wertvoller wird es, sprich der Bitcoin Kurs steigt.

Doch wie lässt sich der Wert des Bitcoin Netzwerkes messen? Hierfür gibt es mehrere Indikatoren. Die Marktkapitalisierung spielt dabei eine wichtige Rolle, denn sie gibt den Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Coins an. Daneben könnte man festhalten, dass die Aktivität eine weitere entscheidende Rolle spielt. Denn nicht nur die Anzahl der Nutzer, sondern auch die Nutzungshäufigkeit hat Einfluss auf die Aktivität im Netzwerk und so dessen Wert.


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Chief Investment Officer sieht eindeutigen Zusammenhang zu Bitcoin Kurs

In einem Interview mit „Venture Coinist“, das am Montag veröffentlicht wurde, bestätigt Travis Kling, Chief Investment Officer bei Ikigai Asset Management genau diesen Zusammenhang. Dabei sagt er, dass genauso wie bei Aktien ein Zusammenhang zwischen dem Kurs einer Aktie und dem Umsatz bzw. Gewinn je Aktie besteht, gibt es auch einen Zusammenhang zwischen dem Netzwerk-Wert und der Netzwerk-Aktivität. In einem anderen Interview geht der Asset Manager sogar soweit und setzt die beiden Werte gleich:

Der Netzwerkwert sollte eine Funktion der Netzwerkaktivität sein.

Indikatoren für die Netzwerkaktivität

Doch wie lässt sich die Netzwerk-Aktivität genau messen? Hierfür gibt es wiederum 3 beliebte Indikatoren:

  1. Anzahl der Bitcoin Adressen (Indikator für Anzahl an Nutzern)
  2. Hash-Rate (Indikator für die Anzahl und Stärke der Miner)
  3. Anzahl an Transaktionen (Indikator für die Nutzungshäufigkeit)

Besonders der Hash-Rate wird immer wieder eine starke Korrelation mit dem Bitcoin Kurs zugesprochen. Hierbei ist jedoch nicht eindeutig geklärt, ob es sich nur um eine Korrelation oder sogar um eine Kausalität handelt. Interessant ist jedoch, dass die Hash-Rate seit Jahren steigt und sich auch jetzt in immer neue Höhen vortastet. Doch letztendlich sollte die Hash-Rate dem Bitcoin Kurs folgen und nicht andersrum.

Bitcoin Hash Rate

Wer der Meinung einiger Analysten Glauben schenken möchte, der könnte zu dem Schluss kommen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich der Bitcoin Kurs dem Höhenflug der Hash-Rate wieder anpasst. Doch wie so oft wird das nur die Zukunft zeigen, denn aus der Vergangenheit lässt sich nicht immer die Zukunft vorhersagen.

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Was ist für dich der ultimative Indikator um den Bitcoin Kurs vorherzusagen? Gibt es noch andere, die wir hier nicht erwähnt haben? Lass es uns wissen! Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus. Abonniere zusätzlich unseren News Kanal, um keine News mehr zu verpassen.

[Bildquelle: Shutterstock]

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