Und täglich grüßt die Zinssenkung: trotz der formellen Unabhängigkeit der amerikanischen Notenbank (FED) lässt es sich US-Präsident Donald Trump nicht nehmen, regelmäßig Ratschläge zu deren Geldpolitik zu geben. Dabei fordert Trump Zinssenkungen, um die amerikanische Wirtschaft zu stimulieren. Ansonsten – so Trump – entstünden Wettbewerbsnachteile für die USA und ein ‚unfaires‘ Spiel. Könnte diese permanente Erhöhung der Geldmenge in Kombination mit Zinssenkungen nicht der perfekte Auslöser für einen Bitcoin Bullrun sein?

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf den aktuellen Stand von Bitcoin. Wie steht er eigentlich aus der YTD-Perspektive im Vergleich zu den Aktienmärkten? Könnte die globale Geldpolitik außerdem BTC beflügeln? – Die Fragen sind spannend und es wird Zeit für Antworten.

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Ist Bitcoin wirklich ein volatiles, unsicheres Asset?

Immer wieder gibt es Kritik zur Volatilität von Bitcoin. Immer wieder wird BTC als extrem risikoreiches Asset klassifiziert. Bei diesen Aussagen liegt der Fokus offensichtlich auf den negativen Aspekten; die Tatsache, dass mit einem potentiell höheren Risiko auch eine höhere Chance einhergeht, wird hierbei oft verschwiegen. Und wie viel Wahrheit steckt eigentlich in diesen Aussagen?

Um zu verstehen, wie Bitcoin sich in Anbetracht der aktuellen globalen Unsicherheit verhält, werfen wir einen Blick auf die Year-to-Date Performance von BTC sowie dem amerikanischen Aktienindex Dow Jones. Beginnen wir mit einem Blick auf den Dow Jones und dessen YTD-Performance.

Der Dow Jones 30 Industrial: Die Königsklasse der US-Aktien

Im Dow Jones 30 Industrial befinden sich wohl einige der größten und wertvollsten Aktientitel der Welt. Die Liste der im Dow Jones enthaltenen Firmen steckt voller Prominenz: von Apple über Coca-Cola, Goldman Sachs, Intel bis hin zu McDonalds, Microsoft und Walmart. Die Spannweite an sogenannten Global Playern ist im Dow Jones groß.

Wie konnte sich dieser Index nun seit Beginn des Jahres schlagen?

Dow Jones 30 Industrial Year-to-Date Performance

Wie wir sehen lag der Dow, wie er gerne abgekürzt wird, bis vor dem Einbruch des globalen Aktienmarktes bei einer YTD-Performance von ca. +3 Prozent. Nach dem schwarzen Montag an den Börsen notiert der Dow Jones aktuell bei ca. 25.000 Punkten und somit fast 13 Prozent unter dem Niveau zu Beginn des Jahres (28.800 Punkte). Wie konnte sich BTC in dieser Zeit schlagen?

Bitcoin Performance schlägt Dow Jones deutlich – Safe Haven?

Kann das vermeintlich hoch volatile Asset, das extrem risikoreich sei mit der Performance klassischer Aktienindizes mithalten oder ist Bitcoin in Zeiten globaler Unsicherheiten ein Totalausfall? – Um diese Frage zu beantworten, werfen wir ebenso einen Blick auf die Year-to-Date-Performance von BTC.

Bitcoin Kurs YTD-Performance

Die Antwort ist ganz deutlich: Bitcoin liegt mit einem aktuellen Kurswert von 7945 Dollar gute 10 Prozent über seinem Kurswert zu Beginn des Jahres. Anders formuliert: während der Dow Jones als vermeintlich stärkster Aktienindex der Welt bei -13 Prozent liegt, notiert Bitcoin nach wie vor 10 Prozent im Plus. Bis zu dem Zeitpunkt des deutlichen Rückgangs beim Dow Jones, der am 18. Februar begann, lag Bitcoin sogar 37 Prozent im Plus (7.200 USD –> 9.750 USD).


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Bitcoin Kurs trotz Aktiencrash mit Outperformance

Die Botschaft ist offensichtlich – auch wenn Bitcoin im Zuge der makroökonomischen Faktoren mit deutlichen Einbußen rechnen musste, steht BTC nach wie vor über seinem Kurswert zu Beginn des Jahres. Damit alleine hat sich Bitcoin natürlich noch nicht als sicherer Hafen etabliert. Diese Zahlen zeigen dennoch, dass BTC – trotz der Krise – sich deutlich robuster als die Aktienindizes verhält.

Parallel dazu zeigt sich, dass der Bitcoin Kurs auf die Ankündigung der Federal Reserve die Zinsen zu senken, positiv reagierte. Die permanente Erhöhung der Geldmenge sowie die Reduzierung der Zinsen ist offensichtlich ein bullisher Case für BTC, der in seiner Anzahl begrenzt ist. Die Vorteile von ‚hartem Geld‘ zeigen sich in einer Situation wie der aktuellen deutlich. Diese Wertschätzung von begrenzten Gütern zeigt sich letztendlich genauso an der aktuellen Bewertung von Gold.

Geldpolitik der Federal Reserve als Kurstreiber?

Menschen wie Mike Novogratz oder Ari Paul, CTO von BlockTowerCapital, kommen zu einem ähnlichen Entschluss. So sagte Novogratz bereits vor ca. einer Woche, dass er die aktuelle Geldpolitik der FED als großen Treiber für den Bitcoin Kurs sehe. In einem aktuellen Interview von Ari Paul bekräftigte dieser die Thesen von Novogratz. So hieß es von seiner Seite:

Ich stimme absolut mit Novogratz überein, dass der stärkste bullishe Fall für Bitcoin sich aktuell abspielt. Das, was wir gerade sehen ist gut für BTC. Dazu gehört beispielsweise die Rendite amerikanischer Staatsanleihen, die sich unter 1 Prozent bewegt.

Wir halten fest, dass Bitcoin im Vergleich zu den Aktienindizes nach wie vor über seinem Kurswert zu Beginn des Jahres notiert. Wir können ebenso konstatieren, dass BTC von Entscheidungen der FED bezüglich Zinssenkungen und Erhöhung der Geldmenge profitiert. Auch wenn Bitcoin nicht vollständig immun gegen die makroökonomischen Schwankungen ist, kann er dennoch eine Outperformance aufweisen. Wenn sich die aktuelle Situation also nicht ändert, können Niedrigzinsen und die damit verbundenen fallenden Renditen für Staatsanleihen sich als wahrer Kurstreiber für BTC entpuppen.

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Kann der Bitcoin Kurs von der aktuellen Geldpolitik profitieren und erweist sich das Verhalten der FED als bullisher Faktor?

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[Bildquelle: Shutterstock, Finanzen.net]

Dieser Artikel stellt keine Investment-Beratung dar.

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.