Polizei in der chinesischen Stadt Zunyi deckte eine kriminelle Gruppe auf, die mit Hilfe von Kryptowährungen große Mengen vom gestohlenen Geld gewaschen hatte. Es ging dabei um eine Gesamtsumme von 800 Millionen Yuan (umgerechet ca. 108 Millionen Euro), wie lokale Medien berichten.

Die Behörden in der südwestlichen Region sind seit etwa 2 Monaten mit dem Fall befasst. Zuvor haben sie eine Anweisung von Chinas Ministerkabinett erhalten. Das ist einem Bericht einer lokalen Nachrichtenseite zu entnehmen.

Die Polizei hat dabei 100 Verdächtige verhaftet, die in den Betrug verwickelt waren. Außerdem hat sie landesweit 332 Fälle von Telekommunikationsbetrug aufgeklärt.

Dieser Fall kommt kurz nachdem China ein vollständiges Verbot von Krypto-Transaktionen verhängt hat. Es trat am 24. September in Kraft und hat seitdem zu einem volatilen Markt und einer weltweiten Diskussion über die Regulierung von digitalen Währungen geführt.

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Bekannte Kryptobörsen werden in China zensiert

Die des Betrugs Beschuldigten gaben erst vor, für ein Personalunternehmen zu rekrutieren. Sie hatten Konten bei einer Reihe von Kryptobörsen eröffnet, darunter z.B. Binance, Huobi und OKEx. Die Konten wurden mithilfe von Informationen eröffnet, die sie bei ihrer falschen Anwerbung gesammelt hatten.

Die Gruppe hatte danach mit Kryptowährungen spekuliert, indem sie zum niedrigen Kurs kaufte und zum höheren Kurs verkaufte. Zudem wusch sie das gestohlene Geld durch Telekommunikationsbetrug und andere kriminelle Handlungen.

Die Kriminellen konnten ihre Verbrechen einige Zeit lang verbergen. Dafür haben sie rund 500 Bankkarten benutzt und stets nur kleine Beträge abgewickelt.

Seit heute scheint Chinas App WeChat alle Suchen nach „Binance“ und „Huobi“ zu blockieren. Zuvor ist es bereits bei der chinesischen Suchmaschine Baidu und der Plattform Weibo passiert.

Die Stadt Zunyi hat etwa 6 Millionen Einwohnern. Sie ist dafür bekannt, eine wichtige Rolle bei der kommunistischen Parteigeschichte gespielt zu haben. Bei einem Treffen in Zunyi wurde Mao Zedong zum Führer der Staatspartei.

Weitere Informationen über den Geldwäsche-Betrug sind noch nicht bekannt.

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Ruby ist seit 2 Jahren eine professionelle Autorin für den Bereich persönliche Finanzen und Investitionen und baut derzeit ihr eigenes Portfolio an Altcoins auf. Gleichzeitig studiert sie Psychologie an der University of Winchester mit Schwerpunkt auf statistische Analysen.