Eines der zentralen Argumente von Bitcoin-Kritikern ist immer wieder der Wink auf dessen Energieverbrauch. Dieser sei höher als der von vielen Ländern und verschwende durch die Verwendung von Proof-of-Work enorm viel unnötige Rechenleistung und somit Energie. Mit dem heutigen Artikel widmen wir uns jedoch nicht (direkt) dem Energieverbrauch von Bitcoin, sondern dem von IOTA.

Als Basis unseres Artikels dient ein Report von Digiconomist, in dem BTC und dessen Energieverbrauch genauer untersucht wurden. Dies wiederum war auf Twitter der Anstoß über eine Debatte zum Verbrauch anderer Kryptowährungen wie beispielsweise IOTA.

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Bitcoin und die (endlose) Debatte um die Energie

Über den enormen „Energiedurst“ von Bitcoin wurde bereits häufig berichtet und kontrovers debattiert. Ohne diese Debatte erneut aufgreifen zu wollen, ergibt sich hierbei meist das folgende Stimmungsbild:

Während die einen den hohen Energieverbrauch im Rahmen von Proof-of-Work als Notwendigkeit für die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks sehen, sehen die anderen in ihm eine enorme Ressourcenverschwendung. Die damit einhergehende Debatte umfasst also die Frage, ab wann ein Energieverbrauch als hoch angesehen werden sollte und vor allem, ob dieser hohe Energieverbrauch in Verhältnismäßigkeit zu der Sicherheit und der eigentlichen Funktion als digitales Geld steht. Alternativen wie beispielsweise Proof-of-Stake gäbe es ja zu genüge, so die Kritiker. Aber wie bereits gesagt: dieses Fass möchten wir heute nicht aufmachen.

Kommen wir zurück zu den Ergebnissen des Reports von Digiconomist. In ihrem aktuellen Bericht (siehe Quelle) wird zum einen der gesamte jährliche „Fußabdruck“ von Bitcoin aufgezeigt und zum anderen der Aufwand (=die benötigte Energie), um eine Transaktion durchzuführen.

Bitcoin Energieverbrauch

Jetzt, da wir die Zahlen von BTC kennen, werfen wir einen Blick auf IOTA.

IOTA mit weniger Energieverbrauch als BTC?

Basis dieser Annahme ist ein Tweet von @renewid. Dieser nahm den Bericht von Digiconomist als Grundlage, um selbst nachzuforschen, wie viel Transaktionen IOTAs Tangle mit einem solchen Energieeinsatz also verarbeiten könnte. Werfen wir zuerst einen Blick auf seinen Tweet:

Nach diesen Berechnungen würde der Tangle bei dem gleichen Energieaufwand, der für eine BTC-Transaktion notwendig ist, in der Lage sein 5.6 Millionen TX zu verarbeiten. Mit dem Hashtag #BTCisaDinosaur schließt @renewid seinen Tweet ab und will damit offensichtlich signalisieren, dass Bitcoin mit seiner Blockchain ein „altes“ Konzept darstelle. Ist IOTA also viel besser als Bitcoin?


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Der Preis der Sicherheit & die Schwierigkeit von IOTA

Natürlich lassen sich solche pauschalen Aussagen in keiner Weise treffen und die gerade eben gestellte Frage sollte nicht wörtlich genommen werden. Kritik an den Berechnungen von @renewid gab es nämlich zu genüge. Denn den Stromverbrauch einer Transaktion auf IOTAs Tangle zu berechnen ist nicht gerade trivial. Digiconomist sah sich selbst dazu genötigt, einige Tweets zu verfassen und auf die damit verbundenen Herausforderungen hinzuweisen:

Ein Hinweis hierbei lautet, dass Bitcoin und IOTA zwei völlig unterschiedliche DLT Designs sind. Während Bitcoin das DLT Konzept der Blockchain realisiert, verwendet IOTA das DLT Konzept des sogenannten transaction-based directed acyclic graph (kurz: tDAG). Anders formuliert: man vergleicht hier Äpfel mit Birnen. Wenn wir Distributed-Ledger-Technologien vergleichen wollen, müssen wir dies nach verschiedenen DLT-Eigenschaften tun. Beispiele für Eigenschaften sind hierbei Sicherheit, Performance, Usability, Transparenz und so weiter. Diese Eigenschaften haben wiederum eigene Charakteristiken. Beispiel: die Eigenschaft Performance hat Charakteristiken wie Throughput, Skalierbarkeit, Blockzeit etc. Die Botschaft dahinter lautet: der Energieverbrauch ist ein Aspekt von vielen.

Und da IOTA und Bitcoin unterschiedliche Konzepte realisiert haben, die wiederum unterschiedliche Vor- und Nachteile haben, können wir auch nicht einfach pauschalisieren.

Wie ist deine Meinung zum Energieverbrauch von Bitcoin und IOTA? – Macht es überhaupt Sinn den Energieverbrauch der beiden zu vergleichen?

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[Bildquelle: Shutterstock]

QUELLEDigiconomist
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Das es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.