Nachdem die ganze Welt in der 2. Hälfte des Jahres 2017 von Bitcoin (BTC) und der Blockchain Technologie gehört hatte, fragten sich viele, was denn „DIE Killer-App“ werden wird, die Crypto zum Durchbruch verhelfen würde. Jetzt, über 2 Jahre später stellen sich viele immer noch die gleiche Frage. Dabei könnte es sein, dass die Antwort direkt vor unserer Nase liegt: Stablecoins. Die bekannteste Kryptowährung dieser Art ist trotz aller gerichtlichen Vorkehrungen gegen die gleichnamige Firma nach wie vor Tether (USDT). USDT ist mittlerweile sogar so bekannt, dass der Token BTC in einigen Bereichen überholt und indirekt von der neuen EZB Chefin Christine Lagarde erwähnt wird. Was wird aus Tether und gibt USDT dem Kings Coin den Todesstoß?

Tether als einer der Gewinner 2019

Eines der heißesten Crypto-Themen 2019 waren mit Sicherheit Stablecoins. Allen voran machte das Libra Projekt weltweit Schlagzeilen, mit dem Facebook die Finanzbranche aufmischen möchte. Leider ist es in den letzten Monaten relativ still um das Projekt geworden, nachdem der Gegenwind der Regulatoren stärker wurde.

Doch der große Nutznießer des Aufstiegs der Stablecoins war bisher Tether. USDT ist nach Marktkapitalisierung mit aktuell 4,112 Milliarden USD nicht nur die 4. größte Kryptowährung, sondern gleichzeitig mit Abstand der bekannteste und meist genutzte Stablecoin. Der Coin konnte seine Marktkapitalisierung dieses Jahr noch einmal massiv steigern und erstmals die 4 Mrd. Marke überschreiten.

Doch fairerweise war dieses Jahr auch für USDT nicht alles rosig. Die Diskussionen darum, ob die Firma Tether in Zusammenarbeit mit der Exchange Bitfinex 2017 den Crypto-Markt manipuliert hat reißen nicht ab.


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USDT kommt auf Führungsebene an

Tether und Stablecoins allgemein haben mittlerweile jedoch solch eine Relevanz, dass sie auf höchster Führungsebene Erwähnung finden. Auf einer kürzlich stattgefundenen Pressekonferenz der EZB, gab die neue EZB Chefin Christine Lagarde ihre Meinung zum Thema Krypto zum Besten. Laut ihr ist es von besonderer Wichtigkeit bei der Entwicklung von Stablecoins „vorne mit dabei zu sein“ (sinngemäße Übersetzung).

Das ist ihrer Meinung nach noch wichtiger als die Entwicklungen rund um andere dezentrale Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. Auf der Pressekonferenz findet Tether zwar keine namentliche Erwährung, allerdings erzählt Lagarde davon, dass bisher „ein“ Projekt genauer untersucht wurde. Und, wenn nicht USDT, welcher Stablecoin dann?

Welche Auswirkungen hat Tether auf Bitcoin?

Die zunehmende Nutzung und Beliebtheit von Tether ist also nicht mehr von der Hand zu weisen. Das zeigt sich beispielsweise auch im Vergleich des Handelsvolumens zu der Nummer 1 Bitcoin. Dieses Jahr konnte USDT das von BTC erstmals drastisch übersteigen, was den Coin laut Bloomberg zum meist genutzten Token überhaupt macht.

Könnte es also sein, dass Tether als DIE Killer-App Bitcoin irgendwann verdrängen wird und dem Kings Coin den Todesstoß gibt?

Diese Frage stellen sich wahrscheinlich vermehrt einige Crypto-Fans und vor allem Neulinge in dem Bereich. Doch kurz gesagt, ist ein Vergleich zwischen Tether und BTC ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Die Verwendungszwecke und die technische Umsetzung sind vollkommen verschiedene.

BTC bleibt der Platzhirsch

Während USDT von der gleichnamigen Firma als zentraler Partei herausgegeben wird und als Stablecoin 1:1 an den USD gebunden ist, sowie auf andere dezentrale Blockchains wie die von Ethereum angewiesen ist, zielt Bitcoin genau auf das Gegenteil ab. Der Kings Coin soll durch seine Dezentralität völlig ohne Vertrauen in eine zentrale Partei funktionieren und ist durch seine souveräne Geldpolitik (max. 21 Mio BTC) unabhängig von Fiat-Währungen wie dem US-Dollar.

Wie man sieht könnten die beiden Coins unterschiedlicher nicht sein, zumal Tether ohne BTC wahrscheinlich gar nicht entstanden wäre. Ein weiterer Punkt der durch die obigen Aussagen Lagardes ersichtlich wird, ist, dass der Use Case von USDT sehr angreifbar ist. Einige Zentralbanken forschen bereits an der Entwicklung von Stablecoins, womit der Einfluss privater Stablecoins in Zukunft schwinden könnte. Wir sehen also: Bitcoin ist nicht so leicht vom Thron zu stoßen.

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[Bildquelle: Shutterstock]