Die UK Gambling Commission (UKGC) – Großbritanniens Glücksspielaufsicht – hat gewarnt, dass Sorare möglicherweise ohne eine Glückspiel-Lizenz im Land tätig ist. Sorare ist ein in Frankreich ansässiges Startup, das NFT-Sammelkarten für Fantasy-Fußball anbietet.

Die Aufsichtsbehörde hat am 9. Oktober eine Mitteilung an alle Briten herausgegeben. Sie weist darauf hin, dass alle Aktivitäten auf der Sorare-Website ohne einer Lizenz für Glücksspiel stattfinden.

Der Mitteilung zufolge will UKGC den Fall Sorare untersuchen. Man will festzustellen, ob die Firma eine Lizenz benötigt und ob ihr Angebot als Glücksspiel angesehen werden kann. In der Zwischenzeit forderte die Aufsichtsbehörde die Bürger Großbritanniens auf, diese Informationen zu berücksichtigen, bevor sie mit der Website interagieren.

Obwohl die Gambling Commission versprochen hatte, in dieser Angelegenheit auf dem Laufenden zu bleiben, sind sechs Tage vergangen, ohne dass es offizielle Informationen gab.

In einem Blogbeitrag versicherte Sorare seinen Nutzern, dass keine Lizenz erforderlich ist. Bei der Firma ist man der Ansicht, dass Sorare keine Formen von Glücksspiel anbietet. Das Unternehmen fügte hinzu, dass Rechtsexperten diese Tatsache in verschiedenen Phasen des Wachstums seit dem Start bestätigt haben.

Das Unternehmen, das kürzlich in einer Finanzierungsrunde 680 Millionen Dollar erhalten hat, fügte hinzu, dass es Anfragen von Behörden begrüßt. Das sei eine gute Gelegenheit, um das Interesse an NFT-Karten von Sorare und seine Community weltweit zu vergrößern.

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Sorare könnte unter das Glücksspielgesetz von 2005 fallen

Sorare ist sich sicher, dass seine Aktivitäten nicht unter eine Form des regulierten Glücksspiels fallen. Doch ein Rechtsexperte glaubt, dass das Unternehmen sich irren könnte. Es geht dabei um Richard Williams, einen Partner bei der Anwaltskanzlei für Glücksspiel und Regulierung Keystone Law. Nach seiner Ansicht könnte Sorare entweder in die Kategorie der Wetten oder der durch das Glücksspielgesetz von 2005 geregelten Aktivitäten fallen.

Der Rechtsexperte merkte außerdem an, dass UKGC die Sache gründlich prüfen werde. Er glaubt jedoch, dass es eine rechtliche Frage bezüglich der Strukturierung des Sorare-Spiels gibt. Da die Karten, mit denen die Plattform handelt, spekulativ sind. Sollte die Aufsichtsbehörde zu dem Schluss kommen, dass Sorare als Glücksspiel einzustufen ist, könnte es für das in Paris ansässige Unternehmen schnell bergab gehen.

Williams sagte dazu:

Wenn es sich um Glücksspiel handelt, ist es höchst unwahrscheinlich, dass die Kommission diesem Unternehmen eine Lizenz erteilt. Denn es führt Transaktionen mit Kryptowährungen durch und es wäre schwierig, die Herkunft der Gelder der Kunden zu ermitteln.

Die Warnung der Gambling Commission ist ein Teil der Bemühungen der Regulierungsbehörde ist, die Verbraucher in Großbritannien vor nicht lizenzierten Glücksspielen zu schützen. Williams zufolge könnte der Absturz der Plattform Football Index, bei dem die Kunden hohe Verluste erlitten, der Grund für die verstärkte Kontrolle sein.