cryptomonday.de
StartseiteNachrichtenIran verbietet vorübergehend den Handel mit Kryptowährungen
Iran verbietet vorübergehend den Handel mit Kryptowährungen

Iran verbietet vorübergehend den Handel mit Kryptowährungen

Zuletzt aktualisiert am 22nd Sep 2022
Hinweis

Stromausfälle während der kalten Winter- und heißen Sommermonate sind im Iran an der Tagesordnung. Angesichts der Stromknappheit hat der staatliche iranische Energieversorger Krypto-Händler angewiesen, alle Aktivitäten mit Kryptowährungen im Winter einzustellen. So will man Stromausfälle im Winter verhindern.

In Erwartung eines Anstiegs des landesweiten Energiebedarfs aufgrund der niedrigen Temperaturen im Winter will die iranische Regierung den Verbrauch begrenzen und ein Energiedefizit verhindern.

Die iranischen Krypto-Händler sehen sich nach einer ähnlichen Aussetzung im vergangenen Sommer nun einer weiteren Einschränkung gegenüber. Legale Unternehmen durften das Krypto-Mining im September wieder aufnehmen.

1
eToro
Mindesteinzahlung
50
Exklusives Angebot
Nutzerbewertung
10
Mehr als 3.000 Assets - Devisen, Aktien, Kryptowährungen, ETFs, Indizes und Rohstoffe
Kaufe Kryptowährungen oder fange mit CFD-Handel an

CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Leverage schnell Geld zu verlieren. 79% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Kryptoinvestitionen werden von eToro (Europe) Ltd. angeboten und die Verwahrung wird von eToro Germany GmbH bereitgestellt. Ihr Kapital ist gefährdet.

Kein Mining von Kryptowährungen im Winter erlaubt

Wie zu Beginn dieses Jahres, als strenge Maßnahmen zur Reduzierung des Stromverbrauchs eingeführt wurden, wird sich das vorübergehende Verbot negativ auf die wachsende Kryptoindustrie des Landes auswirken.

Krypto-Miner wurden in den letzten Monaten für die Stromausfälle im Land verantwortlich gemacht. Obwohl das Kryptogeschäft im Iran legal ist, haben sich schnell einige nicht genehmigte Mining-Farms gebildet, die subventionierten Strom nutzen. Sonst müssten sie höhere Tarife zahlen, wenn sie mit Genehmigung arbeiten.

Wie die englischsprachige iranische Wirtschaftstageszeitung Financial Tribune berichtet, hat der Stromversorger Tavanir die Schürfer angewiesen, ihre stromintensiven Geräte vom Netz zu nehmen.

Mostafa Rajabi Mashhadi, Sprecher von Tavanir, erklärte, dass die Einstellung der Mining-Aktivitäten durch Stromabschaltungen eine der Maßnahmen gegen wahrscheinliche Stromausfälle im Winter ist.

Zu den weiteren Maßnahmen gehören das Ausschalten der Straßenbeleuchtung in sicheren Gebieten und eine genaue Überwachung des Stromverbrauchs.

Wird Iran die Stromausfälle auf Dauer verkraften?

Das ist nicht das erste Verbot, mit dem Krypto-Schürfer in diesem Jahr konfrontiert sind. Im Mai ordneten die Teheraner Behörden ein vorübergehendes Verbot des Krypto-Minings an, da die Stromnachfrage stieg und das Angebot aufgrund des trockenen und heißen Wetters in der Sommersaison unzureichend war.

Die lokalen Krypto-Händler kritisierten diese Aussetzung mit dem Argument, dass auf lizenzierte Unternehmen etwa 300 Megawatt (MW) des Stromverbrauchs entfallen, während nicht genehmigte Krypto-Unternehmen etwa 3.000 Megawatt pro Tag verbrauchen.

Die Sommerbeschränkungen wurden im September mit der Begründung aufgehoben, dass der Stromverbrauch aufgrund der stetig sinkenden Temperaturen zurückgegangen sei.

Die Islamische Republik hat einen Lizenzierungsrahmen für Krypto-Unternehmen eingeführt und den Bitcoin-Handel 2019 legalisiert.

Aufgrund der hohen Stromexportraten der registrierten Krypto-Farms ziehen es einige Miner jedoch vor, im Untergrund zu arbeiten und subventionierten Haushaltsstrom zu nutzen.

In den letzten Monaten hat Tavanir Jagd auf illegale Mining-Betriebe gemacht. Im November beschlagnahmte sie landesweit über 220.000 Mining-Geräte und fast 6000 illegale Krypto-Anlagen.

Diesen illegalen Krypto-Unternehmen drohen saftige Geldstrafen, weil sie das nationale Verteilernetz gestört haben.