Bereits Ende Juni waren Analysten der Wall-Street-Investmentbank Goldman Sachs davon überzeugt, dass Ethereum ein extrem hohes Potenzial hat, den Bitcoin zu überholen. Nun haben sie ihre äußerst optimistische Haltung in einer Mitteilung an die Anleger bekräftigt. In der Mitteilung geht hervor, dass es sich bei Ethereum um ein besseres Wertaufbewahrungsmittel als Bitcoin handeln werde.

Weiterhin ist in dem Schreiben die Rede davon, dass Ethereum die Kryptowährung mit dem höchsten realen Nutzungspotenzial hat. Auch wenn Bitcoin die stärkste virtuelle Währung ist, fehlt es jedoch an echten Anwendungen, wie es bei ETH der Fall ist. Das mag an den relativ langsamen Transaktionsgeschwindigkeiten liegen. Immerhin werden nur 7 Transaktionen pro Sekunde durchgeführt. Bei Ethereum hingegen sind es pro Sekunde 15 bis 20 Transaktionen, auch wenn dies ebenfalls noch zu wünschen übrig lässt.

ETH wurde ordentlich durchgeschüttelt in den letzten Wochen

Die Anleger in Kryptowährungen hatten in den letzten Wochen einiges zu schlucken. Nachdem Tesla-CEO Elon Musk mal wieder Spielchen trieb und sein Versprechen, dass Bitcoin als Zahlungsmittel bei Tesla gilt, zurückgezogen. Weiterhin hat er mit seinen Tweets über Dogecoin den Kryptomarkt stark beeinflusst. In der Zwischenzeit ist die Kryptogemeinde not amused über die Aussagen und wird wohl in Zukunft die Tweets einfach überlesen und ignorieren.

Doch auch die regulatorischen Maßnahmen von China haben den Kryptomarkt ordentlich durchgeschüttelt. Manche sagten bereits den Tod von Bitcoin voraus, was aber zu bezweifeln ist. Diese Aussagen wurden schon häufig getroffen und noch immer ist der Bitcoin sehr beliebt. Doch auch die Altcoins wie Ethereum werden von Woche zu Woche beliebter und immer mehr Anleger setzen auf ETH.

Auch Goldman Sachs sieht das Ethereum Potenzial

Dies liegt zum einen daran, dass die Entwicklung von Ethereum deutlich rasanter ist, als die von Bitcoin. Zum anderen bewertet Goldman Sachs die Smart-Contract-Plattform als einen besseren Informationswertspeicher. Denn gerade die Nachfrage an dezentralisierter Finanzen steigt und ETH knüpft problemlos an diese Bedürfnisse an. Dies zeigt auch, weshalb die Analysten Ethereum ganz weit vorne sehen.

Schaut man sich den Bitcoin an, sind die Anleger der Meinung, dass die virtuelle Währung mit Gold oder Immobilien vergleichbar ist. Allerdings hat der Bitcoin einen großen Nachteil. Er bietet kein Einkommen und nur einen sehr geringen Nutzen. Ethereum hingegen ist deutlich besser positioniert und könnte in Zukunft die dominante digitale Währung sein.

Die Aufholdynamik von ETH gegenüber Bitcoin

Mit einer Marktkapitalisierung von 660 Milliarden US-Dollar liegt der Bitcoin noch immer zweieinhalb Mal über Ethereum. Allerdings ist die Entwicklung deutlich langsamer als die von ETH. Der Bitcoin Wert stieg 2020 um das Dreifache, ein stolzer Aufschwung.

Wer sich aber jetzt den Ethereum Anstieg an anschaut, wird man schnell feststellen, dass der Bitcoin nachhängt. Ethereum hatte einen Anstieg auf 1000 %, was zeigt, dass Bitcoin mit der Geschwindigkeit wohl nicht mithalten kann. Auch dies ist ein Grund, weshalb die Goldman Sachs Analysten dem Platzhirsch den Rang ablaufen könnte.

Die Analysten der Investmentbank sind jedoch auch davon überzeugt, dass ETH Gold nicht ersetzt. Allerdings können sie sich ergänzen. Krypto Assets sind mit Gold als Wertaufbewahrungsmittel vergleichbar, auch wenn die hohe Volatilität sie auf den ersten Blick nicht vergleichbar mache.

Zudem äußerte sich die Bank folgendermaßen:

Gold konkurriert mit Krypto im gleichen Maße wie mit anderen riskanten Vermögenswerten wie Aktien und zyklischen Rohstoffen. Wir sehen Gold als defensiven Inflationsschutz und Krypto als Inflationsabsicherungsrisiko.

Zu erklären ist dies mit den Gewinnen der beiden. Während Gold um 5,4 % gefallen ist, konnte Ethereum um 215 % steigen – inklusive einer Korrektur von 46 %. Somit könnte diese Kombination aus Gold und Ethereum durchaus interessant sein.

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Stephanie Hahn
Autor
Ich bin Stephie, wohne im schönen Andalusien und seit rund 5 Jahren bin ich von Kryptowährungen fasziniert. Dadurch, dass ich selbst investiere, bin ich natürlich immer bestens informiert, lasse mich aber nicht durch Emotionen leiten. Aber ich kann auch nicht abstreiten, dass ich risikobereit bin - muss man auch sein, bei solchen Geldanlagen. Ansonsten bin ich eine echte Leseratte, liebe das Meer und gute Musik.