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Vor wenigen Tagen wurde ein 71-seitiges Market Research der Firma FS Insight zu IOTA veröffentlicht. In dem Marktbericht wird für das Jahr 2036 eine Marktkapitalisierung für IOTA von 280 Milliarden USD erwartet. Das hätte einen IOTA Kurs von ca. 100 USD zur Folge. Man sollte zu dem Bericht wissen, dass er offenkundig von Dominik Schiener, Co-Founder von IOTA, bezahlt wurde. Eine Gangart, wie man sie auch aus der Finanzbranche kennt. Dennoch hat sie große Wellen in der Community geschlagen. Unser Artikel hat einiges hierzu beigetragen und es ist eben nicht immer alles Gold, was glänzt – auch bei uns nicht. Aber lest einfach selbst.

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Bitcoin Marktbericht: Fundamentals sind bullish | Ethereum DeFi Boom | IOTA Coordicide Update

IOTA hat für Market Research gezahlt

Erst vor wenigen Tagen haben wir eine IOTA Kurs Prognose der Firma FS Insight bei uns veröffentlicht. Im dem Market Research der Firma ging es vor allem um den zukünftigen IoT-Markt (Internet der Dinge), die Vorteile von IOTA für diese Thematik und mögliche Erfolgschancen der Foundation. Dabei wurden einige Annahmen getroffen und weit in die Zukunft geschaut. Als Ergebnis wurde IOTA bei einer Marktkapitalisierung von 280 Milliarden USD eingestuft. Das hätte ein Kursziel von ca. 100 USD zur Folge und resultiert aus der Tatsache, dass IOTA große Chancen hat, einen Standard im IoT-Bereich zu setzen.

Interessant dabei ist, dass viele wohl nicht auf dem Schirm hatten, dass der Bericht von der IOTA Foundation bzw. Dominik Schiener in Auftrag gegeben wurde. Ein üblicher Prozess in der Finanzbranche, der nun auch im Crypto-Space Einzug erhält. Dabei ist es offen einsehbar und auch kommuniziert, dass der Bericht in Auftrag gegeben wurde. Dennoch hinterlässt es einen faden Beigeschmack und spaltet aktuell die Community.

Im gelb markierten Abschnitt steht geschrieben:

Dominik Schiener ist sowohl Co-Chairman des Vorstands der IOTA Foundation, als auch Co-Founder der IOTA Foundation. Dominik Schiener hat dieses spezielle Forschungsprojekt in Auftrag gegeben/bezahlt und hat die Erlaubnis zur Verbreitung.

Unsere Meinung – Transparenz ja, fragwürdig aber auch und die Frage nach dem „Warum?“

Berichte solcher Art sind gang und gäbe. Heißt das aber auch automatisch, dass wir sie gutheißen sollen? Häufig werden vor allem in der Finanzwelt solche Berichte in Auftrag gegeben. Der vermeintlich „neutrale“ Bericht hinterlässt dabei immer den indirekten Zwang, ein positives Ergebnis zu erreichen. Denn in der Regel gibt der Kunde den Bericht nur bei einem positiven Ergebnis frei. Damit erhöht sich dann auch die Chance für die Agentur eine Folgebeauftragung zu erreichen oder eben auch andere Kunden für ihre Analysen zu begeistern.

Ein fragwürdiger Prozess und auch ein wenig Unterstellung unsererseits, aber am Ende des Tages machen die Agenturen diese Arbeit eben nicht aus Spaß an der Freude, sondern für einen Gehaltsscheck am Ende des Monats. Neutralität lässt sich da unserer Meinung nach schwer bewahren.


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Warum gibt die IOTA Foundation solch einen Bericht in Auftrag?

Die große Frage bleibt also, weshalb man einen solchen Bericht überhaupt anfertigen lässt. In der Finanzbranche nutzt man solche Reports, um zum einen das Ansehen zu verbessern, aber eben auch den Investoren das Projekt schmackhafter zu machen. Darüber lässt sich nun nur wenig streiten.

Dennoch: Im Gegensatz zu Kryptowährungen steht bei börsennotierten Unternehmen ein echter Gegenwert entgegen. Werte und Rechte, die sich bepreisen und in Marktbewertungen ausdrücken lassen. Diese finden sich bei Crypto-Tokens allerdings nicht wieder. Der Preis einer Kryptowährung setzt sich allein aus Angebot und Nachfrage zusammen. Und genau diese Preisbildung kann durch verschiedene Mechanismen gesteuert werden. Einer dieser Mechanismen ist Marketing, ein Mittel was besonders 2017 seinen Höhepunkt erlebte und dem ein oder anderen Projekt eine große Nachfrage und damit steigende Token Preise bescherte.

Wir unterstellen der IOTA Foundation in keinster Weise das Ziel den Token Preis zu pumpen, denn die Beauftragung war wie gesagt öffentlich einsehbar und transparent. Dennoch empfinden wir eine preisliche Einordnung eines Tokens in einer solchen Projektphase als äußerst schwierig. Vor allem unter dem Gesichtspunkt der Beauftragung. Eine Marktbewertung des Tokens ist extrem abhängig von den zukünftigen Use Cases und Implementierungen des IOTA Tokens im Ökosystem.

Das Weglassen einer Zahl hätte dem Bericht wohl aber auch weniger Wellen beschert. Ein zweischneidiges Schwert über das wir mit diesem Artikel informieren wollen. Wir sind gespannt, ob es nach dem Whitepaper Update des Coordicide bald auch zu einer Implementierung im Mainnet kommen wird. Ein wesentlicher Meilenstein, der erst noch erreicht werden muss.

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