Ethereum ist einer der Vorreiter im Bereich DeFi (Decentralized Finance). Zwar gibt es mittlerweile einige Kandidaten, die sich ebenfalls im Bereich der dezentralen Applikationen platzieren konnten (z.B. EOS, Tron, Tomochain), doch am Ende steht Ethereum unangefochten an der Spitze. Das liegt vor allem an dem langen Track Record und der Menge der Dokumentationen. Doch die Finanzkrise hat auch Ethereum zu schaffen gemacht.

Der ETH Kurs ist innerhalb von nur einer Woche von ca. 250 USD auf unter 100 USD gefallen. Das hat nicht nur viele DeFi Befürworter in Unruhe versetzt, sondern auch einige Probleme im Netzwerk aufgezeigt (MakerDAO, DAI). Doch nun scheint es für Ethereum wieder bergauf zu gehen. Die gelockten ETH in Smart Contracts für DeFi Anwendungen haben sich in den letzten 3 Tagen stark erholen können, obwohl der Ethereum Kurs keinen bedeutsamen Anstieg verzeichnen konnte.

Wie geht es mit Ethereum (ETH) weiter? Steht die Smart Contract Plattform womöglich vor dem nächsten Boom durch den DeFi-Bereich?

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Ethereum Achterbahn im DeFi-Bereich

Als die Coronakrise auch den Kryptomarkt erreichte, waren insgesamt über 3 Millionen ETH in DeFi-Anwendungen gelocked. Diese Anzahl nahm schlagartig ab als Investoren ihre gelockten Ethereum aus den Smart Contracts holten, um diese zu verkaufen oder zumindest für einen möglichen Verkauf bereitzuhalten. Die Anzahl der ETH, die gelocked waren, ist um mehr als 600.000 ETH gefallen. Das ging auch mit der Problematik bei MakerDAO einher.

Doch nun scheinen sich die DeFi Anwendungen auf Ethereum zu erholen. Die Anzahl an gelockten ETH ist wieder um ca. 400.000 ETH gestiegen. Das zeugt davon, dass Investoren wieder Vertrauen in Ethereum und den verschiedenen DeFi Anwendungen bekommen haben. Man kann davon ausgehen, dass viele Investoren hier langfristige Absichten verfolgen und somit das Angebot an Ethereum auf dem freien Markt reduzieren.

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Gefahr und Chance von Ethereum 2.0

Die Erholung geht einher mit der Erholung des gesamten Kryptomarktes. Zudem könnte es bereits dieses Jahr zu dem Wechsel von PoW (Proof-of-Work) zu PoS (Proof-of-Stake) kommen. Um am Prozess des Stakings teilzunehmen, muss man mindestens 32 ETH besitzen und diese staken. Das könnte somit in Zukunft noch mehr die Anzahl an verfügbaren ETH reduzieren und dem Kurs mehr Luft geben.

Doch das kommende Update birgt auch Risiken. Ethereum ist aktuell weiterhin in seiner Experimentier-Phase und es kann keiner garantieren, dass das Update ohne Probleme vonstattengeht. Zwar sollten keine groben Probleme auftauchen, wo Nutzer z.B. ihre ETH verlieren aber dennoch besteht eine gewisse Gefahr.


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DeFi muss sich erstmal beweisen

Dieses Jahr werden wir wohl erfahren, ob der vielversprechende Bereich von DeFi tatsächlich den Erwartungen gerecht wird. Aktuell ist DeFi nichts Neues. Die meisten Anwendungen in diesem Bereich hatten wir schon bereits vor diesem Buzzword. Es hat einfach nur einen neuen Namen bekommen und plötzlich stand das Jahr 2020 ganz im Namen von DeFi.

Falls sich aber DeFi wirklich weitläufig durchsetzen sollte und Ethereum weiterhin an der Spitze bleibt, könnte es zu einem positiven ETH Kurs führen. Denn das Angebot wird durch die gelockten ETH in den DeFi-Anwendungen und im Staking nachhaltig reduziert. Wir bleiben weiterhin gespannt und halten euch auf dem Laufenden.

Wie wird sich Ethereum und der DeFi Bereich entwickeln? Können wir mit einem ETH Kurs-Anstieg rechnen?

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[Bildquelle: Shutterstock]