Ripple-Führungskräfte bitten Gericht, SEC-Anfragen nach persönlichen Finanzdaten zu blockieren. Brad Garlinghouse und Chris Larsen bezeichnen die Vorladungen der SEC an die Banken als „völlig unangemessene Übervorteilung“ und einen Eingriff in die Privatsphäre.

Zwei leitende Angestellte von Ripple haben das Gericht gebeten, die Forderungen der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) nach Einsicht in ihre persönlichen Finanzunterlagen aufzuheben.

Ripple Führungskräfte rücken in den Fokus der SEC

In einem Brief an das Southern District Court in New York baten Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, und Chris Larsen, Executive Chairman, Richterin Sarah Netburn am gestrigen Donnerstag, die Vorladungen an mehrere Banken zu blockieren, auf Grundlage welcher die letzten acht Jahre ihre Finanzdaten abgefragt werden sollen.

Der Antrag der SEC ist laut der Führungskräfte bei Ripple „völlig unangemessen“, da der Fall sich auf den angeblichen Verkauf von nicht registrierten Wertpapieren beziehe und es sich hier nicht um einen Betrugsfall handele. Insbesondere argumentieren Garlinghouse und Larsen, dass ihr persönliches Finanzleben nicht relevant sei, obwohl sie bereits zugestimmt haben, einige Finanzinformationen zur Verfügung zu stellen. Außerdem verletze die Forderungen der SEC die Interessen der Privatsphäre. In dem Schreiben heißt es:

Die Datenschutzinteressen der einzelnen Beklagten sind hier besonders stark, weil die Anfragen und Vorladungen einen so umfassenden Eingriff in ihr persönliches Finanzleben anstreben.

Sechs Banken haben laute dem Brief Vorladungen erhalten, darunter die SVB Financial Group, die First Republic Bank, die Federal Reserve Bank of New York, die Silver Lake Bank, die Silvergate Bank und die Citibank N.A. Garlinghouse und Larsen argumentieren:

Die SEC hat keine schlüssige Erklärung angeboten und kann auch keine liefern, warum sie ein Recht auf diese Informationen hat.

Im Dezember verklagte die SEC Ripple und deren Mitbegründer. Der Vorwurf lautet, dass sie XRP nicht als Wertpapier registriert hätten und Token im Wert von mehr als 1.3 Milliarden US-Dollar an Kleinanleger verkauft haben.