Jeder, der sich mit Chartanalysen beschäftigt, kennt und schätzt wohl die Seite tradingview.com. Dabei gibt es auch einige BTC Trader, die ihre Analysen teilen und damit anderen Tradern ein Fundament bieten. Einer dieser Trader, der sich selbst als Nummer 1 Trader auf Tradingview bezeichnete, ist Jacob Canfield. Auch wir haben bereits in der Vergangenheit Analysen von Canfield als Grundlage benutzt.

Nun hat sich herausgestellt, dass Canfield offensichtlich mehrfach die eigenen Ergebnisse mit Photoshop manipuliert hat. Damit wollte der selbsternannte BTC Trader Nr. 1 wohl die eigenen fiktionalen Renditen aufbessern und somit seine Fähigkeiten unterstreichen. Schauen wir uns den Skandal an.

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Jacob Canfield: Aus 7 BTC werden plötzlich 15 BTC

Es ist wohl kein Geheimniss, dass sich ein BTC Trader an der Qualität seiner Analysen und den damit verbundenen Renditen bemessen lassen muss. Jacob Canfield, der sich – bis vor Kurzem – noch als Nummer 1 Trader auf Tradingview bezeichnete, hat diesen Anspruch wohl zu ernst genommen.

Die große Illusion, die Canfield meisterhaft inszenierte, wurde nun jedoch von einem Twitter-User namens King (@Trapouts) aufgedeckt. Dieser zeigte mit einigen Screenshots wie Canfield die Ergebnisse seiner Trades manipulierte. Im Folgenden ein Beispiel zu Canfields BTC Manipulation:

In einem Trade photoshoppte Canfield die Ergebnisse so, dass aus einem eigentlichen Profit von 7 BTC plötzlich 15 BTC wurden. Dies klingt nach Magie, war allerdings lediglich Photoshop. Dabei soll Canfield in Summe 10 große Trades manipuliert haben, um die eigenen Ergebnisse zu beschönigen.

Der folgende Tweet von King zeigt Canfields Erklärungsversuche und das Beispiel der 15 BTC.

Natürlich fragt man sich, weshalb es jemand überhaupt nötig hat, dies zu tun? – Ein Gewinn von 7 BTC ist schließlich kein schlechtes Ergebnis und ein durchaus beachtlicher Zuverdienst. Die Antwortet lautet (wie leider so häufig) Gier und Geld.


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Nr. 1 BTC Analyst verkauft Signale als Geschäftsmodell

Wie verdient Jacob Canfield eigentlich sein Geld? – Die Antwort auf diese Frage zeigt uns die Motivation für seine Manipulation. Canfield verkaufte seine Analysen und Signale in einer Gruppe. Die Mitglieder der Gruppe zahlen hierfür – wie sollte es auch anders sein – eine Gebühr. Dabei geizte Canfield natürlich auch nicht an der Beschreibung der eigenen Person. So hieß es seinerseits:

#1 Ranked BTC Analyst und Gast Trader bei Forbes und CNBC

Wer eine solche Biographie bzw. Beschreibung liest, erwartet natürlich auch satte Gewinne von einem Vollprofi wie Canfield. Die Beschreibung hat er nun allerdings geändert. Ein Zeichen von Demut?

Ich benutze Daten und ‚Research‘ um am Markt zu traden und Trends vorherzusagen.

Offensichtlich hat die Warnung von King gewirkt. Denn dieser drohte Canfield die Manipulation an die SEC weiterzureichen. Und daraufhin hat Canfield, der eigentlich ein Chiropraktiker ist, nicht nur seine Beschreibung auf Twitter geändert, sondern sich auch entschuldigt.

Pikant ist hierbei die Tatsache, dass Canfield ursprünglich eine ‚richtige‘ Entschulding getwittert hatte. Dabei gab er zu, die BTC Ergebnisse manipuliert bzw. gefälscht zu haben. Dabei sagte er, dass er ‚das Bedürfnis hatte, die Ergebnisse zu manipulieren, um ein besseres Bild abzugeben‘. Dies bezeichnet er als ‚dumm und falsch von ihm‘. Wenn er dies tatsächlich ernst gemeint hat, frage ich mich, wieso er diesen Tweet nun gelöscht hat und anstatt dessen diese mildere Version veröffentlichte.

Kanntest du Jacob Canfield? – Wie denkst du über die BTC Manipulation seinerseits und die geschönten Renditen?

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[Bildquelle: Shutterstock]

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.