Nachdem Ethereum (ETH) aufgrund eines boomenden DeFi-Sektors und einer zunehmenden Dynamik auf dem breiteren Crypto-Markt neue Rekordhochs für dieses Jahr erreicht hatte, kam es in den letzten Tagen seit Mittwoch zu einem massiven Ausverkauf. ETH stürzte am Samstag weiter ab, als es sich weiter von der wichtigen 400 USD Marke entfernte. Auch viele DeFi Token, die sich das ETH Netzwerk zunutze machen, stürzten ab. Ist die DeFi Blase etwa geplatzt?

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Viele DeFi Token mit starker Korrektur

In den letzten Wochen hat Yield Farming sehr an Popularität gewonnen, wobei DeFi-Protokolle wie Aave, Yearn Finance, Compound und SushiSwap diese Welle angeheizt haben. Dadurch stiegen die Preise für viele DeFi Token auf historische Höchststände, obwohl Experten wie der Mitgründer von Ethereum, Vitalik Buterin, davor warnten, dass DeFi hohe Risiken birgt, denen er persönlich lieber aus dem Weg geht.

Der jüngste Marktrückzug bei Bitcoin und Ethereum ist auch an DeFi nicht spurlos vorübergegangen. Die Token von Yearn Finance, YFI, die in den letzten Wochen auf dem Vormarsch waren, sind von Freitag auf Samstag innerhalb von 24 Stunden um ca. 25% gefallen. Der Wert des Coins liegt zum Zeitpunkt des Schreibens des Artikels bei knapp 22.400 USD. Das bedeutet eine 44%-ige Abwertung gegenüber dem Höchststand von knapp 40.000 USD.

Der vielleicht am stärksten betroffene Token ist SushiSwap (SUSHI), der am Samstag 69% verloren hat. Die Korrektur des Coins wurde durch die Enthüllung, dass der Projektleiter Nomi alle seine Token verkauft hatte, noch verschärft.


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War Ethereum überfällig für eine Korrektur?

Leider gehört Ethereum (ETH) zu den größeren Kryptowährungen mit zweistelligen Verlusten. Zum Zeitpunkt des Schreibens des Artikels ist der Ethereum Kurs in den letzten 24 Stunden um ganze 10% gefallen und rangiert bei ca. 340 USD. Auf die letzten 5 Tage gerechnet musste ETH sogar einen Verlust von 23% verkraften.

Analysten stellen jedoch fest, dass ETH Anzeichen von „Erschöpfung“ zeigte und daher die Korrektur zu erwarten war. Die Firma Santiment wies auf mehrere wichtige On-Chain-Kennzahlen hin, die darauf hindeuteten, dass Ethereum auf eine Korrektur zusteuere.

Zum einen stellten die Santiment-Analysten fest, dass es einen signifikanten Rückgang bei den täglich aktiven Adressen sowie ein schrumpfendes Netzwerkwachstum gegeben hat. Zweitens seien die Exchange Wallets von Ethereum auf ein 6-Monats-Hoch geklettert, was darauf hindeute, dass ETH bereit für eine Korrektur sei.

Aus heutiger Sicht ist es schwierig zu sagen, wie tief Ethereum fallen wird, bevor das endgültige Tief erreicht ist. Aktuell sieht es aber so aus, als sei der Großteil bereits überstanden. Angesichts der zunehmenden Korrelation mit Bitcoin ist jedoch damit zu rechnen, dass sich ETH weiter nach der Dynamik der größten Kryptowährung richten wird. Ebenfalls lässt sich unsere Eingangsfrage, ob die DeFi Blase bereits geplatzt ist, nicht abschließend beantworten. Dazu müssen die nächsten Tagen und Wochen abgewartet werden.

[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.