Es besteht kein Zweifel darüber, dass das Mining von Kryptowährungen ein großes Geschäft ist, an dem sich Tausende von Menschen auf der ganzen Welt beteiligen. Im April 2021 erreichte der Preis von Bitcoin ein Allzeithoch von 65.000 US-Dollar. Schürfer erwirtschafteten dabei rund 3 Milliarden US-Dollar an Einnahmen. Diese stammen aus Belohnungen für die Verarbeitung von Transaktion in der Bitcoin-Blockchain.

Angesichts dieser Zahlen gehen viele davon aus, dass große Organisationen diesen Markt kontrollieren. Sie verfügen über Mittel für Investitionen in den Bau großer Mining-Anlagen. Diese sind in der Lage, genügend Bitcoin zu schürfen, um mit der Nachfrage nach den Coins Schritt zu halten. Das ist jedoch möglicherweise nicht der Fall. Der Twitter-Nutzer @econoalchemist hat kürzlich bestätigt, dass es für Privatpersonen möglich ist, Bitcoin bequem von zu Hause aus zu schürfen.

Dem Twitter-Nutzer zufolge können Einzelpersonen sogar mit preiswerten ASIC-Minern von zu Hause aus Geld verdienen, indem sie sich einem Pool anschließen. Große Mining-Unternehmen haben jedoch in der Vergangenheit argumentiert, dass Bitcoin für die meisten Privatpersonen unerreichbar bleibt. Deswegen wäre es profitabler, in eine Mining-Firma zu investieren.

Daten zeigen, dass Mining zu Hause Sinn machen kann – wenn der Strompreis stimmt

Der erste Tweet von @econoalchemist erschien Mitte Juli. In dem Thread veröffentlichte der Nutzer Daten über die Menge an täglich von Privatpersonen geschürftem Bitcoin. Die Daten zeigen, dass der Erfolg am wahrscheinlichsten für diejenigen war, die in einem Land mit vergleichbar geringen Stromkosten leben. Zum Beispiel in manchen Bundesstaaten der USA. @econoalchemist schlug sogar vor, dass es für einige kostengünstiger sein könnte, Bitcoin selbst zu schürfen, als die Kryptowährung mit USD zu kaufen.

@econoalchemist schrieb dazu:

In den USA gibt es mehrere ASIC-Vertreiber, die meisten Haushalte haben reichlich Strom, und der durchschnittliche kWh-Tarif liegt bei 0,13 USD.

Laut @econoalchemist kann man selbst mit einer bescheidenen 80Th-Mining-Einheit bei einem Strompreis von 0,13 USD/kWh Bitcoin für 57 % unter dem aktuellen Marktpreis schürfen. Wenn man dann die geschürften BTC-Token zum Marktwert verkauft, macht man reichlich Gewinn.

Der Twitter-Nutzer empfahl, mit einem S9 ASIC klein anzufangen, der etwa 450 USD kostet und zwischen 8.000 und 10.000 Sats pro Tag produzieren kann. Die ASICs der neueren Generation kosten viel mehr. Von daher ist es besser, mit Investitionen zu warten, bis man mehr Erfahrung mit Mining hat.

@econoalchemist schlug vor, dass die meisten Schürfer mit Mining-Anlagen zu Hause innerhalb eines Jahres eine Rendite sehen sollten.

@econoalchemist erklärte:

Es gibt viele Variablen, die in diese Überlegungen einfließen. Zum Beispiel die Gesamt-Hashrate des Netzwerks, seine Komplexität, Preis pro kWh, den BTC-Marktpreis, die Vorabkosten. Auch die Anforderungen an die Infrastruktur, die sich ständig ändern. Aber für den durchschnittlichen US-Bewohner gibt es einen großen Puffer, wie tief der BTC-Preis sinken kann und wie hoch die Netzwerk-Hashrate wird, bevor Mining zu Hause einfach keinen Sinn mehr macht.

Er verwies auch auf seinen Artikel von Ende Juli, in dem er seine Ideen ausführlicher erläutert.

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Ruby ist seit 2 Jahren eine professionelle Autorin für den Bereich persönliche Finanzen und Investitionen und baut derzeit ihr eigenes Portfolio an Altcoins auf. Gleichzeitig studiert sie Psychologie an der University of Winchester mit Schwerpunkt auf statistische Analysen.