John McAfee galt einst als Pionier im Bereich der Cybersicherheit. Der Unternehmer und Software-Entwickler schaffte es vor allem durch seine weltweit bekannte Antivirensoftware McAfee zu großer Bekannheit. In den letzten Jahren punktete der Unternehmer jedoch eher mit Eskapaden und Drogengeschichten. Nichtsdestotrotz schenkten ihm viele Investoren wiederum große Aufmerksamkeit als McAfee seine berühmte Aussage zum Bitcoin Preis äußerte. Neben seinen Bemühungen rund um die Vorhersage guter und attraktiver Coins, arbeitete McAfee auf einem ‚eigenen‘ Projekt: GHOST.

John McAfee und GHOST: Privatsphäre für jedermann

Wer die Historie von McAfee kennt, weiß, dass der britische Unternehmer ein großer Verfechter von Verschlüsselung und Privatsphäre im Internet ist. Um diesen (positiven) Grundgedanken zu manifestieren, schloss sich McAfee dem sogenannten Ghost ($GHOST) Projekt an.

Der Gedanke hinter dem Coin und Ökosystem ist einfach zu erklären: Es handelt sich bei dem Coin um einen vollständigen Privacycoin. Demnach soll es sich um ein dezentrales Netzwerk handeln, welches dem Nutzer vollständige Anonymität gewährleistet. Transaktionen können somit durchgeführt werden ohne dass die Identität des Nutzers bekannt wird. Er wird damit also zum Ghost.

Wie überzeugt McAfee noch vor wenigen Tagen von dem Projekt war, sehen wir schnell, wenn wir uns seinen Twitter-Account anschauen. Hier sagte McAfee noch, dass Ghost die Zukunft sei.

Wie schnell sich dieses Sentiment nun änderte und welche Auswirkungen das Statement des Unternehmers auf den GHOST Coin hat, wollen wir im Folgenden betrachten.

GHOST auf Talfahrt: Gallionsfigur für das Projekt fehlt

Zunächst sollte man erwähnen, dass das gerade zitierte Statement zu einem Zeitpunkt kam, an dem bereits viele Investoren an dem Projekt zweifelten. Während der Privacycoin im Juni diesen Jahres noch bei rund 1,83$ lag, notierte Ghost am 13. August bei gerade einmal 0,70$. Zuvor stürzte der Coin binnen fünf Tagen von 1,20 USD auf den gerade besagten Preis.

Nachdem McAfee jedoch verkündete, dass das Projekt die Zukunft sei und McAfee schon immer an der Realisierung eines solchen Projekts gearbeitet hätte, erholte sich Ghost kurzfristig und stieg auf 0,80$.

John McAfee GHOST Coin

Wir wir in der Grafik erkennen können, brach der Coin am 19. August erneut massiv ein. Der Grund hierfür liegt darin, dass McAfee gerade einmal eine Woche nach dem oben stehenden Statement („Ghost is the future“) bekannt gab, sich von dem Projekt zurückzuziehen.

Er entschuldigte sich in dem Tweet, schob jedoch jegliche Verantwortung auf das Management. Auch wenn die Entwicklung des Projekts weiterhin stattfindet und alle mit dem Ökosystem verbundenen Ambitionen aufrechterhalten werden sollen, scheint die Zukunft des Privacycoins schwarz zu sein.

So war es doch vor allem McAfee, der als prominente Gallionsfigur dem Projekt zu mehr Aufmerksamkeit verhalf. Am Ende dieses Artikels soll vor allem eine Botschaft entscheidend sein: Trefft eure Entscheidungen bitte nicht, weil ihr eine Person als sympathisch erachtet und dieser blind vertraut. Der aktuelle Fall zeigt wie gefährlich blindes Vertrauen sein kann und dass ihr als Investoren darunter am Ende mehr leidet als ein McAfee, der die Geschichte mit einem einfachen ‚Sorry‘ beendet.


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Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.