Ist Bitcoin die Einstiegsdroge für den Kryptomarkt? – Dieser interessanten Frage wollen wir heute auf den Grund gehen. Dazu werfen wir einen Blick auf den aktuellen Bericht des wohl größten Krypto-Brokers: Coinbase. In deren jüngsten Report geht es um die Frage, wie viel Prozent der Investoren eigentlich direkt Bitcoin kaufen und ob BTC nur die Tür zum Kauf weiterer Altcoins öffnet?

60% der Coinbase-Nutzer starten mit Bitcoin

Wie bereits erwähnt bildet der aktuelle Coinbase-Report (siehe Quelle) die Basis unseres Artikels. Für den Bericht wurde das Kaufverhalten aller Coinbase-Kunden, die mindestens 5 Käufe (!) auf der Plattform getätigt haben, untersucht. Der Untersuchungszeitraum lief von 2019 bis 2020.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die sogenannte „Asset Preference“ – Welche Kryptowährungen bevorzugen die Kunden und ist Bitcoin tatsächlich der Einstieg in die Kryptowelt?

Bitcoin kaufen - Coinbase Report zu Userverhalten

Wir können hier deutlich erkennen, dass die absolute Mehrheit von 60% Bitcoin als ersten Kauf auf der Plattform tätigt. Damit wird – zumindest durch die Daten von Coinbase – die These unterstrichen, dass BTC den Einstieg in den Kryptomarkt bildet. Dennoch ist es interessant zu sehen, dass demnach 40% der Kunden zuerst einen Altcoin kaufen.

Spannend ist ebenso die Erkenntnis, dass 36% der Kunden im Nachhinein (das heißt nach ihrem Bitcoinkauf) zu Altcoins wechseln und somit ein anderes Asset kaufen. Ein gutes Viertel aller Kunden bleibt Bitcoin treu und kauft keine weiteren Coins.


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Schlussfolgerungen und Aussagekraft des Reports

Zum Report selbst können wir sagen, dass der Zeitraum für den Bericht immerhin ein volles Jahr betrug. Eine deutliche Einschränkung der Aussagekraft bildet jedoch die festgelegte Bedingung, dass ein Kunde mindestens 5 Käufe auf Coinbase tätigen musste. Spannend wären die Zahlen für alle Kunden, also beginnend beim ersten Kauf auf Coinbase, auch wenn keine weiteren Käufe folgten.

Dennoch halten wir fest, dass Bitcoin durchaus das Narrativ der „Einstiegsdroge“ oder lockerer formuliert des „Altcoin Gateways“ bedient. Aufgrund der Bekanntheit über den Kryptospace hinaus sowie die ihm attestierten Eigenschaften als digitales Gold und damit auch als Store of Value, beginnen viele Investoren ihre Reise in die Kryptowelt mit Bitcoin.

BTC bleibt die dominante Kryptowährung und Einstiegspunkt

Die eben angesprochenen 24% aller Kunden verstärken im Laufe ihrer Investorenkarriere ihre Positionen bei Bitcoin und verzichten somit vollends auf weitere Altcoins. Hierbei wäre es interessant zu sehen, welche weiteren Informationen es über diese Gruppe gibt. Handelt es sich hierbei um Investoren, die BTC als Ergänzung und/oder Hedge zu einem bestehenden Portofolio sehen? Denkbar ist auch die Art von Investoren, die Bitcoin aufgrund seiner Netzwerkstärke und bisher erfolgreichen Historie als „einzig wahre Kryptowährung“ sehen und daher die Mehrheit der Altcoins ablehnen.

Auf der anderen Seite sehen wir, dass Bitcoin nicht nur den Einstiegspunkt für den Kryptomarkt bildet, sondern offensichtlich viele Investoren anschließend dazu anregt sich näher mit der Materie zu beschäftigen. Darauffolgend informieren sich einige über weitere Kryptowährungen und Projekte, sodass sie ihr Portfolio mit weiteren Coins ergänzen.

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Wie denkst du über die Erkenntnisse des Reports? – Ist Bitcoin für dich die einzig wahre Kryptowährung oder investierst du gerne in Altcoins?

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[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.

QUELLECoinbase Blog
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.