Immer wieder geht gerade unter Neulingen im Crypto-Bereich die Sorge um, Staaten könnten Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. verbieten und damit sei es aus. Doch tatsächlich ist die Sorge relativ unbegründet, weil Länder wirklich dezentrale Coins wie BTC nicht verbieten können. Das liegt in der Natur der Sache eines dezentralen Netzwerkes. Es gibt schließlich keinen zentralen Angriffspunkt. Beispiele wie die neue Rechtslage, die es deutschen Banken ab 2020 erlaubt Kryptowährungen zu verkaufen und zu verwahren zeigen sogar, dass diese keineswegs pauschal als „von Staaten unerwünscht“ angesehen werden können.

Die Lage sieht allerdings in jedem Land auch individuell anders aus. Während sich Deutschland anscheinend immer mehr zu einem Crypto-freundlichen Land entwickelt, steht die USA noch zwischen den Stühlen. Die sonst so souveräne Super-Macht ist momentan alles andere als auf einem guten Weg zu einer Blockchain- und Crypto-Nation zu werden. Gleiches gilt für Russland, denn viele Crypto-News lassen darauf schließen, dass in dem Land Kryptowährungen eher unerwünscht sind. Nun hat die Zentralbank in Russland verlauten lassen, dass sie ein Verbot von Kryptowährungen von Seite des Gesetzgebers unterstützen würde.

Kryptowährungen – ohne die „Bank of Russia“

Auf Nachfrage der staatlichen Nachrichtenagentur „RIA“ zeigt sich die russische Zentralbank „Bank of Russia“ wenig überzeugt vom Trend rund um BTC und Co. Die Verantwortlichen scheinen sogar eine ganz klare Anti-Crypto Meinung zu haben:

Private Kryptowährungen können nicht mit Fiat-Geld gleichgesetzt werden und können auch kein gesetzliches Zahlungsmittel sein.

Die Zentralbank geht sogar soweit, dass sie ein Verbot der Coins seitens des Gesetzgebers unterstützen würde:

Wenn beschlossen wird, Kryptowährungen als Zahlungsmittel auf legislativer Ebene zu verbieten, halten wir es für angebracht, diese Position zu unterstützen.

Als Begründung nennt sie die üblichen Vorwürfe, dass Kryptowährungen für illegale Aktivitäten wie Geldwäsche und Terror-Finanzierung genutzt werden würden:

Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass Kryptowährungen erhebliche Risiken bergen, auch im Bereich der Geldwäsche von Erträgen aus Straftaten und der Finanzierung des Terrorismus sowie bei der Durchführung von Devisengeschäften aufgrund starker Wechselkursschwankungen.


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Crypto als Casino und keine digitale russische Währung

In Russland wurde erwartet, dass die Gesetzgebung die den rechtlichen Status von Kryptowährungen einschließlich Mining und Token-Verkäufe klärt, bis zum Ende der letzten Sommersitzung durch die Duma geht, aber es gab Verzögerungen. Zwei von drei geplanten Gesetzentwürfen wurden 2018 verabschiedet, eines bezüglich digitaler Rechte und das andere bezüglich Crowdfunding.

Des Weiteren scheint eine eigene russische Kryptowährung wohl vom Tisch zu sein. Die Vorsitzende der Zentralbank, Elvira Nabiullina, sagte, dass es nach Untersuchungen keinen starken Grund dafür gäbe, die die potentiellen Risiken übertrumpfen würde.

Zu allem Überfluss versucht sich die Bankerin noch als Investment-Guru und warnt vor einem Investment in Crypto durch einen Vergleich mit einem Casino:

Es gibt eine Weisheit, dass kostenloser Käse nur in einer Mausefalle ist: Leicht verdientes Geld geht schnell verloren.

Wir meinen dazu: es ist gut mit gesundem Menschenverstand an das Thema Kryptowährungen heranzugehen und sich nicht von Hype und Scams blenden zu lassen. Das Thema pauschal als Glücksspiel abzustempeln ist allerdings ebenso fragwürdig. Wie bei allen Innovationen gibt es eben Menschen, Unternehmen und Länder, die die Veränderung annehmen und mitgestalten. Auf der anderen Seite gibt es dann aber auch die, die sich Innovationen verschließen mit möglichen Konsequenzen leben müssen. Wir können gespannt sein, wie wir in 20 Jahren auf solche Zitate aus höchster Führungsebene zurückblicken werden.

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[Bildquelle: Shutterstock]