Wer sich für Kryptowährungen interessiert, kommt an Ethereum (ETH) nicht vorbei. Das ist schon seit einigen Jahren so und gilt auch heute noch. Verglichen mit den Jahren 2016 und 2017 ist die Stimmung rund um Ethereum im Moment aber nur bedingt positiv. Das dezentrale Netzwerk mit Ether als Coin steht vor großen Herausforderungen. Problematisch ist dabei vor allem die Skalierbarkeit, die mit den kommenden Updates „Istanbul“ und „Berlin“ bis hin zu Ethereum 2.0 (Serenity) gelöst werden soll. Unklar ist aktuell, wie der Übergang zu Ethereum 2.0 verlaufen wird. Einige Kritiker stehen der Zukunft von ETH deswegen nicht ganz so positiv gegenüber.

Ethereum aktuell unter Druck

Ethereum ist die aktuelle Nummer 2 aller Kryptowähungen, direkt hinter Bitcoin, mit einer Marktkapitalisierung von knapp 20,5 Mrd. US-Dollar. Auch andere Zahlen lassen den Token aktuell relativ stabil erscheinen: der Kurs liegt bei ca. 190 US-Dollar zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels. Interessant ist auch, dass ETH mit einem täglichen Handelsvolumen von 8,9 Milliarden US-Dollar, den 3. Platz auf dem Ranking der am meist gehandelten Coins liegt.

Doch einige mögen sagen, dass der Schein trügt. Ethereum ist vor einigen Jahren als innovative Smart Contract Plattform gestartet und gehörte mit dem ICO Boom 2017 zu den Top Gewinnern im Crypto-Bereich. Doch mittlerweile hat das gerne als „dezentraler Weltcomputer“ bezeichnete Projekt einige Konkurrenten, die ebenfalls auf den Blockchain Anwengungsfall „Smart Contracts“ aufgesprungen sind und ETH Druck machen. Die Lösung der aktuellen Herausforderungen ist also systemkritisch.


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Kritikpunkt Zentralisierung schon länger bekannt

Wenn man sich Blockchain und Kryptowährungen anschaut wird eines schnell klar: beides dient dazu Anwendungen wie Geld oder Wertspeicher zu dezentralisieren. Eine zentralisierte Kryptowährung oder Smart Contract-Plattform macht deshalb nur bedingt Sinn. 

So muss Ethereum – im Gegensatz zu Kryptowährungen wie Bitcoin – immer wieder mit Vorwürfen der Zentralisierung kämpfen. Gründe hierfür sind: die Gründer sind äußerst bekannt und populer. Somit lenken sie als zentrale Figuren die Geschehnisse und Weiterentwicklungen. Auch mit der kommenden Einführung von PoS und somit Staking wird die Gefahr der Zentralisierung zunehmen.

Der Kritikpunkt der Zentralisierung ist also bei Ethereum schon länger bekannt. So wird ETH immer wieder vorgeworfen durch Vitalik Buterin und andere Core-Developer gesteuert zu werden. Ein bekannter Bitcoin Entwickler namens „Tuur Demeester“ hat u.a. die Posts von Buterin nun zum Anlass genommen seine erneute Kritik an ETH zu äußern.


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Bitcoin Entwickler nimmt ETH ins Visier

Tuur Demeester ist schon länger dafür bekannt auf Twitter seine kritische Meinung zu Ethereum zu äußern. Im Dezember 2018 hat Demeester eine 50-teilige Post Reihe gestartet, in der er Gründe nennt, warum er ETH so kritisch sieht.

Nun tat der Entwickler seine Meinung wieder zum Besten und sagte in einem Post, dass Ethereum „mit der Zeit zentraler und dysfunktionaler“ werden wird. Als Anlass nahm er 4 Posts die er seiner Äußerung anhing. In einem davon äußert sich Vitalik Buterin indirekt zur Dezentralität des Netzwerkes, was Demeester u.a. zu seiner kritischen Aussage veranlasst. In dem Post von Buterin heißt es:

Die Idee, dass durchschnittliche Benutzer die gesamte Geschichte des Systems persönlich validieren, ist eine seltsame Miner-Fantasie.

Möchte Buterin damit sagen, dass eine maximale Dezentalität bei Ethereum, bei der jeder Teilnehmer des Netzwerkes Transaktionen validiert gar nicht erwünscht und möglich ist? Wie die Äußerungen von Tuur Demeester zeigen, ist dies eine mögliche Interpretation. Trotzdem ist Ethereum noch lange nicht abgeschrieben, denn die aktuellen Herausforderungen könnten, wenn sie gelöst werden, auch zum Treibstoff für eine neue Ethereum Kurs Rakete a la 2017 werden.

Wie sieht deine aktuelle Meinung zu Ethereum aus? Denkst du die Updates könnten erfolgreich durchgeführt werden?

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[Bildquelle: Shutterstock]

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